Gemeinwesenprojekt

Befragung und Online-Workshop bringen erste Ideen für Orte der Begegnung in Wagenfeld

Café International im Gemeindehaus Wagenfeld
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Ein Sprachcafé als Alternative zum Café International war ein Vorschlag beim Online-Workshop zum Gemeinwesenprojekt in Wagenfeld.

Wagenfeld – Begegnungszentrum oder Mehrgenerationenhaus, Park der Generationen, Angebote, bei denen Bürger anderen Bürgern helfen – es waren einige Ideen und Wünsche zusammengekommen bei der Online-Befragung des Diakonischen Werks Diepholz-Syke-Hoya zum Gemeinwesenprojekt in Wagenfeld.

Dessen Ziel ist es wie berichtet, die Lebensbedingungen und Möglichkeiten der Begegnung in Wagenfeld gemeinsam mit den Einwohnern zu verbessern. Die Antworten dienten als Basis für den ersten Online-Workshop, in dem die Teilnehmer über konkrete Projekte und deren Umsetzung diskutierten.

Am Start waren neben Vertretern der Diakonie und ihrer Projektpartner Kirchengemeinde und Verwaltung eine Handvoll Einwohner, die sich ohnehin schon für das Gemeinwohl engagieren: drei Vertreterinnen der Initiative Lebendiges Wagenfeld und zwei Vertreterinnen der Fachgruppe „Juliti“ des Blauen Kreuzes der evangelischen Kirche in Wagenfeld. Ebenfalls dabei war ein Ströher Einwohner, der Interesse für ein Engagement im Bereich Jugendarbeit bekundete.

41 Personen hatten den Fragebogen in den vergangenen Wochen ausgefüllt. Laut Ann-Christin Leymann, die das Projekt diakonieseitig koordiniert, waren sie 35 bis 65 Jahre alt und in der Mehrzahl weiblich. Der Fragebogen könne weiterhin online ausgefüllt werden, vielleicht werde man ihn auch noch in Papierform öffentlich auslegen für diejenigen, die nicht so internetaffin seien, berichtete sie.

„Juliti“-Vertreterin Peggy Dubenhorst hatte einige Ideen für Jugendliche im Gepäck und erklärte sich auch bereit, bei der Umsetzung mitzumachen. „Wir haben ein Konzept, das mehrere Dinge beinhaltet und sind bereit, unsere Ressourcen einzubringen“, sagte sie im Namen der BKE-Fachgruppe, die im vergangenen Jahr einen Jugendtreff ins Leben gerufen hatte, der aber nach nur zwei Monaten durch die Corona-Pandemie ausgebremst wurde. Aus ihrer Sicht gibt es in Wagenfeld bereits viele Möglichkeiten des Treffens. Man müsse sie nur mit Leben füllen.

Neben sportlichen Aktivitäten schlug sie auch Angebote wie Jung hilft Alt vor, in dessen Rahmen Jugendliche älteren Menschen etwa den Umgang mit einem Handy beibringen könnten.

Hilfsangebote waren laut Peter Meißner, der den Workshop moderierte, auch in der Online-Befragung ein Thema. Eine Reparatur- oder Fahrradwerkstatt wurde beispielsweise genannt. In dieser Hinsicht war auch schon die Gruppe „Lebendiges Wagenfeld“ aktiv, die vor der Pandemie regelmäßig samstags einen Reparaturtreff organisiert hatte. Heike Cording schlug außerdem eine Familienagentur vor, wie es sie bereits in Diepholz gibt.

Pastor Michael Steinmeyer regte ein Sprachcafé als internationalen Treffpunkt an, in dem ausländische Mitbürger die deutsche Sprache praktizieren können. Das sei gerade für diejenigen wichtig, die in ihrem Alltag wenig Gelegenheit dazu hätten und dadurch das Gelernte wieder verlernten. Zwar gibt es im Gemeindehaus regelmäßig das Café International insbesondere für Flüchtlinge, das hat aber einen anderen Schwerpunkt. Außerdem gebe es bei einigen vielleicht auch eine Hemmschwelle, in ein evangelisches Gemeindehaus zu gehen, so Steinmeyer. „Darum wäre ein neutraler Ort gut.“

Überrascht war Ann-Christin Leymann von der relativ geringen Teilnehmerzahl beim Online-Workshop per Zoom nicht und auch nicht enttäuscht. „Es war absehbar, dass zunächst die dabei sind, die sowieso schon aktiv sind“, sagte die Diakonie-Mitarbeiterin auf Nachfrage. „Wir sind trotzdem froh, dass wir es so gemacht haben.“ Denn ein Präsenz-Workshop, der vielleicht mehr Menschen angesprochen hätte, wäre in absehbarer Zeit nicht möglich gewesen. Und auf das Ende der Corona-Pandemie wollten die Initiatoren mit Blick auf mögliche Fördermittel nicht warten. Der Antrag muss bis zum 26. Mai eingereicht sein, die Förderung würde bei Bewilligung am 1. Januar 2022 starten.

Außerdem war es nur der Auftakt zu weiteren geplanten Treffen, bei denen sich die Teilnehmer über bereits angestoßene Aktivitäten und weitere Ideen austauschen wollen. Den nächsten Termin – wahrscheinlich Anfang Mai – wird Ann-Chrstin Leymann frühzeitig bekannt geben. Neulinge sind dabei willkommen – sei es als Ideengeber oder weil sie helfen wollen, die Ideen anderer umzusetzen.

Wer sich an dem Projekt beteiligen möchte, kann sich an Ann-Christin Leymann, Tel. 04242/168717, E-Mail ann-christin.leymann@evlka.de wenden.

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