Abschluss der Projekttage an der Grundschule Ströhen

Donnerstag große „Trommelabenteuerreise“

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Trommeln, was das Zeug hält ist in dieser Woche bei den Projekttagen an der Grundschule Ströhen angesagt.

Ströhen - Getrommelt, was das Zeug hält, wird seit Montag an der Grundschule in Ströhen. Denn das musikpädagogische Projekt „Trommelabenteuerreise“ soll nicht nur ganzheitliches Lernen und einen wertschätzenden und sensiblen Umgang mit kultureller Vielfalt fördern, sondern auch ein ganz starkes Gemeinschaftsgefühl hervorbringen.

Zum Abschluss wird am Donnerstag um 15 Uhr in der Turnhalle die große „Trommelabenteuerreise“ starten, zu der alle Eltern, Geschwister, Verwandte, Freunde und Bekannte herzlich eingeladen sind. „Die rund einstündige Aufführung verspricht jede Menge mitreißende Rhythmen und Begeisterung“, ist sich Schulleiterin Waltraud Geers sicher, dass die Reise zum Sonnen-Mond-Fest auf der Insel „Sunnymoon“ für die Kinder aller vier Jahrgangsstufen und ihre Gäste zu einem unvergesslichen Trommelerlebnis werden wird.

Trommelwelt aus Köln ist Projektpartner

„Spaß und Begeisterung aller Kinder an ein und derselben Sache steht bei diesem Projekt im Vordergrund“, unterstreicht auch Mario Argandoña von der „Argandoña Trommelwelt“ aus Köln, die die Bildungseinrichtung als Partner für das Projekt gewinnen konnte. „Es spielt keine Rolle, ob einer ‚der Coole’, ‚der Schlaue’, das ‚graue Mäuschen’, Deutscher oder Ausländer ist. Hier lernen die Kinder, sich und ihre Fähigkeiten, aber auch ihre Mitschüler völlig neu zu entdecken“, so der gebürtige Chilene, der seit mehr als 40 Jahren in Deutschland lebt. „Die Kinder werden bei der Aufführung ein ganz großes Gemeinschaftserlebnis haben und selbstbewusster aus dem Projekt hervorgehen.“

Körper und Geist in Einklang zu bringen, hat sich Argandoña mit seiner musikpädagogischen Arbeit auf die Fahnen geschrieben. „Heutzutage wird in Schulen sehr viel mit dem Kopf gearbeitet, mit unserem Projekt wollen wir das ganzheitliche Lernen ermöglichen“, so der Vollblutmusiker, der in früheren Zeiten bei „Deep Purple“, den „Scorpions“, „BAP“, „Fury in the Slaughterhouse“ und weiteren musikalischen Größen trommelte und die Hauptrolle in der chilenischen Version von „Jesus Christ Superstar“ spielte. „Irgendwann war ich das Tourneeleben leid. Als Familienmensch hab ich mich dann der musikpädagogischen Arbeit zugewandt“, erzählt er über seinen Karrierewandel, in dem das Trommeln auf keinen Fall fehlen durfte.

Interesse geht über die Musikinstrumente hinaus

„Es macht unwahrscheinlich Spaß, sich den ganzen morgen im Unterricht bewegen und mit den Trommeln laute Klänge produzieren zu dürfen“, sind die Viertklässlerinnen Leonie, Malin, Josephine und Alisera begeistert. Doch nicht nur an den Musikinstrumenten, sondern auch an Mario Argandoña selbst sind die Kinder brennend interessiert, suchen in den Pausen immer wieder das Gespräch. „Bist Du Ausländer? Sind Deine Zöpfe echt?“ – Quasi ganz nebenbei entwickelt sich so eine positive Begegnung mit anderen Nationalitäten. Und nicht nur das: Sich in den verschiedensten Sprachen freundschaftlich zu begrüßen – auch das, haben die Schülerinnen und Schüler gelernt.

Vier Vormittage lang übten sich die Mädchen und Jungen für die große Aufführung im Trommeln, Tanzen und Singen. Dazu wurden Tonaufnahmen von Textpassagen gemacht, die bei der Abschlussveranstaltung eingespielt werden. „So machen die Kinder mit ihrer Stimme ganz neue Erfahrungen“, weiß Mario Argandoña.

Bereits vor den Osterferien hatten die Kinder mit dem Kollegium Kulissen und mit Hilfe der Eltern Kostüme für den großen Auftritt gefertigt.

Art

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