Heute Eröffnung und Start in die Saison der „Moorwelten“ in Ströhen

Förderverein legt letzte Hand an den Barfußpark

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Etwa 15 freiwillige Helfer aus den Reihen des Fördervereins des Europäischen Fachzentrums Moor und Klima arbeiteten sich buchstäblich durch den frisch angelegten Barfußpark an den „Moorwelten“. Hark-, Pflanz- und Säharbeiten, Hölzer rücken, Steine schleppen und schwere Gartenhandarbeit waren unter den ersten sehr warmen Sonnenstrahlen am Donnerstag gefragt.

Ströhen - „Hat jemand vielleicht spontan noch eine Fräse da?“, eine der Fragen der freiwilligen Fördervereinsmitglieder „Moorwelten“, Europäischen Fachzentrums Moor und Klima (EFMK), am Donnerstag.

Per Hand und mit Hilfe der beauftragten Firma Tasche aus Diepholz hatten die etwa 15 Freiwilligen schon sehr viel geschafft, aber als dann die Blühsaatgutmischung der Jägerschaft Syke von Carola Wolf übergeben wurde, packte sie der Ehrgeiz. Gerne hätten sie noch eine zur Moorbahn parallel verlaufende Grünfläche umgebrochen. Doch eigentlich hatten sie Arbeit genug zur offiziellen Eröffnung des Barfußparks an den „Moorwelten“.

Also wieder an die Harken, Erde, Beete, Wege glätten, Holzschredder schaufeln, letzte Pflänzlein setzen und sähen. Zur spontanen Aktion hatte der Förderverein vertreten durch den Vorsitzenden Detlef Tänzer aufgerufen, damit letzte „Hand“ zur Fertigstellung des Barfußparks angelegt werden konnte. Heute, wenn der große Saisonstart mit Eröffnung des „Moorwelten“-Barfußparks anläuft, die ersten Gäste dem Barfußpfad gefolgt sind und mit schwarzen Füßen an den Hydranten ankommen, geht der Spaß für alle los.

Start und Ziel werden die alten, renovierten Hydranten mit jeweils sechs Fuß- und Handwaschplätzen und Bänken aus Eichenstämmen sein. Dazwischen Stationen, die zum Ziel das Erlernen mit allen Sinnen haben. „Ertasten, erfühlen, erkennen“, so bezeichnet es Tänzer, der schon mal die Matschkuhle ausprobiert.

Würde man den Park aus der Vogelperspektive beschauen, sähe man, dass die Pfade sich an der Morphologie eines Torfmooses orientieren. „Die Wege sind wie die Stiele, die Beete zeichnen die Spitzen der Moose wieder“, so Tänzer.

Tatsächlich gibt es dann auch noch das Zwei-Wege-Konzept: Nämlich mitten durch, durch Sumpfpfuhl, Moorkuhle, über Sand, Schredder, Grauwacke, Klinker, Kiesel, Granit, Glasscherben, Schafwolle, Erde, Torf und mehr. Wer das nicht mag und die Schuhe lieber anbehält oder mit Handicap unterwegs ist, der kann sich parallel den Spaß der anderen vom festen Weg aus ansehen und partizipieren.

„Moorwelten“: Eröffnung des Barfußparks in Ströhen

Im Kranichgewässer, wo alle sicher auf einem Bein stehen und hoffentlich nicht einschlafen, wird es lustig. Es wird noch nicht alles grün sein, geschweige denn blühen, aber ein erster Eindruck vom Barfußpark lädt zum zweiten Besuch ein. Vom Duftgarten, geht es zum Beerengarten, der zur Erntezeit zum „Naschen“ einlädt. Der Prairie-Garten zeigt Gräser und Stauden. Sandhaufen und -kuhlen mit Findlingen zum Klettern stehen für die Nacheiszeit. „Wir konnten sogar sehr altes Holzwurzelwerk von Weiden und Birken finden“, so Tänzer. Diese abstrakten Gebilde geben dem Park eine besondere Note.

Neben dem Spielplatz, der der Gastronomie in Richtung Moorbahn-Haltestelle zugeordnet ist, besitzt auch der Barfußpark einen Natur-Kletter-Parcours. Unterschiedlich hohe Baumstämme laden zum Hüpfen und Klettern ein, Sandkuhle und Kletterseile zum Toben.

Und dann liegt da noch ein Haufen nicht zugeordneter Findlinge. „Wir planen für den außerschulischen Lernort eine Art Beratungsstätte wie früher die Germanischen Thingstätten“, also eine im Rund angeordnete Stätte mit steinernen Sitzgelegenheiten.

Mit dem Arbeitseinsatz der freiwilligen Mitglieder erfuhren die „Moorwelten“ mit Blick auf den Saisonauftakt einen echten Mehrwert. Sichtbar, tastbar, fühlbar, erlebbar.

sbb

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