Fristen, Personalsuche, Hygienekonzepte

Wahlen in Corona-Zeiten: Wahlleitung der Gemeinde Wagenfeld ist mitten in den Vorbereitungen

Bei Wahlleiter Dennis Härtel und Fiona Ihlenfeld laufen die Fäden der Wahlvorbereitungen zusammen.
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Bei Wahlleiter Dennis Härtel und Fiona Ihlenfeld laufen die Fäden der Wahlvorbereitungen zusammen.

Wahlleiter Dennis Härtel und sein Team im Wagenfelder Rathaus sind mitten in den Vorbereitungen für die Bundestags- und Kommunalwahlen im September. Dabei haben sie nicht nur Fristen und Personalien im Blick, sondern auch Hygienekonzepte.

Wagenfeld – Viel zu tun hat die Wahlleitung vor jeder Kommunal- oder Bundestagswahl; in Zeiten von Corona sind die Vorbereitungen noch etwas aufwendiger. Zwar besteht die Hoffnung, dass sich die Pandemielage bis zu den Wahlterminen am 12. September (Kommunalwahlen) und 26. September (Bundestagswahl) entspannt, doch darauf verlassen kann sich niemand. Darum hat die Wahlleitung im Wagenfelder Rathaus nicht nur die üblichen Bekanntmachungen, Fristen und Personalien im Blick, sondern auch Hygienekonzepte.

„Wegen Corona brauchen wir große Räume“, nennt Fiona Ihlenfeld vom Team um Wahlleiter Dennis Härtel ein Beispiel. Die Bürger einiger Wahlbezirke werden ihre Kreuze darum dieses Mal nicht in vertrauter Umgebung machen können. Für jedes der neun Wahllokale wird ein passendes Hygienekonzept (Acrylglasscheiben, Desinfektion, Einbahnstraßenregelung) geschneidert.

Außerdem wurden die Kapazitäten für die Briefwahl aufgestockt. Bei der vergangenen Wahl hatte es nur einen Briefwahlvorstand gegeben, dieses Mal werden es vier sein. Auch das ist laut Dennis Härtel ein deutlicher Mehraufwand, denn die vier Gruppen müssen die Stimmzettel räumlich von einander getrennt auszählen und benötigen somit auch das vierfache Equipment.

WahlbezirkWahllokal
Wagenfeld - BockelGasthaus Heidekrug
Wagenfeld - MitteBewegungsraum der Auburg-Schule
Wagenfeld - FörlingenGasthaus Schusterkrug
Wagenfeld - Haßlingen ISaal ehemals Central-Hotel
Wagenfeld - NeustadtFeuerwehrgerätehaus Wagenfeld
Ströhen - MitteSporthalle Ströhen
Ströhen - ButzendorfGasthaus Störmer
Ströhen - OberbauerortTierparkrestaurant
Wagenfeld - Haßlingen IIGasthaus Wiedemann

Für die Kommunalwahlen sind (Stand April) 6150 Einwohner wahlberechtigt, für die Bundestagswahl sind es 6033. Kleine Veränderungen sind noch möglich. Wer von ihnen die Briefwahl nutzen möchte, kann die Unterlagen für Kommunal- und Bundestagswahl schriftlich oder persönlich im Rathaus beantragen. Die Unterlagen für die Kommunalwahlen werden bis zum 10. September ausgegeben. In der Vergangenheit konnten die Bürger bei persönlicher Abholung der Unterlagen direkt im Rathaus ihre Kreuze zu machen. Ob das auch in diesem Jahr möglich sei, werde noch geprüft, erklärt Dennis Härtel.

Die ersten Wahlvorbereitungen hatten im Dezember begonnen, nachdem die Ratsmitglieder Bauamtsleiter Dennis Härtel zum Wahlleiter und Kämmerin Elke Schepmann zu seiner Stellvertreterin bestimmt hatten. Seither wurden bereits einige Aufgaben abgearbeitet. So steht inzwischen die Zusammensetzung des Wahlausschusses, dessen Mitglieder die Parteien und Wählergruppen vorgeschlagen hatten. Die offizielle Bekanntmachung erfolgt in Kürze.

„Wir haben auch fast alle Wahlhelfer zusammen“, berichtet Fiona Ihlenfeld. Rund 110 Frauen und Männer braucht es für die Besetzung der neun Wahllokale und der vier Briefwahlvorstände. Ihlenfeld hat dabei zunächst auf die Liste der Helfer der vergangenen Wahl zurückgegriffen. Etwa 80 Prozent der Angeschriebenen hätten zugesagt. Die Verwaltungsmitarbeiter sind ebenfalls alle an Bord und kommen in den Briefwahlvorständen zum Einsatz. Alle Wahlhelfer sind laut Ihlenfeld ab dem 31. Mai impfberechtigt.

Nächster wichtiger Stichtag für die Kommunalwahl ist der 26. Juli. Bis dahin können Wahlvorschläge für die 20 Sitze im Gemeinderat und das Amt des Bürgermeisters bei der Wahlleitung eingereicht werden. Die örtlichen Parteien stellen bereits ihre Kandidaten zusammen, aber auch unabhängig davon können sich Bürger um einen Sitz bewerben, die mindestens 18 Jahre alt sind, den Pass eines EU-Staats besitzen und seit mindestens sechs Monaten ihren Wohnsitz in der Gemeinde haben.

Für das Amt des Bürgermeisters hat bislang nur Amtsinhaber Matthias Kreye, der von allen Ratsfraktionen unterstützt wird, seinen Hut in den Ring geworfen. Weitere Kandidaten können sich melden, müssen aber die Unterstützung von 60 Wahlberechtigten aus der Gemeinde in Form ihrer Unterschrift nachweisen, um auf dem Stimmzettel berücksichtigt zu werden.

Ob es am Wahlabend wieder eine Präsentation der Wahlergebnisse in der Auburg oder an einem anderen Ort geben wird, ist noch offen. Bei den vergangenen Wahlen war das Angebot bei den Bürgern gut angekommen. „Wir müssen prüfen, ob das möglich ist“, sagt Härtel vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie.

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