Volles Haus

„True Colors“ unterhält mit 70er-Jahre-Klassikern

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Heinfried Uedemann, Heinz Brinkmann und Martina Mönkedieck (von rechts) unterhielten beim Kulturfrühstück in der Wagenfelder Auburg mit Klassikern der 70er-Jahre.

Wagenfeld - Ein reichhaltiges spätes Frühstück bei entspannter Musik und anregenden Gesprächen – angenehmer könnte ein Sonntag kaum starten. Die Aktiven des Kulturkreises Auburg verstehen sich darauf, genau diese entspannte Atmosphäre zu schaffen.

Ihr Kulturfrühstück in der Auburg ist regelmäßig ausverkauft, so auch am Sonntag, an dem es nicht nur ein Wiedersehen mit vielen Stammgästen gab, sondern auch mit dem Trio „True Colors“.

Perkussionist Heinz Brinkmann und Gitarrist Heinfried Uedemann aus Ströhen sowie die ehemalige Wagenfelderin Martina Mönkedieck (Violine) begleiteten im Laufe der Jahre schon mehrere Veranstaltungen des Kulturkreises, von denen den Musikern einige besonders in Erinnerung blieben. 

So sei die Auburg Schauplatz des ersten Auftritts der Band vor rund 15 Jahren gewesen, blickte Heinz Brinkmann zurück. Einige Jahre später machten Glatteis und Stromausfall eine Ausstellungseröffnung fast zu einem Reinfall. Doch das Trio ließ sich nicht aus der Ruhe bringen und unterhielt die Besucher bei Kerzenschein „unplugged“.

Der vergangene Sonntag wird den Musikern dagegen sicherlich als rundum gelungen in Erinnerung bleiben. Nachdem sich die Besucher am mit verschiedenen – zum Teil selbst gebacken – Broten, Brötchen, unterschiedlichen Belägen, Müsli und Obstsalat reichlich gefüllten Buffet gestärkt hatten, legten „True Colours“ los.

Country, Blues und Pop

Ihre Spezialität sind Country, Blues und Pop der 60er- und 70er-Jahre, sie streuen aber auch mal modernere Stücke ein wie „When you’re gone“ (1998) von Bryan Adams oder „Sweet Pea“ (kleine Erbse, 2006), das der amerikanische Singer-Songwriter Amos Lee für seine kleine Tochter geschrieben hat, wie Heinz Brinkmann berichtete. „Der ist in Europa so gut wie unbekannt. Wir haben ihn durch Zufall entdeckt.“

Bei den Klassikern wie „The Boxer“ von Simon & Garfunkel, „These boots are made for walkin‘“ von Nancy Sinatra oder „Jolene“ von Dolly Parton schien sich manch ein Besucher an die eigene Jugend zurückzuerinnern und bewegte stumm die Lippen zu den bekannten Texten.

Die Arrangements waren mal sanft, mal richtig schwungvoll, aber nie zu pompös – eben genau passend für den entspannten Rahmen der Veranstaltung. Nie hatte man das Gefühl, einer reinen Cover-Band gegenüber zu sitzen. Das liegt nicht zuletzt daran, dass das Trio die Originale für ihren dreistimmigen Gesang mit Percussion, Gitarre und Violine neu arrangiert. 

Dem Publikum gefällt es

„Es ist interessant zu sehen, welche Songs funktionieren, obwohl man es gar nicht vermutet hätte, und welche nicht“, sagte Martina Mönkedieck. Wenn er nach längerer Zeit wieder das Original höre, sei er häufig überrascht, wie weit sich ihre Version davon entfernt habe, ergänzte Heinz Brinkmann.

Dem Publikum gefiel’s offensichtlich, denn es geizte nicht mit Applaus. Auch Monika Gewecke und ihr Mann waren begeistert. „Wir kommen fast immer zum Kulturfrühstück“, sagt die Varrelerin. „Man lernt neue Leute kennen“, und die Künstler träfen fast immer ihren Geschmack. 

Außerdem schätzt sie den kleinen, gemütlichen Rahmen der Auburg im Gegensatz zu großen Konzerthallen, in denen gute Plätze kaum für unter hundert Euro zu haben seien und die Atmosphäre nicht unbedingt besser sei. Darum wird es sie und ihren Mann wohl auch im nächsten Jahr wieder zum Kulturfrühstück in die Auburg ziehen.

mer

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