Die Künstlerinnen Monika Mügge und Edeltraut Albers stellen in Wagenfeld aus

Unterschiedlicher geht es kaum

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Die Künstlerin Monika Mügge und ihre Sicht von Kopenhagen.

Von Simone. Brauns-Bömermann

WAGENFELD

Mit der neuen Ausstellung im Dienstleistungszentrum (DLZ) in Wagenfeld erschließen sich die zwei Sulinger Künstlerinnen Monika Mügge und Edeltraut Albers seit Donnerstagabend eine neue Öffentlichkeit, nutzen die Plattform als Darstellungswiese. Sie folgten damit der Einladung von Brigitte Cording, Geschäftsführerin des DLZ, und den Unterstützerinnen Brunhild Buhre, Verein „Kunst in der Provinz“, und Marita Kleemeyer, Kulturkreis Auburg.

Das war neu: „Wir sehen das als innovative Idee, denn wir möchten besser zusammenarbeiten und machen schließlich gemeinsame Sache“, sagte Marita Kleemeyer. Gemeint, das im DLZ und in der Auburg Kunst für Wagenfeld angeboten und gemacht wird.

Neben den zwei aktuell ausstellenden Künstlerinnen, die in Vechta im Atelier Freystil von Jürgen Frey arbeiten, entschlossen sich auch der Kulturkreis Auburg und das DLZ, als Duett aufzutreten. „Wir bedingen einander“, sagten die Veranstalterinnen unisono.

Als Duett waren ebenso die Musiker angetreten: Christine Zedler und ihre Schülerin Ciara Nolte verzauberten mit Flöten-Klavier-Klängen.

Die Werke, die die zwei Künstlerinnen später mit den Gästen besprachen und erklärten, waren so unterschiedlich, verschiedener ginge es wohl kaum. Für Edeltraut Albers ist Malerei ein Teil des Lebens wie die vier Elemente Wasser, Luft, Feuer und Erde. Obschon viele ihrer Bilder Wasser in jeglicher Form, Farbe, Dynamik und Kraft zeigten. Abstrakt und doch für jeden deutbar das Quartett der vier Elemente, ausformulieren musste der Betrachter im Kopf. Das Blau fasziniert sie, das Rot reizt sie. Wasser, Himmel, Feuer, Blut, Sturmregen oder seichtes Geplätscher, leichtes Zündeln oder Feuerbrunst und Eruption, so prescht es aus der Künstlerin.

Sie ist expressiv, impulsiv und freudig aufgeregt, in Wagenfeld ihre Werke ausstellen zu können. Die Bilder bekommen Haptik durch den experimentellen Auftrag oder Einbau von anderen Materialien als Farbe selbst. Sie übermalt, lässt Fragmente stehen.

„Natürlich kann sie auch detailgetreu malen“, ergänzt Buhre. Die portraitierte Nichte ist ein fröhliches Portrait, doch in rot-orange, blau-blau, wie mit einem Popartfilter versehen.

Monika Mügge malt ausschließlich mit Spachteln in jeder Form und Größe. Sie erschließt sich den Betrachtern als absolute Gartenliebhaberin, als Wildblumenanbeterin, aber auch als Reisende, die Wolkenkratzer- und Menschenansammlungen realisiert und in ihre Malsprache übersetzt.

Sie lehnt sich an die Malerei des Impressionismus an, der entgegen dem flächendeckenden Farbauftrag älterer Zeiten und den längeren und breiteren Pinselstrichen der sogenannten Freilichtmaler die Kommatechnik propagiert. Alle Farben sind in kurzen Strichen aufgetragen, möglichst dick, damit jeder Farbstrich möglichst intensiv leuchtet.

Mügges Bilder assoziieren Blumenmeere größt möglicher Vielfalt, Farbigkeit und Kombination, oft konkret als Blumentyp erkennbar für das geschulte Auge. Ihre abstrakten Ergebnisse lassen der Fantasie freien Lauf, leiten dezent und zielstrebig auf die Blühwiese hin. Sie sind abstrakt und doch konkret, ohne Titel. Ihr gelingt aber nicht nur die Anhäufung von Blumen, Blüten, Pflanzen, ihr gelingen eine Menschenmenge vor dem Reichstag in Berlin, Manhattan mit Wolkenkratzern bei Nacht und die Milchstraße tausender Planeten.

Ein Werk nennt sie selbst „Außer Kontrolle“. Mit ihm werden Malplanung, Motivwahl und Wahl der Farben ausgesperrt. Es entstand ein überragend emotionales Bild.

Nach dem offiziellen Teil traten Organisatorinnen, Künstlerinnen und Gäste sofort in den regen Gedankenaustausch. Die Ausstellung ist bis zum 23. Juli im DLZ zu bestaunen.

sbb

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