Klavierschüler begeistern

Leidenschaftlich und virtuos in der Auburg

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Caroline Häberle und ihre jungen Schüler freuen sich über ein gelungenes Konzert in der Wagenfelder Auburg.

Wagenfeld - Kraftvolle Töne, so durchdringend, dass sie nicht nur hör-, sondern auch fühlbar sind, entlockt Thomas Dobler dem Flügel. Die Zuhörer spüren sofort, warum die Sonate op. 57 in f-moll einst den Beinamen Appassionata, die Leidenschaftliche, erhielt.

Ein Höhepunkt im Schaffen Ludwig van Beethovens war die Sonate am Samstagabend zugleich Höhepunkt und Abschluss des alljährlichen Konzerts der Klavierschüler von Caroline Häberle in der Wagenfelder Auburg.

Das Werk, aus dem Thomas Dobler den dritten Satz spielte, stehe für höchste solistische Virtuosität, hatte die Klavierlehrerin seinem Auftritt vorausgeschickt, so wie sie jedes der zehn Stücke mit einigen erklärenden Worten zu deren Entstehung und Bedeutung einleitete.

Das Konzert widmete sich mit Beethoven und Wolfgang Amadeus Mozart zwei der drei großen Komponisten der Wiener Klassik. Beiden gemeinsam ist, dass sie in ihrer Zeit als Klavier-Wunderkinder Furore machten.

Joella Wegner, die Unerfahrenste der Protagonisten, durfte das Konzert mit Beethovens Deutschem Tanz eröffnen. Es folgte eine der zu Mozarts Lebzeiten bekanntesten Sonaten, die Sonate K  545, die auch als eine „kleine Klavier-Sonate für Anfänger“ bezeichnet wird. Zunächst spielte Liana Seel den dritten Satz, anschließend Anita Krause den ersten Satz.

Auf die schwungvoll leichten Klänge des Werks in C-Dur folgte die getragen beginnende Fantasie d-moll – eines der bedeutendsten Werke Mozarts, souverän vorgetragen von Anastasia Hein.

Den Abschluss der musikalischen Reise durch Mozarts Werke bildete der als Türkischer Marsch (Alla turca) bekannte dritte Satz der Sonate K 331, gespielt von Kalina Terziyska.

Anspruchsvoller wurde es im zweiten Teil des Konzerts, in dem die älteren Klavierschüler Sonaten Ludwig van Beethovens zu Gehör brachten. Milka Josephine Kosturi und Luisa Bittel begeisterten mit dem ersten und dritten Satz der Sonate op. 31, Nr. 2, die der Beethoven-Biograf Anton Felix Schindler mit Shakespeares Drama „Der Sturm“ in Verbindung setzte und ihr so den Beinamen Sturmsonate verlieh.

Inspiriert vom revolutionären Zeitalter Napoleons entstand Beethovens Grande Sonata Pathétique, aus der Adelina Stel den ersten Satz vortrug. Der „theatralische Wille zur Darstellung des Gefühls“ sei in dem Stück zu spüren, erläuterte Klavierlehrerin Caroline Häberle, die nach dem virtuosen Schlusspunkt von Thomas Dobler allen Schülern für deren Fleiß dankte, mit dem sie den Zuhörern in der Auburg einen sehr schönen Abend gestaltet hätten.

mer

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