Beim Ströher „Brezelbasar“ drängen sich die Besucher auf dem Dorfplatz

Gemütliches Treffen bei Punsch, Waffeln und Knipp

Dicht umringt waren der Nikolaus und seine beiden Engeln von den Kindern, deren Hände sich nach den kleinen Präsenten ausstreckten, die der Mann in Rot mit Rauschbart nach Ströhen mitgebracht hatte. - Foto: Brauns-Bömermann

Ströhen - Wenn die Dämmerung hereinbricht, wird es immer voll auf Ströhens Dorfplatz zwischen Kirche und Bistro, vor der Riesenpyramide und im Rund um das große Stockbrot- und Wärmfeuer. Und in Erwartung der zahlreichen Kinder und Jugendlichen, dass irgendwann der Nikolaus mit den großen Jutesäcken vollgestopft mit Geschenken kommt.

In Ströhen heißt der Weihnachtsmarkt „Brezelbasar“ und lockt jedes Jahr fast alle Ströher, aber auch Gäste aus den benachbarten Gemeinden zu dem gemütlichen Treffen am Feuer, bei Punsch, Glühwein, Waffeln, Knipp, Bratwurst und Flammlachs. Manche knobeln sich um „Kopf und Kragen“ im Zelt des Butzendorfer Schützenvereins, wo als Gewinne die leckeren Mettwürste warten.

Start des Brezelbasars ist immer mit einem gemeinsamen Singen in Begleitung des Posaunenchores und einer Geschichte von Pastor Dirk Brandt in der Kirche, dem Auftritt des Ensembles „Zeitlos“ und Kaffee- und Kuchentafel des DRK im Gemeindehaus. Richtig gemütlich wird es anschließend draußen in der Kälte am Feuer. Die Holzhütten des Vereins Ströher Dorfleben bieten ein weihnachtliches Angebot an Bastelleien, Kulinarischem und „Für einen guten Zweck“. Wie die Hütte der Damen „Weihnachten im Schuhkarton“, da werden die Erlöse für das Packen der Päckchen verwandt. „Die Moorhütte“ bietet dagegen leckere kreative Schnäpse mit wohlklingenden Namen wie Torfstich, Sonnentau, Kranichschiss an. Weihnachtliche Klänge aus der Dose aus dem Buswartehäuschen und dann endlich die Ankündigung von Vorsitzender des Ströher Dorflebens Linda Puppe: „Wie schön, dass ihr alle da seid heute, wieder“. Holger Kuhlmann, neuer Ortsvorsteher von Ströhen, machte die Kinder neugierig: „Sieht schon jemand den Nikolaus?“ Und tatsächlich, einige Kinder hatten den Mann in Rot-Weiß mit Rauschebart entdeckt, er kam flankiert von zwei Engeln mit großen Säcken zur Weihnachts-Pyramide, wo er die Geschenktüten in die ihm ausgestreckten Hände verteilte. Die Faszination „Mann in Rot-Weiß“ scheint ungebrochen.

Bürgermeister Matthias Kreye holte sich zur Einstimmung auf den Weihnachtsmarkt am Sonntag in Wagenfeld die richtige Einstimmung. Die Fußball-Mädels boten Waffeln und den Teig für das Stockbrot feil und auch der Ströher Schwarten fehlte nicht. Der Kriegerschützenverein lud ins Zelt und ein Motto zum Brezelbasar hieß: Beton. Was haben Weihnachten und Beton gemein? Aus dem homogenen Material formten die Kinder des Workshop für Kids Adventslicht-Halter, Schalen und allerlei mehr. In den zwei kleinen Hütten am Eingang des Basars boten sie dies sowie Kekse, selbstgebacken mit den Landfrauen in der Schule, an. Der Erlös ist für die Arbeit in Grundschule und Kindergarten geplant.

Nur ein trauriger Tatbestand blieb: Adolf, der Esel, der in den Vorjahren mit dem Nikolaus zu Gast war, hatte das Zeitliche gesegnet. Er war oft auf dem Ströher Brezelbasar zu Gast gewesen und hatte die Faszination Nikolaus und Weihnachtsmann mit getragen.  

sbb

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