Hebel wieder auf „Power-Modus“

Moorbahn ab 1. April regelmäßig unterwegs

+
Ab dem 1. April nimmt die historische Moorbahn wieder ihren regelmäßigen Betrieb auf.

Ströhen - Ein offizielles „Frühlingserwachen“ gibt es im Europäischen Fachzentrum Moor und Klima (EFMK) in Ströhen zwar nicht, doch der 1. April soll der Tag sein, an dem in den „Moorwelten“ die Hebel wieder auf „Power-Modus“ umgelegt werden.

„Allein schon, weil vom 1. April an die historische Moorbahn wieder ihren regelmäßigen Betrieb aufnimmt“, kündigt „Moorwelten“-Leiter Reiner Kowarik in einer Pressemitteilung an.

Regelmäßige Fahrten von Dienstag bis Sonntag

Begünstigt durch das frühlingshafte Wetter ist sein Mitarbeiter-Team derzeit mit Hochdruck dabei, in den EFMK-Einrichtungen im Außenbereich die Spuren des Winters zu beseitigen.

In den zurückliegenden Wochen war die historische Moorbahn nur auf Anfragen von Gruppen und Einzelpersonen unterwegs. Vom 1. April an fährt sie wieder regelmäßig von dienstags bis sonntags. Gäste können um 14 Uhr am Lokschuppen oder eine Viertelstunde später am Bahnhof „Moorwelten“ zusteigen. Ziel ist der Aussichtsturm im Bereich der Schäferei Teerling.

Samstags, sonntags und an Feiertagen sind Diesellok und die teilweise durch Planen inzwischen wetterfest gemachten Waggons zur Personenbeförderung zwei Mal im Einsatz: Nachmittags und vormittags. Die Moorbahn startet dann auch bereits um 11.30 Uhr beim Lokschuppen und um 11.45 Uhr beim Europäischen Fachzentrum Moor und Klima. „Auf Anfrage sind für interessierte Gruppen aber auch individuelle Moortouren außerhalb der feststehenden Zeiten möglich“, teilt Reiner Kowarik mit.

Auf direktem Weg ins Naturschutzgebiet

Mit der historischen Moorbahn wurden in früheren Jahren voll beladene Torfloren aus der Weite des Moores zum ehemaligen Ströher Bahnhof transportiert. Bei der touristischen Nutzung geht es heute mit einer „Reise-Geschwindigkeit“ von sechs Kilometern in der Stunde gemütlich auf direktem Wege ins Naturschutzgebiet „Neustädter Moor“.

„Während der etwa 30-minütigen Tour kommt es immer mal wieder vor, dass die Bahn auf der dreieinhalb Kilometer langen Strecke einen unvorhergesehenen Stopp einlegen muss – wenn die vielköpfige Moorschnuckenherde der Schäferei Teerling auf ihrem Weg in die Naturschutzflächen die Bahn kreuzt und entlang der Gleise langsam an den Fahrgästen vorbeizieht. „Das ist immer ein ganz besonderes Erlebnis“, weiß Kowarik.

Am Ziel haben die Besucher die Möglichkeit, zunächst von der Aussichtsplattform ihre Blicke über die Weite der renaturierten Naturschutzflächen schweifen zu lassen und anschließend den besonderen Naturraum hautnah vom „Moorpadd“ aus zu erkunden. Der Lehr- und Erlebnispfad durch den hochmoortypischen Lebensraum mit seiner spezifischen Tier- und Pflanzenwelt ist mit Informationen über die Entstehung aber auch über den Wandel vom früheren Torfabbau bis zum heutigen Naturschutzauftrag gespickt.

Über wabernden Moorboden

Bei der Bewältigung der Moorloipe, einem Holzweg nach schwedischem Vorbild, geht es zu Fuß über wabernden Moorboden, über Holzhäcksel-Etappen und über Brücken – vorbei an verschiedenen Aktionsstationen und Infopunkten, an denen die Comicfigur „Karlo“ über die Eigenarten und Besonderheiten des Lebensraums Hochmoor informiert. „Ziel ist es, die Besucher für die Maßnahmen zum Erhalt des einzigartigen Naturraums zu sensibilisieren“, betont der „Moorwelten“-Leiter.

Nach der etwa zweistündigen Moor-Exkursion sollten es die Moorbahn-Passagiere auf dem Rückweg nicht versäumen, das historische Gefährt beim EFMK zu verlassen, um sich einen Überblick über die ständigen Angebote der im Oktober 2014 eingeweihten „Moorwelten“ zu verschaffen: Multimediashow mit spannenden Fakten und Geschichten aus und über das Moor, interaktiv präsentierte Themen zur mehr als 30-jährigen Erfolgsgeschichte der Moor-Renaturierung durch den BUND Diepholzer Moorniederung, Wissenschafts- und Forschungsauftrag des EFMK, „Moorwelten“-Quiz, mit allen Sinnen den Barfußpark im Außenbereich erspüren, spielerisch die „Moorschnucken-Erlebniswelt“, den Freizeitspaß für Jung und Alt, erleben, im „Torfmoos-Klassenzimmer“ außerschulisch dem eigenen Forschungstrieb freien Lauf lassen und den informativen Tag mit einem deftigen Mittagessen oder bei Kaffee und Kuchen im „Moorwelten“-Bistro ausklingen zu lassen.

Weitere Informationen über geführte Moor-Exkursionen, die Bedeutung der Diepholzer Moorniederung als Rastplatz für Kraniche auf dem Weg zu ihren Brutgebieten, über Öffnungszeiten und Barrierefreiheit sowie die ständigen EFMK-Angebote sind auf der Website der Moorwelten nachzulesen.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema:

Für das Hurricane-Festival feiern und zelten die Fans im Matsch

Für das Hurricane-Festival feiern und zelten die Fans im Matsch

Clueso und Imagine Dragons auf dem Hurricane Festival

Clueso und Imagine Dragons auf dem Hurricane Festival

Hurricane Festival: Walking Acts heizen ein

Hurricane Festival: Walking Acts heizen ein

Hurricane-Festival: Konzerte am Freitag

Hurricane-Festival: Konzerte am Freitag

Meistgelesene Artikel

Abiturienten der KGS Leeste feiern bis in die Morgenstunden

Abiturienten der KGS Leeste feiern bis in die Morgenstunden

Fahrkartenautomat am Syker Bahnhof geprengt

Fahrkartenautomat am Syker Bahnhof geprengt

Nitrat-Gehalt immer im Blick

Nitrat-Gehalt immer im Blick

Kommentare