Im Lockdown nicht untätig

Sascha Lorenz entwickelt Fitnessstudio „Gym fortynine“ in Wagenfeld weiter

Sascha Lorenz und Nadine Schierloh betreiben seit fast genau einem Jahr das Fitnessstudio „Gym fortynine“ in Wagenfeld.
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Sascha Lorenz und Nadine Schierloh betreiben seit fast genau einem Jahr das Fitnessstudio „Gym fortynine“ in Wagenfeld.

Vor genau einem Jahr haben Sascha Lorenz und seine Lebensgefährtin Nadine Schierloh das Fitnessstudio „Gym fortynine“ in Wagenfeld eröffnet. Kurz darauf kam der erste Lockdown, nun der zweite. Doch ihren Optimismus haben sie nicht verloren.

Wagenfeld – So hatten sich Sascha Lorenz und seine Lebensgefährtin Nadine Schierloh das erste Jahr nach der Eröffnung ihres Fitnessstudios „Gym fortynine“ in Wagenfeld nicht vorgestellt. Schon gar nicht nach dem Traumstart Ende November 2019 mit deutlich mehr Mitgliedern, als sie sich für den Anfang erhofft hatten. Nur gut drei Monate später dann die Vollbremsung. Lockdown.

„Im ersten Moment war das ein Schock“, blickt der Wagenfelder auf den März zurück. Schließlich war die Investition in das Fitnessstudio, das er im vergangenen Jahr am Haßlinger Weg errichtet hat, nicht gerade unerheblich. Doch ihren Optimismus und eine gewisse Gelassenheit haben er und Nadine Schierloh sich trotz Corona-Pandemie bewahrt. Auch jetzt, im zweiten Lockdown. „Wir können es ja nicht ändern“, sagt Sascha Lorenz mit einem Lächeln.

Schwer fällt es Nadine Schierloh trotzdem, die Entscheidung zur Schließung von Fitnessstudios nachzuvollziehen. „Fitness stärkt ja das Immunsystem“, argumentiert sie. Die Abstände seien eingehalten worden, alle Geräte seien regelmäßig desinfiziert worden und die leistungsstarke Lüftungsanlage sorge für frische Luft. „Wir haben uns immer strikt an die Vorgaben gehalten und sogar mehr gemacht, als wir mussten“, sagt Schierloh. Auch die Mitglieder hätten sich an die Vorgaben gehalten. „Die Älteren waren total dankbar, dass sie was machen konnten“, berichtet sie von den vergangenen Monaten.

Während des ersten Lockdowns habe er die Mitgliedsbeiträge weiter eingezogen, berichtet Sascha Lorenz. „Die Monate werden später kostenlos an die Vertragslaufzeit drangehängt.“ Denn er wolle kein Geld für eine Leistung, die er nicht erbracht habe. Aktuell bucht er dagegen keine Beiträge ab. „Wir hoffen auf die Novemberhilfen.“

Die Zeit der beiden Lockdowns hat Sascha Lorenz unter anderem genutzt, um sein Angebot im Außenbereich zu erweitern.

Die finanziellen Auswirkungen sind das Eine. Es fehlt aber auch das Zwischenmenschliche. „Es haben sich viele Gemeinschaften gebildet“, berichtet Nadine Schierloh. „Die Leute sitzen nach den Kursen zusammen an der Bar, es sind neue Freundschaften entstanden.“

Um den Kunden und allen anderen Sportinteressierten wenigstens ein bisschen Ablenkung in dieser trüben Zeit zu ermöglichen, bietet das Fitnessstudio unter dem Motto „gemeinsam statt einsam“ seit Kurzem kostenlose Live-Online-Kurse per Zoom an: von Yoga über Power-Workout und Ganzkörpertraining bis hin zu Hip Hop und Choreography Dance. „Die Leute freuen sich sehr darüber. Einige sind jedes Mal dabei“, so Schierloh.

Die Kurse überlässt Sascha Lorenz lieber seiner Lebensgefährtin und seinen Mitarbeiterinnen. Untätig geblieben ist aber auch er nicht. Im Frühjahr hatte er bereits den Saunabereich um einen Pavillon, einen kleinen Teich und eine mit Natursteinen gestaltete Dusche im Außenbereich erweitert. „In der vergangenen Woche haben wir noch mal ein bisschen Gas gegeben“, berichtet der Wagenfelder. Er hat einen Teil des Außenbereichs so umgestaltet, dass die Mitglieder dort künftig unter freiem Himmel trainieren können. Außerdem wurde der Gerätepark um zwei Stairmaster, eine Rudermaschine und einen Booty Booster ergänzt. Sascha Lorenz: „Nach dem Lockdown möchte man den Kunden ja auch wieder was Neues bieten.“

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