Gemeinde Wagenfeld bei Klimawettbewerb ausgezeichnet / 7000 Euro Preisgeld

„Leuchtturmprojekt“ EFMK

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Bei der Ehrung (v.l.): Klaus Wiswe (Sprecher der kommunalen Spitzenverbände, Präsident des Niedersächsischen Landkreistages), Dr. Geerd Smidt (Wissenschaftlicher Leiter EFMK), Jan Grabowsky (Geschäftsführer EFMK), Sven Schröder (Gemeinde Wagenfeld), Matthias Kreye (Bürgermeister Gemeinde Wagenfeld) und Stefan Wenzel (Niedersächsischer Umweltminister).

Wagenfeld - Jubel bei der Gemeinde Wagenfeld: Die Kommune zählt zu den Gewinnern des Wettbewerbs „Klima kommunal 2014“ von der Klimaschutz- und Energieagentur Niedersachsen (KEAN). Sie erhielt einen Preis für das als „Leuchtturmprojekt“ prämierte „Europäische Fachzentrum Moor und Klima – Moorwelten“ (EFMK). Die Auszeichnung ist mit 7000 Euro dotiert.

Eine kleine Abordnung von der Gemeinde Wagenfeld und vom EFMK nahm den Preis vom Niedersächsischen Umweltminister Stefan Wenzel und dem Sprecher der kommunalen Spitzenverbände, Klaus Wiswe, bei einer Feierstunde vor rund 100 Gästen im Alten Rathaus in Hannover entgegen.

„Wir freuen uns sehr über diese Auszeichnung. Ein besonderer Dank geht an alle, die zur Realisierung des Projektes EFMK beigetrage haben“, sagte Bürgermeister Matthias Kreye gegenüber unserer Zeitung. Zugleich sei der Preis Ansporn für weiteres Engagement im Bereich des kommunalen Klimaschutzes.

Der Verwaltungsausschuss werde bei seiner Sitzung am Mittwoch entscheiden, wofür das Geld eingesetzt werde, sagte Kreye. Die Akteure des EFMK dürften Vorschläge unterbreiten.

„Die kleine Kommune scheute sich nicht, Großes anzugehen“, so die Jury in ihrer Begründung. Das EFMK sei einzigartig in Europa. Die Initiatoren hätten bestehende Strukturen aus mehr als 30 Jahren praktischer Moorschutzarbeit vorbildlich genutzt, vernetzt und erweitert.

Weltweit seien drei Prozent der Landoberfläche mit Mooren bedeckt. Diese Moore würden 550 Milliarden Tonnen Kohlenstoff speichern, was 75 Prozent des atmosphärischen Kohlenstoffs entspräche. Mit dem EFMK sei ein Zentrum geschaffen worden, das auf den drei Säulen Moorschutz, Wissenschaft und Umweltbildung basiere. Die „Moorwelten“ hätten das Ziel, dass Menschen aus Wissenschaft und Praxis in Dialog treten über bewährte Naturschutzarbeit, Torf- und Landwirtschaft sowie touristische Nutzung.

„Es sollen nachhaltige Lösungen für die Nutzung von Mooren gefunden werden, so dass zukünftig weniger CO2 entweicht und mehr CO2 über Moore gebunden wird“, heißt es abschließend von der Jury.

„Zentrale

Zukunftsaufgabe“

„Klimaschutz ist eine zentrale Zukunftsaufgabe und die Kommunen spielen dabei eine entscheidende Rolle“, erklärte Umweltminister Stefan Wenzel. „Die insgesamt 44 Wettbewerbsbeiträge zeigen eine beeindruckende Vielfalt an Maßnahmen. Sie alle sind nachahmenswerte Beispiele für erfolgreichen Klimaschutz in Niedersachsen.“ Die Bandbreite der Beiträge reichte von Bildungsprojekten an Schulen über bürgereigene Nahwärmenetze zur Nutzung von Abwärme aus Industrieanlagen bis hin zu Unternehmensnetzwerken zur Steigerung der Energieeffizienz.

Der Sprecher der Arbeitsgemeinschaft, Landrat Klaus Wiswe, ergänzte: „Die niedersächsischen Kommunen haben in diesem Wettbewerb gezeigt, wie engagiert und ideenreich sie Klimaschutz vor Ort bereits umsetzen und damit auch die regionale Wertschöpfung und die Einsparung von Energiekosten in den Kommunen voranbringen.“

Die niedersächsischen kommunalen Spitzenverbände und das niedersächsische Umweltministerium haben den Wettbewerb „Klima kommunal“ nach 2010 und 2012 bereits zum dritten Mal ausgelobt. Er zeichnet beispielhafte Klimaschutzprojekte aus, um die Vielfalt und die Kreativität der kommunalen Klimaschutzaktivitäten in Niedersachsen zu würdigen und mit einem Preis zu honorieren.

Für den Wettbewerb hatte das Umweltministerium insgesamt 100000 Euro als Preisgeld zur Verfügung gestellt. Die Fachjury zeichnete drei „Klimakommunen 2014“ und acht „Leuchtturmprojekte“ aus.

hkl

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