Neun Mitglieder verlassen den Rat

Wagenfeld ein Stück lebenswerter gemacht

Abschied aus dem Rat: Bürgermeister Matthias Kreye (v.l.) dankte Andreas Siebrecht, Torsten Meyer, Thorsten Weghorst, Karen Vortmann, Martina Rodax, Wilhelm Brüggemann, Margarete Summann und Heino Witte.
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Abschied aus dem Rat: Bürgermeister Matthias Kreye (v.l.) dankte Andreas Siebrecht, Torsten Meyer, Thorsten Weghorst, Karen Vortmann, Martina Rodax, Wilhelm Brüggemann, Margarete Summann und Heino Witte.

Wagenfeld – Als Martina Rodax und Heino Witte 1996 in den Gemeinderat gewählt wurden, stand es schlecht um die Gemeinde Wagenfeld. Sie war hoch verschuldet, Sparen war oberstes Gebot. Ein Vierteljahrhundert später können beide entspannt in den politischen Ruhestand gehen. Die Gemeinde ist längst schuldenfrei und hat sich positiv entwickelt. Mit ihnen nehmen sieben weitere Ratsmitglieder ihren Abschied.

In der letzten Ratssitzung am Dienstagabend dankte Bürgermeister Matthias Kreye ihnen ganz besonders, aber auch allen anderen Ratsmitgliedern für das ehrenamtliche Engagement, mit dem sie die Entwicklung der Gemeinde wesentlich mitgestaltet haben: „Ohne euch und euren ehrenamtlichen Einsatz würde unsere Gesellschaft nicht funktionieren.“

Auf die längste Dienstzeit aller ausscheidenden Ratsmitglieder blickt Heino Witte (SPD) zurück, der im Februar 1996 als Nachrücker in den Rat kam und bei der Kommunalwahl im folgenden Herbst dann den direkten Sprung schaffte. „Du hast dich für ganz viele Belange der Bürgerinnen und Bürger stark gemacht“, lobte Kreye. Besonders am Herzen gelegen habe ihm immer die Feuerwehr. „Das Feuerwehrgerätehaus in Wagenfeld trägt deine Handschrift.“ Er habe 25 Jahre lang einen sehr großen Beitrag für die Entwicklung der Gemeinde geleistet. Witte saß unter anderem seit 1996 im Bau-, Wege-, Verkehrs- und Umweltausschuss und zehn Jahre im Schulausschuss. Von 2006 bis 2011 war er Vorsitzender des Jugend- und Sozialausschusses und von 2011 bis 2016 stellvertretender Bürgermeister. „Das Beste ist, dass ich schuldenfrei aus dem Rat gehe“, sagte Heino Witte mit Blick auf seine Anfänge in finanziell nicht so rosigen Zeiten. Er habe im Rat viele schöne Jahre erlebt und nur wenige nicht so gute.

Martina Rodax (UWG) war seit 2001 Mitglied des Bau-, Wege-, Verkehrs- und Umweltausschusses, saß eine Wahlperiode lang im Schulausschuss und zuletzt im Finanzausschuss. „Du bist stets eine Ansprechpartnerin für jedermann und nimmst dich den Anliegen der Bevölkerung an“, sagte Kreye. Durch ihre vielen privaten Aktivitäten habe sie immer wichtige Informationen in den Rat gebracht, auch die Landwirtschaft habe sie immer im Auge gehabt. „Es hat Spaß gemacht“, blickt auch Martina Rodax zufrieden auf die vergangenen 25 Jahre. „Ich empfehle jedem, auch mal mitzumachen.“

20 Jahre Ratsmitgliedschaft können der aktuelle Ratsvorsitzende Andreas Siebrecht (CDU) und Margarete Summann (UWG) vorweisen. Siebrecht engagierte sich während seiner gesamten Ratszeit in den Schul-, Jugend- und Sozialausschüssen sowie in den Bau-, Wege-, Verkehrs- und Umweltausschüssen. Seit 2016 ist er Vorsitzender des Rates. Eine nicht immer leichte Aufgabe, erinnerte der Bürgermeister. Er habe die Sitzungen stets sachlich und mit hoher Kompetenz geleitet. Seine beruflichen Kenntnisse als Polizeibeamter und seine Nähe zum TuS Wagenfeld hätten dem Rat wichtige Impulse gegeben.

Siebrecht selbst dankte für die Nachsicht seiner Ratskollegen: „Ihr habt mir meinen Job leicht gemacht.“ Auch blickte zufrieden auf das Erreichte zurück. „Wir haben in den vergangenen Jahren viel bewegt.“

Margarete Summann (UWG) war von Anfang Mitglied in den Schul-, Jugend- und Sozialausschüssen und saß von 2006 bis 2016 im Finanzausschuss. Die Entwicklung des Europäischen Fachzentrums Moor und Klima (EFMK) begleitet sie seit 2012 als Aufsichtsratsmitglied. Von 2011 bis Ende 2020 war sie Vorsitzende der UWG-Fraktion. Sie sei stets Ansprechpartnerin für jedermann gewesen und habe sich den Anliegen der Bevölkerung angenommen, lobte Kreye.

Torsten Meyer (CDU) hatte sich nach 15 Jahren im Rat ebenfalls nicht mehr zur Wahl gestellt. 15 Jahre war er Mitglied des Bau-, Wege-, Verkehrs- und Umweltausschusses, dessen Vorsitz er in den vergangenen zehn Jahren innehatte. Fünf Jahre saß er im Schulausschuss, seit 2011 ist der Ströher stellvertretender Bürgermeister. Als sein Stellvertreter habe er viele Termine wahrgenommen und die Gemeinde immer gut vertreten, lobte Kreye. Im Bauausschuss habe er viele große Projekte begleitet. „Es hat mir viel Spaß gemacht. Es war eine ganz tolle Zusammenarbeit“, sagte Meyer in Richtung Bürgermeister.

Nach zehn Jahren verlässt Thorsten Weghorst (CDU) den Rat. Er hatte von Anfang an im Finanzausschuss einen Blick auf das Geld der Gemeinde und saß von 2011 bis 2016 im Schul-, Jugend- und Sozialausschuss. Seit 2016 ist er Vorsitzender der CDU-Fraktion.

Seit 2016 waren Wilhelm Brüggemann (FDP), Jury Schäfer (UWG) und Karen Vortmann (CDU) im Gemeinderat aktiv. Brüggemann saß im Bau-, Wege-, Verkehrs- und Umweltausschuss sowie im Schul-, Jugend- und Sozialausschuss, Schäfer im Wirtschaftsförderungsausschuss und Vortmann im Schul-, Jugend- und Sozialausschuss, im Finanzausschuss sowie im Wirtschaftsförderungsausschuss.

„Unsere Gemeinde hat entscheidende Entwicklungen durchlaufen, sie hat ihren Standort gestärkt und an Lebensqualität gewonnen – und daran ward ihr alle beteiligt“, richtete Kreye seinen Dank an alle Ratsmitglieder. Zugleich erinnerte er daran, dass sie ihre Funktion ehrenamtlich ausübten und dafür viel Freizeit opferten. Das scheine in der Öffentlichkeit manchmal in Vergessenheit zu geraten.

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