1. Startseite
  2. Lokales
  3. Landkreis Diepholz
  4. Wagenfeld

Neuer Glanzpunkt in Ströhens Mitte: Mensa der Grundschule eingeweiht

Erstellt:

Von: Melanie Russ

Kommentare

Hell und geräumig ist die neue Mensa der Grundschule Ströhen, die aus dem alten Werkraum und einer „Rumpelkammer“ entstanden ist.
Hell und geräumig ist die neue Mensa der Grundschule Ströhen, die aus dem alten Werkraum und einer „Rumpelkammer“ entstanden ist. © Russ

Die neue Mensa der Grundschule Ströhen mit Außenterrasse ist schick geworden. Zur Einweihung gab‘s Sekt und Schnittchen.

Ströhen – Sie ist der Mittelpunkt der Ortschaft Ströhen, wie Ortsvorsteher Reinhard Heider sagt. Im wörtlichen und übertragenen Sinn. Und seit Jahresbeginn erstrahlt die Grundschule Ströhen in frischem Glanz: Neue große und helle Mensa im Erdgeschoss inklusive Außenterrasse, ein barrierefreies WC, ein Werkraum mit mehr Platz in der ehemaligen Mensa im ersten Stock und ein neugestalteter Lehrmittelraum wurden in Rekordzeit von wenigen Monaten fertiggestellt.

Das einzige, was noch fehlte, war die offizielle Einweihung – wie so vieles wegen Corona erstmal verschoben. Einen großen Tag der offenen Tür trauen sich die Verantwortlichen immer noch nicht, aber wenigstens eine Einweihungsfeier in kleinem Rahmen mit geladenen Gästen, Sekt und Schnittchen, um bei dieser Gelegenheit all jenen zu danken, die die Umsetzung möglich gemacht hatten, sollte es nun doch endlich sein.

Angesichts der besonderen Umstände hatte Bürgermeister Matthias Kreye gestern Nachmittag vielen Leuten mehr zu danken als üblich: den Mitarbeitern des Rathauses, die den Umbau organisiert und immer ein Auge darauf hatten, dass es vorangeht, Planer und Handwerkern, die mit Hochdruck gearbeitet hatten, um den Zeitplan einzuhalten, und den Mitarbeitern und Schülern der Grundschule, die über Monate Lärm und Dreck ertragen hatten. Und natürlich dem Gemeinderat, der nicht lange fackelte, als sich die Chance auf Fördermittel ergab, und die nicht eingeplanten Haushaltsmittel – letztendlich rund 200.000 Euro – zügig bewilligte.

Denn das Förderprogramm, das das Land Niedersachsen Anfang 2021 kurzfristig zur Finanzierung des Ganztagsausbaus aufgelegt hatte, hatte einen Pferdefuß. Im Kleingedruckten hatte es festgelegt, dass spätestens zum 31. Dezember 2021 die letzte Rechnung bezahlt sein muss, wenn die Förderung fließen soll. Im Fall der Grundschule Ströhen waren es 154.000 Euro. „Ohne diese Fördermittel wäre der Umbau für die Gemeinde so nicht möglich gewesen“, betonte Kreye.

Also musste die Verwaltung aufs Tempo drücken, was angesichts der Auslastung im Baugewerbe leichter gesagt als getan war. Am Ende wurde die Frist gerade so eingehalten, auch weil die zumeist örtlichen Handwerker mitzogen und Abstimmungen mit Verwaltung und Schule auf dem kurzen Dienstweg funktionierten, wie Planer Oliver Keese bei der Einweihung berichtete. Nur so sei es gegangen.

Der Werkraum wurde in den ersten Stock verlegt. Auch dort haben die Grundschüler jetzt jede Menge Platz, um ihrer Kreativität freien Lauf zu lassen.
Der Werkraum wurde in den ersten Stock verlegt. Auch dort haben die Grundschüler jetzt jede Menge Platz, um ihrer Kreativität freien Lauf zu lassen. © Russ

„Wir wissen alle, in welcher Zeit wir die Maßnahme beschlossen haben“, sagte Kreye mit Blick auf die Bauarbeiten im laufenden Schulbetrieb und die zeitgleichen Herausforderungen der Corona-Pandemie, die den Schulalltag zusätzlich erschwerten.

Kernstück der Sanierung ist die neue große Mensa, die aus dem früheren kleinen Werkraum und einer „Rumpelkammer“ entstanden ist und eine Außenterrasse bekommen hat. „Damit haben wir die Rahmenbedingungen für den Ganztagsbetrieb ganz deutlich ausgebaut“, so Kreye. „Ich finde, es ist ganz toll geworden.“

Laut Schulleiterin Kerstin Schröder nutzen aktuell etwa 60 Prozent der 89 Grundschüler das Mittagessen in der Schule. Auch sie ist von dem Ergebnis des Umbaus begeistert, das ihr anfangs ein paar Magenschmerzen bereitet hatte, wie sie gestern zugab. Denn sie dachte gleich daran, was alles um- und ausgeräumt und umorganisiert werden muss. Letztendlich funktionierte es aber, weil alle Kollegen und Mitarbeiter der Schule und auch die Kinder mitgezogen haben. Den Handwerkern dankte Schröder auch für deren Freundlichkeit. „Sie haben mich auch ausgehalten, wenn ich mäkelig war.“

Genauso gut wie an den Anfang erinnert sie sich an den Tag, als die Mensa in Betrieb ging: „Die Kinder kamen mit riesengroßen Augen herein und haben sich sehr gefreut.“

Und nicht nur sie. Für alle Ströher sei die Aufwertung der Grundschule ein Grund zur Freude, sagte Ortsvorsteher Reinhard Heider. Wenn er sehe, in wie vielen Ortschaften Grundschulen geschlossen würden, sei er froh, dass Ströhen eine so gute Schule habe. Auch er dankte vielen, ganz besonders aber dem Bürgermeister, dem er – nicht nur in diesem Fall – ein großes Engagement für die beiden Wagenfelder Ortsteile gleichermaßen bescheinigte.

Auch interessant

Kommentare