Neustart nach Lockdown

Ausstellung im DLZ in Wagenfeld: Ohne Kunst ist es grau

Ihren Showroom in Bremen hatte Ruth Cordes zu Beginn des Lockdowns selbst zum Kunstobjekt gemacht. „Ohne Kunst ist es grau“ lautet auch der Titel der Ausstellung, die am 1. Juli im Dienstleistungszentrum in Wagenfeld beginnt.
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Ihren Showroom in Bremen hatte Ruth Cordes zu Beginn des Lockdowns selbst zum Kunstobjekt gemacht. „Ohne Kunst ist es grau“ lautet auch der Titel der Ausstellung, die am 1. Juli im Dienstleistungszentrum in Wagenfeld beginnt.

„#ohnekunstistesgrau“ lautet der Titel der ersten Kunstausstellung im DLZ in Wagenfeld in diesem Jahr. Sie thematisiert unter anderem Einschränkungen der Kunst in Corona-Zeiten.

Wagenfeld – In den vergangenen Monaten war es still um sie, die regionalen Künstler, die ohne Orte, an denen sie ihre Werke zeigen oder zu Gehör bringen können, kaum wahrgenommen werden, die durch die Corona-Beschränkungen in ihre Ateliers und Studios verbannt wurden, weg von den Menschen, für die sie ihre Kunst machen. Die Welt wurde ein Stückchen grauer ohne sie. „#ohnekunstistesgrau“ lautet auch der Titel der Ausstellung, die am Donnerstag, 1. Juli, um 19 Uhr im Dienstleistungszentrum in Wagenfeld eröffnet wird und sich genau dieses Themas annimmt.

Ihren Anfang nahm die Ausstellung im vergangenen Jahr in der kleinen Galerie der Künstlerin Ruth Cordes in Bremen. Während viele Ausstellungsorte geschlossen waren, durfte sie ihre Galerie, weil dem Einzelhandel zugeordnet, weiterhin öffnen. Sie nutzte das, um 18 Künstlern aus dem norddeutschen Raum im Wechsel die Möglichkeit zu bieten, ihre Werke dort zu präsentieren. Von ihrer Galerie in der Marterburg fand die Ausstellung über Bassum nun den Weg nach Wagenfeld.

„Die zurückliegenden Zeiten waren und sind für alle Kunst- und Kulturschaffenden eine große Herausforderung. Wir sind froh, dass sich die Lage entspannt und eine Vernissage wieder geplant und umgesetzt werden kann“, schreibt Ruth Cordes zur Ausstellung. Jetzt gehe es darum aufzuzeigen, welche Impulse auch in Krisenzeiten und darüber hinaus von Künstlern ausgehen. „Die Kreativbranche, zu der sich Künstler zählen, ist eine der wirtschaftsstärksten im Lande. Und dennoch sind es die Kreativen, wie so viele Soloselbständige, die sich schwer beschädigt, Stück für Stück die berufliche Normalität zurückkämpfen müssen. Manch ein Lebenswerk hat die Krise nicht überstanden. Auch für diese Kollegen wollen wir nicht müde werden aufzuzeigen, was Kunst und Kultur für einen Stellenwert für uns alle hat“, betont Cordes.

Markant sind die Plastiken des Künstlers Burkhard Tegeler.

Als Gastkünstler hat Organisatorin Brigitte Cording darüber hinaus Burkhard Tegeler aus Bremen eingeladen, der einige seiner markanten Plastiken zeigen wird: weibliche Figuren, stilisierte Tiere und Fabelwesen aus dem Grenzbereich von Comic, Fetisch und Fantasy sowie Vakundas – schwarz glänzende Frauengestalten mit Vogelköpfen, zum Teil kaum größer als Barbiepuppen.

Basis von Tegelers Figuren ist ein Drahtskelett, auf das er mit Schichten aus Pappmaschee, Glasgewebe, Mullbinden, Spachtelmasse und Polyesterharz Körper modelliert. Die Köpfe der Plastiken fertigt er separat aus Polyesterharz. Nach dem Zusammensetzen verleiht er ihnen mit diversen Lackschichten den Feinschliff.

Nia und Conrad zeichnen für das musikalische Rahmenprogramm verantwortlich. Jazz, Pop und Folk stehen auf ihrem Programm. Begrüßt werden die Besucher vor dem Eingang von zwei fabelhaften Wesen in fantasievollen Kostümen. Sie gehören zum Ensemble von Stelzen-Art aus Bremen. 2001 von der Schweizerin Janine Jaeggi gegründet, besteht das Team derzeit aus etwa 20 Stelzen-Akteuren, die kontinuierlich an neuen fantasievollen Produktionen arbeiten. Ob am Donnerstag anmutige Blütenprinzessinnen, verspielte Drachenreiter, betörende Meerjungfrauen oder kosmische Vögel auf die Besucher warten, bleibt eine Überraschung.

Der Eintritt ist nur über den Haupteingang des DLZ möglich. Alle anderen Türen dienen als Ausgänge und werden zur Belüftung geöffnet sein. Besucher werden gebeten, auf dem Weg durch die Ausstellung auf die ausgeschilderte Wegführung zu beachten. Sie müssen – wie in Corona-Zeiten üblich – am Haupteingang ihre Adresse hinterlassen, Abstand halten und eine Mund- und Nasenbedeckung tragen.

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