Wagenfelder Rat beschließt Haushaltsplan 2020 / 5,15 Millionen Euro Investitionen geplant

„Die Kosten dürfen uns nicht davon laufen“

Der erste Abschnitt der Schulstraße in Wagenfeld soll 2020 ausgebaut werden. Es ist eine von mehreren geplanten Straßenbaumaßnahmen, für die Mittel im Haushaltsplan bereitstehen. Foto: Russ

Wagenfeld - Von Melanie Russ. Nach dem Finanz- und Verwaltungsausschuss hat auch der Rat dem Haushaltsplan der Gemeinde Wagenfeld für das Jahr 2020 einstimmig seinen Segen geben. Das Zahlenwerk umfasst ein Volumen von rund 12,49 Millionen Euro und liegt damit etwa auf Vorjahresniveau.

5,15 Millionen Euro will die in die Infrastruktur investieren, allein 1,65 Millionen Euro sind für den Wegebau vorgesehen. Für einen Teil der Maßnahmen sind allerdings Fördermittel beantragt, deren Umsetzung erfolgt nur bei einem positiven Bescheid. Größtes Vorhaben ist der Neubau des Bauhofes für insgesamt 1,7 Millionen Euro, von denen eine Million im kommenden Jahr zu Buche schlägt. Die Entscheidung über den neuen Standort soll in wenigen Wochen fallen. Das alte Gebäude an der Auburg wird abgerissen, das Außengelände neu hergerichtet.

Die nächstgrößeren Einzelinvestitionen sind die erste Maßnahme der Ortskernsanierung (knapp 600 000 Euro) und der Ausbau des ersten Abschnitts der Schulstraße.

Erfreulich für Bürger und Betriebe ist, dass Grund- und Gewerbesteuer trotz der hohen Investitionen nicht erhöht werden. Erfreuliches Weihnachtsgeschenk für die Gemeinde: Der Kreistag hat am Tag vor der Wagenfelder Ratssitzung die Kreisumlage sogar auf 42,5 Prozent gesenkt – 1,5 Punkte mehr als geplant. Das entspricht unerwarteten Mehreinnahmen von etwa 112 500 Euro.

Kann alles wie geplant umgesetzt werden, wird die Gemeinde vermutlich um eine Kreditaufnahme nicht umhinkommen. Die Verwaltung hat darum die Ermächtigung für eine Kreditaufnahme in Höhe von 2,1 Millionen Euro erhalten.

Hans-Walter schellend (FDP) mahnte noch einmal, die Personalkosten im Auge zu behalten. Zwar muss eine hohe Qualifikation auch entsprechend bezahlt werden, „aber die Kosten dürfen uns nicht davon laufen“. Angesichts der Investitionen wird die Gemeinde nach seiner Einschätzung auf eine Kreditaufnahme nicht verzichten können.

Alle Fraktionen fassten sich nach ihrer Aussprache im Finanz- und Verwaltungsausschuss kurz, dankten Kämmerin Elke Schepmann für das übersichtliche Zahlenwerk sowie Verwaltung und Ratskollegen für eine gute, manchmal in der Sache kontroverse, aber immer sachliche Zusammenarbeit.

Zum Abschluss dankte Bürgermeister Matthias Kreye den Ratsmitgliedern für die vertrauensvolle Zusammenarbeit. 2019 seien bedeutsame Maßnahmen umgesetzt (Hallenbad, Sporthalle) und auf den Weg gebracht (ISEK) worden – Projekte, die die Gemeinde noch lebens- und liebenswerter machten. Sehr dankbar äußerte sich Kreye für den Beschluss, den neuen Bauhof zu bauen. Die alten Räume entsprächen nicht mehr der Zeit.

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