Gemeinwesenarbeit

Omas und Opas mit ein bisschen Zeit für ehrenamtlichen Hilfsdienst gesucht

Suchen engagierte Menschen mit etwas Zeit für den Oma-und-Opa-Hilfsdienst (v.l.): Ann-Christin Leymann, Rolf Kleinhans-Bukowski, Astrid Holtz, Merle Picker, Heike Cording und Rüdiger Fäth.
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Suchen engagierte Menschen mit etwas Zeit für den Oma-und-Opa-Hilfsdienst (v.l.): Ann-Christin Leymann, Rolf Kleinhans-Bukowski, Astrid Holtz, Merle Picker, Heike Cording und Rüdiger Fäth.

In Wagenfeld soll bald ein Oma-und-Opa-Hilfsdienst starten. Dafür sucht die Arbeitsgruppe jetzt Interessierte, die Lust haben, ein paar Stunden ihrer Zeit der Kinderbetreuung zu widmen.

Wagenfeld – Wenn Not am Mann ist und Eltern mal nicht wissen, wohin mit den Kleinen, dann soll in Wagenfeld künftig der Oma-und-Opa-Hilfsdienst einspringen. Die Idee dazu hatte Lebendiges Wagenfeld laut Heike Cording schon vor der Corona-Pandemie. Als dann im Frühjahr die gemeinsame Initiative von Diakonie Diepholz-Syke-Hoya, Gemeinde und Kirchengemeinde Wagenfeld zu einem Gemeinwesenprojekt kam, schien das der perfekte Rahmen für die Umsetzung. „Wir finden es richtig gut, dass es jetzt weitergeht und auch der Bedarf da ist“, freut sich Cording.

Den Bedarf hatte die im Rahmen des Projekts gebildete Arbeitsgruppe „Jung & Alt“, an der sich Lebendiges Wagenfeld beteiligt, in den vergangenen Wochen durch eine Umfrage über die Schulen, Kitas und Tagesmütter abgefragt. Mit den 142 Rückmeldungen ist Ann-Christin Leymann, Koordinatorin vonseiten der Diakonie, sehr zufrieden. Demnach können sich 87 Familien vorstellen, einen Oma-und-Opa-Hilfsdienst in Anspruch zu nehmen. 55 haben geantwortet, dass sie das Angebot nicht nutzen würden, zum Teil allerdings mit der Einschränkung „noch nicht“.

„Jetzt brauchen wir Menschen, die sich engagieren wollen“, hofft Leymann, dass sich möglichst bald die ersten Interessierten bei ihr melden. Auch wenn das Angebot Oma-und-Opa-Hilfsdienst heißt, sind übrigens nicht nur Senioren angesprochen, auch jüngere Erwachsene sind willkommen. Voraussetzungen sind ein bisschen Zeit, Spaß im Umgang mit Kindern und ein polizeiliches Führungszeugnis. „Das muss auf jeden Fall vorgelegt werden“, betont Leymann.

Kontakt

Wer sich beim Oma-und-Opa-Hilfsdienst engagieren möchte, kann sich an Ann-Christin Leymann von der Diakonie wenden: Telefon 04242/168717, E-Mail Ann-Christin.Leymann@evlka.de.

Wer mitmachen möchte, muss nicht befürchten, unvorbereitet ins kalte Wasser geschmissen zu werden. „Es muss natürlich Schulungen geben“, erklärt Ann-Christin Leymann. Die Ehrenamtlichen sollen beispielsweise eine Unterweisung in Erster Hilfe am Kind erhalten und Tipps bekommen, wie sie Kinder beschäftigen können.

Heike Cording betont, dass das Angebot kein Ersatz für Kita oder Tagesmutter sein soll. „Wir wollen die Lücken schließen und einspringen, wenn’s brennt.“ Beispielsweise wenn ein Kind krank ist und nicht in die Kita gehen kann, wenn Eltern in den Ferien Unterstützung benötigen oder mal etwas Ruhe im Homeoffice.

Wo und in welcher Form die Betreuung erfolgt, soll nicht fest vorgegeben werden. „Man muss individuell sehen, was gewünscht ist“, so Cording. So ist es möglich, dass die Ehrenamtlichen die Kinder in deren Zuhause betreuen, die Kinder die Ehrenamtlichen besuchen oder beide auch mal etwas unternehmen, einen Tierpark-Besuch zum Beispiel. „Das muss sich entwickeln. Oma oder Opa und Kind müssen sich auch erstmal kennenlernen“, ergänzt Astrid Holtz von Lebendiges Wagenfeld.

Weil es langfristiges Ziel der Gemeinwesenarbeit ist, Begegnungen verschiedenster Art zu ermöglichen, braucht es auch eine Begegnungsstätte. Dafür hat das Aktionsteam den ehemaligen Neustädter Krug an der Sulinger Straße 65 auserkoren. „Wir haben uns das vor Ort angeschaut und waren begeistert“, berichtet Rüdiger Fäth von der Diakonie. „Es ist ein großes Geschenk, dass es so eine Räumlichkeit gibt“, ergänzt Astrid Holtz. Insgesamt stehen laut Eigentümer Rolf Kleinhans-Bukowski in dem Gebäude etwa 200 Quadratmeter zur Verfügung. Eine Terrasse soll noch angelegt werden. Eine Küche ist schon vorhanden, der Rest der Einrichtung soll nach und nach hinzukommen. Das Wichtigste dabei: Es soll gemütlich werden.

Für Donnerstag, 4. November, um 16 Uhr hat das Team den nächsten Ortstermin geplant, zu dem neben Akteuren der beiden Arbeitsgruppen „Jung & Alt“ und „Jugend“ auch alle Interessierten willkommen sind, die sich beteiligen oder auch nur mal die Räume anschauen möchten.

Wichtig ist allen Beteiligten zu betonen, dass die Diakonie und ihre Kooperationspartner diese und weitere Angebote nicht selbst organisieren, sondern nur ihre Ressourcen denen vor Ort zur Verfügung stellen, die etwas zur positiven Gestaltung der Lebenswelt beitragen wollen.

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