Eigentümer von „Abrissgebäuden“ wollen Klarheit

ISEK: Rat gibt grünes Licht für Antragstellung

Es ist eine zeitliche Punktlandung. Der Rat der Gemeinde Wagenfeld hat am Dienstagabend einstimmig das Integrierte Städtebauliche Entwicklungskonzept (ISEK) beschlossen und die Verwaltung beauftragt, einen Antrag für die Aufnahme in das Städtebauförderprogramm „Aktive Stadt- und Ortsteilzentren“ zu stellen. Der muss bis zum 1. Juni bei der Genehmigungsbehörde in Hildesheim eingegangen sein.

Wagenfeld - Mit seinem Votum verpflichtete sich der Rat zugleich, im Fall eines positiven Bescheids den kommunalen Eigenanteil für Sanierungsmaßnahmen in Höhe von rund 2,3 Millionen Euro (ein Drittel der Gesamtinvestition) über einen Zeitraum von etwa zehn Jahren zur Verfügung zu stellen.

Es war ein anspruchsvoller Zeitrahmen, den sich Verwaltung und Politik vor fast genau einem Jahr mit ihrer Entscheidung für ein ISEK gesteckt hatten. Nach zwei Workshops, in denen Einwohner Problemzonen benannten und Lösungsmöglichkeiten erarbeiteten, sowie diversen Gesprächen zwischen Verwaltung und dem Vechtaer Planungsbüro Kolhoff liegt nun ein Konzept vor, das sowohl die Stärken als auch die wesentlichen „Baustellen“ im Ortskern beschreibt und Vorschläge für deren Behebung unterbreitet (wir berichteten).

Ziele des Konzepts sind vor allem eine Verbesserung der Aufenthaltsqualität – zum Beispiel durch eine grüne Zone – und der Verkehrssicherheit. Ein besonderes Augenmerk wurde auf sichere Schulwege abseits der viel befahrenen B 239 gelegt.

Darüber hinaus befasst sich das ISEK mit mangelhaften Gebäuden entlang der B 239. Für einige wird eine Sanierung vorgeschlagen, für andere empfehlen die Planer einen Abriss. Wie genau man denn mit diesen „Abrissgebäuden“ umzugehen gedenke, fragte Thorsten Paulussen (FDP). Planer Matthias Kolhoff nannte zwei Möglichkeiten: Die Gemeinde kauft die Grundstücke und entwickelt sie selbst oder die Eigentümer legen Hand an und erhalten dafür 25 Prozent Förderung. Das alles natürlich nur unter der Voraussetzung, dass die Eigentümer etwas verändern wollen.

Bürgermeister Matthias Kreye betonte in diesem Zusammenhang, dass es sich beim ISEK nur um ein Konzept handelt. Die Detailplanung werde selbstverständlich in Absprache mit den Eigentümern erfolgen. Einige von ihnen nahmen an der Sitzung am Dienstag teil und bekundeten ihre Ungeduld. Denn wer bereits Maßnahmen plant und Förderung haben möchte, muss warten. Es gebe zwar ein Konzept für die nächsten Jahre, aber man brauche zeitnah eine Antwort, welche Maßnahmen konkret umgesetzt werden sollen. „Wir müssen irgendwann auch mal wissen, woran wir sind“, sagte Marita Kleemeyer. Der Bürgermeister sicherte zeitnahe Gespräche zu.

Walter Tödtemann nutzte die Bürgerfragestunde, um die Einrichtung eines Kreisverkehrs im Bereich B 239/Oppenweher Straße anzuregen. Dann würde sich der Verkehr etwas verlangsamen und auch besser fließen. Denn zu bestimmten Zeiten sei es derzeit aufgrund des hohen Verkehrsaufkommens schwierig, auf die Bundesstraße einzubiegen.  mer

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