Jubiläen in Wagenfelder Spinnereien

„195 Arbeitsjahre an einem Tisch“

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Die Arbeitsjubilare Ulrike Schwarze, Helga Tödtemann und Olaf Volkmann (vorn v.l.), dahinter die Geschäftsführer Dietmar Weber, Gerhard Körner, Friedrich Körner (v.l.) sowie Betriebsratvorsitzende Stefanie Wilke.

Wagenfeld - „195 Arbeitsjahre an einem Tisch, das ist schon eine stattliche Zahl“, bemerkte Dietmar Weber, Geschäftsführer der Wagenfelder Spinnereien, bei der Ehrung von sechs langjährigen Mitarbeitern. „Sie arbeiten schon lange zusammen, kennen sich aber Kaum“, Weber mit Blick auf die einzelnen Abteilungen. Deren Abhängigkeiten würden aber am Jubilartisch deutlich.

Ulrike Schwarze, Leiterin der Buchhaltung, gehört dem Unternehmen seit 40 Jahren an. Sie begann mit 16 Jahren eine Lehre und arbeitete danach kurz in der Disposition, bevor sie in die Buchhaltung kam. Hier erlebte „die Herrscherin der Zahlen“, wie Geschäftsführer Gerhard Körner sie liebevoll nannte, die ständigen Wechsel in der EDV mit. „Jetzt sind wir auf dem neuesten Stand“, betonte Schwarze.

Unterstützung erhält sie in der Buchhaltung von Helga Tödtemann, die der Firma ebenfalls seit 40 Jahren angehört. Sie begann dort ihre berufliche Laufbahn mit 15 Jahren mit einer Lehre in der Disposition. Hier lag ihr Aufgabengebiet über 25 Jahre, danach wechselte sie in die Buchhaltung, wo ihr das Mahnwesen obliegt.

„Außenstehende sehen kaum, welche Arbeit in der Buchhaltung geleistet wird“, meinte Dietmar Weber zum Betätigungsfeld beider Jubilarinnen.

Von der Software-Seite hat Susanne Scheland alle Entwicklungen innerhalb des Unternehmens mitgemacht. Sie hat sich in den 30 Jahren der Firmenzugehörigkeit viel technisches Verständnis angeeignet, nach einer zweieinhalbjährigen Ausbildung mit Schwerpunkt in der Technikabteilung. „Sie sind sozusagen die drei rechten Hände der Geschäftsführung“, scherzte Geschäftsführer Friedrich Körner. „Dabei bin ich Linkshänderin“, warf Susanne Scheland lachend ein.

Auf 30 Jahre Betriebszugehörigkeit bringt es auch Jens Kruse, der seit 20 Jahren im Versand tätig ist. Ausgebildet wurde er als Maschinenführer und Mechaniker. In der Firma hat er viele Stationen durchlaufen. Dies zeugt laut Geschäftsleitung von einem gesunden Selbstbewusstsein. „Entscheidend im Versand ist, Fehler zu erkennen“, betonte Friedrich Körner. „Bei der Warenkontrolle ist ein geschultes Auge vonnöten“, ergänzte Geschäftsführer Weber.

Bernd Fehner begann vor 30 Jahren seine Ausbildung als „Betriebsschlosser für alles“. Heute ist er verantwortlich für die Wartung der Spulautomaten, der Spulfixiermaschinen sowie der Zwirnmaschinen – insgesamt mehr als 30. Während seines bisherigen Berufslebens hat er mehrere Maschinengenerationen kennengelernt.

„Wichtig ist es, ein Auge für die Qualität des Fließes zu haben“, sagt Dietmar Weber zur Arbeit von Olaf Volkmann aus der Krempelei. Nach seiner Ausbildung mit 15 Jahren ist dieser dort hängen geblieben und gehört dem Betrieb jetzt 25 Jahre an. Als Vorarbeiter sei Volkmann jeden Tag mit etwas Neuem und allen Materialien konfrontiert, erläuterte Weber.

Allen Jubilaren sprach Weber seitens der Geschäftsleitung noch einmal seinen Dank aus und er hoffe, „dass es auf dem derzeitigen Niveau bleibt. Darüber würden wir uns freuen.“ Die Treue zum Unternehmen wertete er als Zeichen für ein gutes Betriebsklima und für eine interessante Arbeit.

„Wer sieht, dass die Arbeit sinnvoll ist, dem geht sie auch leichter von der Hand“, meinte Friedrich Körner.

hwb

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