Gemeinderatswahl in Wagenfeld

UWG holt deutlich mehr Stimmen, aber CDU bleibt stärkste Kraft

Die per Briefwahl eingegangenen Stimmzettel wurden in der Turnhalle der Auburg-Schule ausgezählt.
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Die per Briefwahl eingegangenen Stimmzettel wurden in der Turnhalle der Auburg-Schule ausgezählt.

Die UWG ist die Gewinnerin der Gemeinderatswahl in Wagenfeld und verzeichnete als einzige Gruppe oder Partei einen Stimmenzuwachs. Stärkste Fraktion bleibt aber die CDU. SPD und FDP verloren leicht.

Wagenfeld – Frischer Wind weht durch den künftigen Wagenfelder Gemeinderat. Acht der 20 Mitglieder rückten bei der Kommunalwahl am Sonntag neu in das Gremium. Gewinnerin ist die Unabhängige Wählergemeinschaft, die im Vergleich zur vergangenen Gemeinderatswahl 768 Stimmen hinzugewann und der CDU damit einen Ratssitz abluchste. Die Union bleibt aber trotzdem stärkste Fraktion. SPD und FDP verloren minimal, behalten aber jeweils drei Sitze.

Der UWG fallen im neuen Rat bei 32,32 Prozent der Stimmen (2016: 26,08 Prozent) sechs Sitze zu. „Wir sind sehr zufrieden mit dem Ergebnis“, freut sich Vorsitzender Sven Wietelmann über den gewachsenen Zuspruch. „Wir sind auch froh, dass die neuen Kandidaten so gut abgeschnitten haben.“ Alina Henke und Dr. Susanne Greschat-Schade haben jeweils mehr als 400 Stimmen erhalten. Wietelmann und Stephan Dubenhorst, der mit 521 Stimmen das zweitbeste Einzelergebnis aller Ratsmitglieder einfuhr, sind die einzigen aus dem aktuellen Rat verbliebenen UWG-Mitglieder. Margarete Summann und Martina Rodax hatten sich nicht erneut zur Wahl gestellt. Er freue sich, dass die Arbeit der UWG in den vergangenen Jahren die Anerkennung der Wagenfelder gefunden habe, so Wietelmann. Nun hofft er, viele der von der UWG im Wahlkampf angesprochenen Maßnahmen gemeinsam mit den Ratskollegen umsetzen zu können.

Die CDU verlor 196 Stimmen, bleibt mit 37,46 Prozent (2016: 42,07 Prozent) und acht Sitzen aber größte Fraktion. „Wir hatten nicht mit so großen Verlusten gerechnet, aber das muss man akzeptieren. Das ist nunmal Demokratie“, bewertete Vorsitzender Stephan Kawemeyer das Wahlergebnis ganz sachlich und sah auch einen erfreulichen Aspekt: „Wir haben ein paar neue Kandidaten aufgestellt, die haben unsere Erwartungen voll erfüllt.“ Die neuen Gesichter Maren Bergen, Kai Lorch und Jörg Hespos erhielten jeweils ein Direktmandat. Kawemeyer selbst hat wie seine Partei leicht an Zuspruch verloren, mit 645 Direktstimmen aber erneut das mit Abstand beste Ergebnis aller Ratsmitglieder eingefahren. Julian-James Mandviwala erhielt 411 Stimmen und verdoppelte damit sein Ergebnis von 2016.

Man werde in den kommenden Wochen versuchen, die inhaltlichen Gründe für das schlechtere Abschneiden der CDU aufzuarbeiten, so Kawemeyer. Er sieht momentan generell einen Trend, lieber unabhängige Wählergemeinschaften als etablierte Parteien zu wählen. Auch der schwache Bundestrend der CDU habe sicherlich einen Einfluss gehabt.

„Der Rat wird in seiner Gänze wieder gut zusammenarbeiten“, ist Kawemeyer mit Blick auf die kommende Legislaturperiode überzeugt. Eine besonders enge Zusammenarbeit strebt die Union wieder mit der UWG an. Entsprechende Gespräche hat es laut Kawemeyer bereits gegeben.

Die SPD erhielt 66 Stimmen weniger als 2016. Das entspricht 16,56 Prozent (2016: 16,93 Prozent) und drei Sitzen im Rat. Heino Spreen (320 Stimmen) und Reinhold Summann (312 Stimmen) haben den Sprung direkt geschafft, Neuling Angie Voncken zieht über die Liste in den Rat ein. „Wenn man den Bundestrend betrachtet, hätte man vielleicht auf etwas mehr Stimmen hoffen können“, sagt Heino Witte, Vorsitzender des SPD-Ortsvereins. Dennoch zeigt er sich mit dem Abschneiden seiner Partei zufrieden.

Die FDP verlor 33 Stimmen, bleibt mit 13,66 Prozent (2016: 14,92 Prozent) aber ebenfalls bei drei Ratssitzen. Zwar hatten sich die Liberalen laut ihrem Vorsitzenden Hans-Walter Scheland etwas mehr erhofft, dennoch ist auch er mit dem Abschneiden seiner Partei und dem Erhalt der drei Sitze zufrieden. Weniger glücklich ist er nach eigener Aussage mit seinem persönlichen Ergebnis. Scheland hat 141 Stimmen gegenüber 2016 eingebüßt, verzeichnet mit 456 Direktstimmen aber immer noch das viertbeste Ergebnis aller Ratsmitglieder. Torsten Paulussen und Neuling Mike Luersen sitzen ebenfalls für die Liberalen im Rat.

Insgesamt gaben bei der Gemeinderatswahl 3367 Einwohnerinnen und Einwohner ihre Stimme ab. Wahlberechtigt waren 5884 Bürger. Das entspricht einer Wahlbeteiligung von 57,22 Prozent (2016: 53,54 Prozent). Deutlich angestiegen ist die Zahl der Briefwähler. Nutzten 2016 nur 740 Bürger diese Möglichkeit, waren es in diesem Jahr 1187.

Von Melanie Russ

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