Ex-Teamweltmeister als Überraschungsgast

Gut 50 Fahrer beim Ostertraining des MSC Heidering

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Die Trainingsläufe der Speedkarts waren auf dem Heidering wieder ein Hingucker. Beim Ostertraining mussten sie sich die Aufmerksamkeit der Besucher noch mit den Zweirädern teilen, am 9. Juni veranstaltet der MSC ein Event nur für Vierräder.

Wagenfeld - Mit Enrico Janoschka hat sich ein weiterer ehemaliger Spitzenfahrer aus der Motorsportszene ins Gästebuch der Wagenfelder Motorsportverrückten vom Heidering eingeschrieben. Er war am Karsamstag Überraschungsgast beim Ostertraining.

Janoschka, der Ende 2016 seine Karriere im Motorsport an den Nagel gehängt hat, kann auf eine Karriere zurückblicken, die es in sich hatte. Der 1975 in Güstrow geborene Rennfahrer begann 1990 in der Nationalen B-Lizenz Solo und gewann 1995 die Deutsche Langbahn-Juniorenmeisterschaft, die es ihm ermöglichte, ab 1996 in der internationalen Klasse zu fahren. 

Im Jahr 2000 gewann er mit dem dritten Platz bei der Grasbahn-EM erstmals eine internationale Medaille. Seine größten Erfolge waren Siege bei der Langbahn-Team-Weltmeisterschaft 2007 und 2009. Auf dem Bergring Teterow gewann er 2007 bis 2009 dreimal das Grüne Band und den Bergring-Pokal.

Bahnsprecher Lars Klimek interviewt Teamweltmeister Enrico Janoschka.

Den Kontakt zu Janoschka knüpfte der Vorsitzende des MSC Heiderings, Jürgen Stumpe, bei einer Rennveranstaltung in Vechta, bei der beide ein wenig fachsimpelten. Ein Wort gab das andere, und schließlich gab Janoschka sein Versprechen, einmal beim Ostertraining dabei zu sein und vielleicht ein paar Runden zu drehen. Und so kam es nun am Karsamstag.

Nachdem alle offiziellen Trainingsläufe absolviert waren, machten es die Bahnsprecher und Moderatoren Lars Klimek und Patrick Roth spannend. Erst nach einer Testrunde ließ Klimek die Katze aus dem Sack und verriet, wer gerade übers Oval fegte. Begeistert sahen die Zuschauer zu, wie der ehemalige Weltmeister seine Runden zog.

Aber auch alle weiteren Läufe hatten für Spannung gesorgt. Gut 50 Fahrer starteten in den Klassen A-Junioren bis A-Lizensler, Gespanne und Speedkarts und verbreiteten diesen „Duft“ von Ethanol über dem Heidering, den alle Motorsportler und Fans so sehnsüchtig erwartet hatten.

Neben Teilnehmern aus Deutschland und den Niederlanden rollten erstmals zwei A-Lizenz-Inhaber aus Finnland zur Startaufstellung. Sie hätten bei einem anderen Rennen gehört, wie schön es auf dem Heidering in Wagenfeld sei und was für eine tolle Organisation für nur ein Training jedes Jahr aufs Neue auf die Beine gestellt werde, berichteten sie. Schnell sei für sie klar gewesen, dass sie das auch einmal miterleben wollten. Die Veranstaltung sei die rund 2 000 Kilometer lange Anreise Wert gewesen, waren sich beide Fahrer am Abend einig.

Gekonnt driften die Fahren im Kampf um Top-Zeiten durch die Kurven.

So etwas hören die Macher um Jürgen Stumpe natürlich gerne. „Wenn wir so etwas hören, wissen wir, wofür wir die ganze Arbeit in den Wochen vor Ostern gemacht haben“, sagt Pressesprecherin Corinna Wennmann. „Leider haben in den vergangenen Monaten sehr viele Fahrer – ob Solo oder Gespanne – ihre sportliche Laufbahn an den Nagel gehängt“, bedauert sie. „Aber es kommen hier und da immer wieder ein paar neue junge Fahrer dazu.“

Dem Heidering Wagenfeld sei es ein besonderes Anliegen, die Jugendarbeit weiter auszubauen. Alle Kinder und Jugendlichen, die sich selbst ein Bild von diesem Sport machen möchten, seien jeder Zeit willkommen, betont die Pressesprecherin. „Wir haben bei und in Wagenfeld verschiedene Vereinsmaschinen, auf denen interessierte Kids gerne ein paar Runden unter fachlicher Aufsicht auf unserer Bahn drehen können.“

Speedkarts sind im Kommen

Immer mehr im Kommen sind in Wagenfeld die Speedkarts. Gleich zwölf Starter hatten sich am Karsamstag in die Startliste eingetragen. Mit teilweise sieben Karts gleichzeitig ging es auf die Bahn, was für die annähernd 600 Zuschauer besonders sehenswert war. Viel Dreck und eine Menge Krach machten die kleinen Flitzer, aber genau das ist es, was die Fans des Bahnsports sehen wollen.

Weil immer mehr Kartfahrer auf dem Heidering ihre Runden drehen, hat der MSC in diesem Jahr ein weiteres Event geplant. Am 9. Juni werden vierrädrige Motorsportgeräte den Heidering dominieren. Neben Speedkarts werden Rasenmähertrecker über die Piste rauschen. Federführend für die Veranstaltung ist Ralf Rempe. 25 Anmeldungen liegen bereits vor.

Traditionell wurde das Training mit dem Entzünden eines Osterfeuers und gemütlichem Beisammensein im Festzelt beendet. Das nächste freie Training auf dem Heidering ist für Samstag, 14. April, ab 9 Uhr geplant.

vm

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