„Wagenfeld sucht den Weihnachtsmann“

Kinder-Musical: Leisere Melodien wechseln mit rockigen Klängen

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Szene aus dem Märchen „Schneewittchen“ mit den hyperaktiven sieben Zwergen.

Wagenfeld - Auf der Bühne der Wagenfelder Grundschulaula war alles vertreten, was in der deutschen Märchenlandschaft Rang und Namen hat: Hänsel und Gretel mit der bösen Hexe, Schneewittchen mit den hyperaktiven sieben Zwergen und Rumpelstilzchen mit der Königin und ihrem Baby. Dazu Rentiere, außerordentlich lebhafte Wichtel, Engel sowie der Weihnachtsmann und dessen Frau.

Annähernd 80 junge Akteure, ausschließlich Mädchen unterschiedlicher Altersgruppen, waren im Feierraum der Auburg-Schule am Erfolg des vorweihnachtlichen Kinder-Musicals „Wagenfeld sucht den Weihnachtsmann“ beteiligt und bereiteten weit mehr als 200 Besuchern einen unterhaltsamen Nachmittag mit bekannten Winter- und Weihnachtsliedern in einem eher ungewohnten musikalischen Gewand.

Da wechselten im zweiten Teil der Show leisere Melodien mit rockigen Klängen ab, da zeigten Mal die älteren Mädchen der Tanzgruppe „Turn Around“, mal die vier- bis sechsjährigen „Tanz-Kids“, mal die Grundschulkinder der Klassen eins bis vier, verstärkt durch ein paar Fünftklässler, der Gruppe „Dance‘n‘Fun“, was sie in den vorangegangenen drei Monaten während der Trainingseinheiten unter der Regie ihrer Übungsleiterinnen Andrea Feuß und Leonie Kruke mit tatkräftiger Unterstützung der FSJ-lerin Meike Gronwald gelernt hatten.

Und das war für viele Eltern und Großeltern augenscheinlich so beeindruckend, dass sie sich im Verlauf der anderthalbstündigen Show wiederholt die Augen rieben und feststellten, dass in ihren Kindern und Enkeln bisher unbekannte künstlerische Talente schlummern.

Kaum enden wollender Applaus

Mit einem kaum enden wollenden Applaus machte das vielköpfige Publikum zum Schluss des Musicals deutlich, dass die Tänzerinnen mit der teilweise turbulenten Show genau den Geschmack der Zuhörerinnen und Zuhörer getroffen hatten. Die Zufriedenheit wird sich wohl auch im bevorstehenden „Kassensturz“ niederschlagen, denn die während der Pause durch die Besucherreihen wandernden Spar-schweinchen wurden kräftig gefüttert.

Die Begeisterung des Publikums galt nicht nur den Kinder-Tanzgruppen, sondern auch den seit vielen Jahren von Charles Watkins geleiteten Wagenfelder Ballettgruppen, die das vorweihnachtliche Musical mit gekonnten Darbietungen unterschiedlicher Anforderungen eröffnete. „Spitzenmäßig“, kannte die Begeisterung einer Besucherin kaum Grenzen. „Dass es so anspruchsvollen Sport in Wagenfeld gibt, finde ich ganz toll“, ergänzte ein junger Vater.

Die am Samstag gezeigte Tanzshow ist deutschlandweit unter dem Titel „Deutschland sucht den Weihnachtsmann“ bekannt. Für die TuS-Aufführung hatten Andrea Feuß für die Tanzgruppen und Charles Watkins für die Ballettkinder die Choreografie auf die heimischen Tänzerinnen zugeschnitten. Deswegen stand über der Show in der Auburg-Grundschule „Wagenfeld sucht den Weihnachtsmann“.

„Nachfrage weit größer als das Angebot an Plätzen“

Bei der Begrüßung hatte Steffi Fiefstück, Jugendwartin in der TuS-Turnsparte, darauf hingewiesen, dass die Idee des ersten Kindermusicals aus den Gedanken erwachsen sei, den Eltern einmal einen Einblick in die überwiegend im Verborgenen laufende Trainingsarbeit ihrer Sprösslinge zu ermöglichen. „Das ist voll aufgegangen“, freute sich die Jugendwartin. „Die Nachfrage war weit größer als das Angebot an Plätzen“, betonte sie.

Bei Hausmeister Jens Kunter bedankte sich die Jugendwartin für dessen Unterstützung bei den Vorbereitungen mit einem guten Tropfen, während sich Erika Feuß für ihre Verdienste beim Ändern und Nähen der Kostüme über Blumen freuen durfte. Die erhielten zum Schluss, nach einem bunten Finale auf und vor der Bühne, auch die verantwortlichen Übungsleiter Andrea Feuß, Leonie Kruke und Charles Watkins.

„Jetzt lassen wir das Geschehene erst einmal sacken und genießen den Erfolg“, resümierte Andrea Feuß unmittelbar nach der Show, „und dann denken wir darüber nach, ob wir uns im nächsten Jahr erneut mit einem vorweihnachtlichen Musical vorstellen, wegen der großen Nachfrage dann vielleicht an zwei Nachmittagen.“ 

ges

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