„Letterfrack“ erfüllen Auburg mit Irish Folk

Liebe, Tod und pure Lebensfreude

Die sechs Musiker der Mindener Band „Letterfrack“ brauchen keinen großen Pomp. Sie überzeugt allein mit Musik und Gesang. Foto: Brauns-Bömermann

Wagenfeld - Von Simone Brauns-bömermann. Liebesdrama, Rebellion, Tod und die pure Freude am Leben – die Mindener Band „Letterfrack“ gab bei ihrem Konzert in der Wagenfelder Auburg die ganze Bandbreite des Irish Folk zum Besten.

Die sechs Bandmitglieder, die von Rinteln bis Minden heimisch sind, brauchen keinen großen Pomp, um zu überzeugen. Die Trompete von Michael Cooper (Mike), den Gesang und die Gitarre von Ernst Roßbach (ET), Gesang, Jokes und Perkussion von Matthias Nolte (Matt), die Violine von Wolfgang Wehr, das Banjo von Axel Ritterbusch sowie die Mandoline, Tin Whistle und Bass von Bettina Roßbach reichen völlig aus.

Die Band „Letterfrack“, deren Name einer Stadt im irischen Landstrich Connemara entliehen ist, hatte Marita Kleemeyer, Vorsitzende des Kulturkreises Auburg, schon vor längerer Zeit bei einem Sommerfest gehört. „Ich habe mir wie immer gleich den Namen notiert und nun sind sie hier.“

„Im Grunde basiert der Irish Folk auf vier großen Themen“, erklärte ET: „Trinken, Krieg, Seefahrt und Liebe.“ Und genau davon sang die Band, mal ruhig und einfühlsam, dann wieder in rasantem Tempo. Sie sang von jungen Männern, die junge Frauen kennenlernen und davon, dass es im Leben noch viel mehr als Arbeit gibt. „Zum Beispiel mit Freunden feiern oder Musik machen“, so ET. „We drank and sang and drank…“ passte dazu perfekt.

Zu hören bekamen die Konzertgäste auch eine irische Adaption der Volksballade „Es waren zwei Königskinder“ oder den irischen Rebellionssongs „The Foggy Dew“, der den englischen Morgennebel thematisiert, in dem viele irische und schottische Männer in Kriegen starben. Für diejenigen, die es traditionell mögen, war natürlich auch der Standard „Whiskey In The Jar“ dabei.

Bei „Dirty Old Town“ von Esther und Abi Ofarim raunte ein „Yeah“ durch den Saal der Auburg. Matt imitierte dazu Hundebellen und die Mundharmonika erklang melancholisch. „Wir bewegen uns jetzt von der schmutzigen Stadt zur südlichen Hemisphäre“, leitete Matt zu seinem Lieblingssong über: „Valparaiso“ von Sting. Nach diesem instrumental anspruchsvollen Song voller Demut gegenüber den Naturgewalten gönnte sich „Letterfrack“ eine Pause.

Weiter ging es anschließend mit „Fiddle Less Green“. „Das ist das, wohin die Seeleute ihre letzte Reise antreten. Auf den Grund des Meeres“, moderierte ET das unterhaltsame Lied an. „Ja, ja, in Irland wird lustig gestorben“, plapperte Mike hinein. Auch ein „Farewell“ gehört zu den Iren, denn die unzähligen Auswanderer nahmen Heimweh, Musik, Glauben und Pubs mit in die Welt. Auch darüber gab es ein Lied: „It couldn't be worse“.

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