„Köpper“ geht auch ohne Stöckchen

In Wagenfeld gehen die Vierbeiner baden

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„Balu“, der braune Labrador, wagte „Köpper“ und agierte am Beckenrand wie ein Bademeister.

Wagenfeld - Die Vierbeiner, die am Sonntag zum Hundeschwimmen angemeldet waren, hatten sogar Zuschauer. Nach der positiven Resonanz im vergangenen Jahr, hatten sich zahlreiche Gruppen zum Toben und Baden angemeldet, „Köpper, Rutsche und Bahnen ziehen ging auch ohne Spielzeug“, zeigte das Bild am Sonntag im Außenbecken des Hallenfreibades Wagenfeld.

Die Freibadsaison war vorbei und bevor das Wasser aus den Becken für den Winter und Reinigungsarbeiten abgelassen wird, standen alle Zeichen auf: „Auf die Plätze, fertig, Sprung“.

Nach dem Kontrolleinlass durch Tierärztin Helga Eils und Einführung durch Hundetrainer Nils Höbel und der Aufsicht von Tom Stasik (beide Hundeinternat Antonienwald, Wagenfeld) hieß es: Leinen los und ab ins kühle Nass für die Vierbeiner.

Wie bei den Menschen kristallisierten sich schnell Bade- und Schwimmtypen heraus. „Jessy“, ein heller Labrador aus Barver, war mit der gesamten Familie da, Vater, Mutter, zwei Töchter und eine echte „Wasserratte“. Vom Rand springen, für sie kein Problem, dann schwamm sie durchs Becken auf Zuruf.

„Balu“, der braune Labrador eines jungen Paares, wagte Köpper, hielt die anderen am Rand nebenbei in Schach, agierte wie ein Bademeister. Er versuchte sogar die kleine rote Kinderrutsche und „Platsch“, drin war er wieder im nassen Element. „Max“, ein Altdeutscher Schäferhund, war Wellness-Profi: Er ging gemächlich die Treppe hinunter, zog ruhig und zielorientiert seine Runden. Max wohnt in Wagenfeld.

In Hundetrainer Höbels Verhaltens-Anweisung im Bad hatte es geheißen: Wasser für Menschen tabu, Halsband oder Geschirr zum Rausheben erlaubt, Spielzeug unerwünscht, wenn es Ärger gibt, schreite ich ein zwischen den Hunden.

Die Hundebesitzer hatten sich im Vorfeld telefonisch angemeldet und kamen entweder wie die Lauf-Spiel-Gruppe von Brigitte Balzereit der Hundeschule Antonienwald in der Gruppe oder gemischte Gruppen aus Einzelhunden formierten sich. Badezeit für alle Gruppen jeweils eine Stunde. Für den Nachmittag hatte sich eine „Baby-Schwimmgruppe“, sprich Welpen, angemeldet.

Die Aktion hatte sogar einen Nachhaltigkeitsgedanken: Warum nicht das Wasser für Spiel, Spaß und Schwimmtraining für die treuen Begleiter der Menschen nutzen? Früher badete ja auch eine ganze Familie in einer Zinkwannenfüllung… Da war das Fazit aber immer: Den Letzten beißen die Hunde.  

sbb

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