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„Entdecke Deine eigene Region“

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Die Bestimmung alter Apfelsorten war eine der Aufgaben, an denen sich die Besucher in den Moorwelten versuchen konnten.

Ströhen - Von Simone Brauns-Bömermann. Jetzt sollten spätestens die letzten Zweifler überzeugt sein: Packen Engagierte, Kommunen, Politik und Fachleute ein Projekt wie die Moorwelten in Ströhen an, stellt sich der Erfolg sukzessive ein, ein „Wir“ Gefühl entsteht und gibt Impulse für die nächsten Projekte. Und wenn es dann noch um den Themenkomplex: „Heimat-Region entdecken“ geht, lassen sich die Ströher nicht zweimal fragen, mitzumachen.

Unter der Schirmherrschaft des niedersächsischen Ministers für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, Christian Meyer, läuft derzeit in ganz Niedersachsen und Bremen eine Reihe von interessanten Veranstaltungen zu dem Thema. Der Minister kam am Sonntagnachmittag auch nach Ströhen zu Besuch und war erstaunt und begeistert von der Vielfalt, die ihn an dem schon europaweit bekannten Europäischen Fachzentrum Moor und Klima (EFMK) erwartete. Sein Fazit nach Rundgang und Gesprächen mit Akteuren, Verantwortlichen und Ausstellern: „Hier wird ein genussvoller Sonntag mit Wertschätzung von Produkten und gleichzeitiger Wertschöpfung geboten.“

Tatsächlich zeigte sich das große „Wir“ in und um die Moorwelten von der besten Seite. Keine Spur von Verramschen von Lebensmitteln, vor dem Meyer in seiner Rede gewarnt hatte, sondern Reaktionen auf den Trend der Globalisierung in Wirtschaft, Wissenschaft und Reglement.

Das, was in der Podiumsdiskussion am Vormittag (wir berichteten) theoretisch und ein „bisschen zäh“ diskutiert wurde, nämlich wie das „Leben und Arbeiten sich in der Moorniederung darstellt, welche Entwicklungschancen die Region hat“, lebten die Aussteller bei schönstem Altweiber-Sommerwetter im Außenbereich vor. Der Tag der Regionen in den Moorwelten bot ökologische und ökonomische Inhalte mit einem toll organisierten „Markttag“ ohne Discount-Anreize, stattdessen mit Sinn und Verstand. Lieber Pflanzen und Dünger, Getränke, gute Lebensmittel, ergo regional erzeugte Produkte in der unmittelbaren „Nachbarschaft“ kaufen, damit die regionalen Wirtschaftsabläufe und Arbeitsplätze stärken als effektiver Nebeneffekt.

Das kam an. Es packten alle an und machten mit: Ob Landfrauen, Naturschutzverbände aus Nieder- und Hochmoor, die Kita aus Ströhen, die schon längst die Moorwelten als Erlebnisort entdeckt hat, Kunsthandwerker, die Strickeschläger aus Tonnenheide, die Lebenshilfe oder das Kaufland-Umweltmobil. Jeder fand seinen Platz zur Darstellung, für Mitmachaktionen und Anbieten der Produkte. Im Gebäude fanden bei den Themeninseln Landwirtschaft, Natur-, Moor- und Klimaschutz ganz automatisch Platz nebeneinander, bei Moorschnuckengulasch diskutierten Landwirte über konventionelle und ökologische Landwirtschaft mit Naturschützern. Ein Event der wenigen Worte, denn die zahlreichen Stände, Attraktionen, der Barfußpfad, die Fahrt mit der Moorbahn, all das brachte die Besucher einen Schritt in Richtung: „Jeder kann seinen Beitrag zum Schutz der Umwelt und des Klimas beitragen.“

Landschaftsschäfer Jan Teerling war in Begleitung einiger seiner Moorschnucken gekommen, die Landjugend Ströhen lieh als Augenweide die prachtvoll geschmückten Erntewagen. Was die Region so hervorbringt an kulinarischen Produkten bestach: Bullenschluck, „Strandlust-Direktsaft“ mit Sanddorn, Honige, Kräuterschwein, Moorschnuckenwurst, Hof- und Landkäse Spezialitäten, Tees und Kaffee fair oder regional produzierte Milch von der „Tankstelle“.

Die Region scheint auf dem Weg Herausforderungen zu erkennen, gemeinsam anzupacken und zu handeln mit definiertem Ziel die Direktvermarktung zu stärken. Den gute Laune-Rahmen malten der Shanty-Chor Dümmersee, der sich vom Wasser mal in die Feuchtgebiete traute, die Landjugend Ströhen mit den Gruppen „Boom“ und „Steffis Mädels“ mit Charleston-Tanz der „Goldenen Zwanziger“. Und die kleinen „tanzenden Maulwürfe“ (up Platt: Danzende Wünnewöppe).

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