Churchville feiert Gottesdienst in Wagenfelder Discothek

Getanztes Gebet

Churville-Diakonin Sarina Salewski (vorn) und Teamerin Yvonne beim gemeinsamen Gesangsvortrag in Wagenfeld.

Wagenfeld - Für Donnerstagabend hatte sich das Churchville-Jugendkirch-Team um Diakonin Sarina Salewski etwas ganz „Cooles“ ausgedacht. Gottedienst in der Discothek. Zu Live-Musik mit DJ Marcus feierten die jungen Christen und Jugendlichen aus Sulingen, Wagenfeld und Diepholz einen ganz besonderen Gottesdienst.

Die Augen mussten sich erst an die Dunkelheit gewöhnen, doch gerade diese kreierte die besondere Atmosphäre zu wechselnder Lux-Zahl, Farben, Handytaschenlampen, Musiksampling und selbst gesungenen Liedern.

Das Team von Churchville kam wieder mit seinem altbewährten Lederkoffer vergangener Tage nach Wagenfeld, er trug nun auch einen Sticker mit Aufschrift: Schusterkrug.

„Himmelskoffer“ ist das Stichwort für den Jugendkirche-Gottesdienst, dabei fehlt kein Ritual eines richtigen Gottesdienstes, die Zielgruppe wird nur jugendlicher bedient. Die Handytaschenlampen-Funktion kam da ins Spiel, als Sarina gerne wissen wollte, wer ihr im Dancefloor gegenüberstand.

„Ich möchte Euch gerne ein Stück näher kennenlernen, bitte leuchtet auf, wenn ihr die Statements für Euch mit Ja beantworten könnt.“ In den Aussagen ging es um Dankbarkeit als Baustein des Lebens. So zum Beispiel die Aussagen: „Es fällt mir schwer, mich bei jemandem persönlich zu bedanken. Oder: Helfen macht mich glücklich! Oder: Ich bin dankbar für mein Leben.“

Das Handylicht in der anonymen Masse zu drücken, fiel nicht schwer. Den Wechsel zwischen aktuellen Chartsongs zum Mitsingen und selbst gesungenen Liedern, Lobpreis oder Gebet wünschte das Team. DJ Marcus fand genau die richtigen Beats und war sogar noch zum Live-Interview auf der Bühne bereit. „Ich bin Marcus Meyer und 31 Jahre. Ohne Musik geht bei mir nichts, deshalb lege ich seit zehn Jahren auf.“

Was Marcus an seiner Arbeit besonders gefiel, empfahl er den Jugendlichen und Konfirmanden. „Geht öfter mal raus und sprecht persönlich mit Menschen, die ihr kennenlernt, Auge in Auge und nicht immer digital.“

Spontan stand Sophie inmitten der „Churchviller“ und erzählte, was sie glücklich gemacht hatte: „Ich bin Sophie und habe gerade Abi gemacht. In Mathe, ja das gibt es. Ich musste meinen Taschenrechner abgeben und eine Freundin hat mir im Vorfeld für die Klausur ihren geliehen. Das hat mich sehr dankbar gemacht.“

Es folgten getanztes Gebet, dann das Freigetränk und die Möglichkeit, in echter Disco noch mindestens eine Stunde „abzudancen“.

sbb

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