17 Schüler überzeugen mit Klassikern und Fantasien

Klavierschüler bezaubern ihr Publikum in der Auburg

Caroline Häberle (l.) mit ihren Klavierschülern nach dem Konzert. - Foto: Brauns-Bömermann

Wagenfeld - Von Simone Brauns-Bömermann. Die Klavierschüler von Caroline Häberle bilden mit ihren Konzerten in der Auburg seit Jahren eine feste Größe. Am Samstagabend hieß es in dem geschichtsträchtigen Haus wieder: Bühne und Tasten frei für engagierte Klavierschüler.

Nach dem Konzert der 17 Schüler, die mit Verbeugung die Bühne betraten und verließen und mit ihrem Spiel in der Zwischenzeit mit Klassikern und Fantasien verzauberten, resümierte Häberle: „Danke euch allen für eure Mühe und euren Fleiß.“ Das kam ganz aus dem Herzen, denn Caroline Häberle verlangt viel, gibt aber umso mehr an ihre Schüler.

Im Publikum immer genauso fleißig: Eltern, Geschwister und Großeltern, manchmal sogar Freunde der älteren Musikschüler.

Für den Auftritt „in Schale geworfen“, konzentriert und gut vorbereitet spielen sie vor und die Begeisterung des Publikums ist groß. Von zart bis sehr fortgeschritten erlebten die Zuhörer des musikalischen Nachwuchs-Konzertes die Schüler. Früh- bis spätromantische Meister wie Frederic Chopin, Robert Schumann, Felix Mendelssohn Bartholdy und Edvard Grieg fanden in dem Konzert Eingang. Mit Domenico Scarlatti kam ein Komponist mit Brückenfunktion zwischen Barock und Klassik zum Vortrag. Sergei Eduardowitsch Bortkiewicz, als ukrainischer Komponist der romantischen Epoche hier eher unbekannt, wurde von Natalie Taag zitiert. Adelina Stel spielte die Konzertetüde op. 72 in d-moll von Moritz Moczkowski. Dem Komponisten und seinem Werk widmet sich Bojan Assenow in seiner Dissertationsschrift. „Die Wissenschaft hat sein kompositorisches Werk bisher nicht seiner zeitgenössischen Bedeutung entsprechend gewürdigt“, beschreibt er im Vorwort. Anna Stoppel suchte mit Edvard Griegs Stück „Schmetterling“ den lyrischen Frühling für sich und fürs Publikum. Lara Krause ließ mit dem Flügel „Die große Turmuhr“ schlagen. Rodion Konstantinowitsch Schtschedrin, der noch lebende russische Komponist, spielte Anita Krause „Spielen wir eine Oper von Rossini“.

Mit Chopins bekanntestem Werk Fantaisie-Impromptu cis-Moll endet das Schülerkonzert mit Luisa Bittels „Tiefflug über die Tasten“, mit einem Exkurs in die Polyrhythmik, wenn beide Hände scheinbar völlig unabhängig voneinander zu agieren beginnen, als ob sie zwei einander konträre Rhythmen schichten. Was als Herzrasen, Unruhe und Nervosität beginnt, endet in strukturierter Ruhe. Weitere musikalische Gäste im Konzert sind „Der Hofnarr“, den Michelle Gelwer präsentierte, „Der Gadulkaspieler“ (Gadulka = bulgarisches Streichinstrument), „Der wilde Reiter“ von Robert Schumann und eine „alte Bekannte“ von Ludwig van Beethoven: „Für Elise“ in aller Schönheit und Länge. „Lieder ohne Worte“, „Valse“ und „Polka“ runden die Vorträge ab, wenn es hakte, erklang aus dem Font von Häberle: „Von vorne Schätzchen.“ Oder: „Starte an anderer Stelle neu.“ „Die Kinder haben für das Konzert auch in den Ferien geübt“, schließt die einfühlsame und konsequente Lehrerin.

Hilfsbereit sind in der Community um Häberle alle: „Vier Mann, vier Ecken“, das Motto nach Schluss des Konzertes der Väter, den Flügel wieder auf seine neuen breiten Füße zu hieven: „Hau ruck…“, man will ja wieder Gast sein in der Auburg.

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