Dienstleistungszentrum feiert Geburtstag

Heimat für Kunst und Kultur

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Brigitte Cording, Geschäftsführerin des Dienstleistungszentrums, und Wagenfelds Bürgermeister Matthias Kreye feierten mit zahlreichen Gästen zehn Jahre Kunst und Kultur im DLZ. 

Wagenfeld - Von Simone Brauns-Bömermann. Schon längst ist keinem Bürger Wagenfelds oder Gast in der Gemeinde entgangen: Wagenfeld hat ein Haus für die Kunst. Das ist nicht ganz richtig, denn eigentlich hat es gleich zwei mit der Auburg, aber das Dienstleistungszentrum (DLZ) feierte am Donnerstagabend mit unzähligen Gästen sein zehnjähriges Jubiläum. Mit dem Geburtstag feiert aber nicht nur das kulturelle Angebot im DLZ eine Erfolgsgeschichte, sondern auch das Konstrukt DLZ aus Dienstleistern und Gemeindeverwaltung.

Die Geschäftsführer der „DLZ Verwaltungs GmbH“, Brigitte Cording und Thorsten Paulussen, begrüßten so viele Gäste im Foyer, der Empore, den Gängen und der Freitreppe, dass die Türen offenblieben. Das erste Wort hatte Bürgermeister Matthias Kreye: „So viele Menschen habe ich hier noch nie gesehen“, sein Kommentar zu der Schar der Gäste. Sein Dank ging an die Organisatoren, dass sie mit ihrem Engagement so viel kulturelle Abwechslung im wörtlichen Sinn „an die Wände“ gebracht hatten. „Es ist immer ein besonderes kulturelles Erlebnis, wenn man aus den verschiedensten Gründen ins DLZ kommt“, sagte er mit Blick auf die beiden federführenden Damen, Brigitte Cording als Geschäftsführerin des DLZ, Akteurin im Kulturkreis Auburg und Organisatorin der Ausstellungen im DLZ, und Brunhild Buhre vom Verein „Kunst in der Provinz“. „Ich finde es wunderbar, wie übergreifend Kunst hier agiert, wenn Chöre oder Ensembles die Kunstausstellungen eröffnen und eine Plattform für Nachwuchskünstler entstand.“

„Ich habe mich durch die Kunst verändert“

„Ich habe mich durch die Kunst verändert“, erwiderte Brigitte Cording und unterstrich damit die Lust und Leidenschaft an ihrer Organisationsarbeit. Bescheiden, aber mit erhobenem Haupt, unterstrich sie: „Das Haus wurde mit der Kunst zum Haus der Kunst“. Das Jubiläum feierten die Gäste mit der Eröffnung der Jubiläumsausstellung „Malerei und Skulpturen“ mit Werken der Künstlerinnen Carola Ludewig aus Diepholz, Gabriele Wieseke aus Berlin und Ursel Wunsch-Bertram aus Weyhe (gesonderter Bericht folgt). 

Die Vielzahl der unterschiedlichen Künstler, die bereits im DLZ ausstellten seit dem Tag der ersten Ausstellung am 29. März 2007, wird vom Verein „Kunst in der Provinz“ organisiert. Zu den Anfängen der Kooperation mit dem DLZ vor zehn Jahren erinnerte sich Brunhild Buhre: „Ich erinnere mich ganz genau, dass wir vom Verein mit den Vertretern des DLZ über die Kooperation nachdachten.“ Eigentlich war die Entscheidung nach der Sichtung der lichten Räume und den weißen Wänden aber schon längst gefallen gewesen, erläuterte die Vorsitzende. Sie verwies dabei auf die Liste der „tollen“ Kooperationspartner mit dem Kunstverein in Sachen Immobilie für die Ausstellungen: Das Diepholzer Rathaus, das Kreismuseum, die Wassermühle Sudweyhe, die Galerie im Feuerwehrhaus in Sulingen und das DLZ. „Die erste Ausstellung hier war eine Fotodokumentation von Hans-Jürgen Dehn 2007.

40 Ausstellungen mit 139 Künstlern erlebt

Inklusive der aktuellen Ausstellung blickt das DLZ auf 40 Ausstellungen mit 139 Künstlern mit einer Vielfalt an Kunstrichtungen: Malerei, Fotografie, Objektkunst, Installation, Bildhauerei, Performance, begleitet von Literatur oder Musik. „Mit der Möglichkeit der Ausstellung im öffentlichen Raum, rückt die Kunst in den Mittelpunkt des regionalen Kulturbetriebes“, so Buhre. Das bestätigte Thorsten Paulussen in der Retrospektive auf die Bauplanung: „Da stand schon fest, die Wände sind für Kunst reserviert, für die Belebung der Sinne im geschäftigen Alltag.“ Er lenkte den Blick in den Vorgartenbereich des DLZ: „Hier steht jetzt das DLZ, quadratisch, praktisch, gut. Im Grün, und das ist auch Brigitte Cording zu verdanken, denn Brigitte kann auch Grün.“

Die Mieter und Mitarbeiter des DLZ hatten am Abend mit den Gästen viel zu tun, verfassten aber in der für das Jubiläum gedruckten Festschrift ein sinngefülltes Grußwort: „Jede Ausstellung ist eine Begegnung mit neuen Ideen, mit ungewöhnlichen Sinneseindrücken, mit fremden Ein- und Ausdrücken. Kunst bereichert unsere Erfahrungswelt und wir freuen uns, dass hier nicht nur Dienstleistung stattfindet, sondern ein Austausch von Gefühlen und Gedanken.“ Dass die Gemeinde sich als Mieter für eine Verlängerung des Mietvertrages bis 2031 ausgesprochen hatte, schafft eine gute Basis fürs „Weitermachen“ mit Kunst und Kultur im DLZ.

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