Finanzausschuss stimmt Programm zu

In Wagenfeld wird kräftig investiert

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Mediengruppe Kreiszeitung

Wagenfeld - Von Heinrich Klöker. Es war ein historisches Ereignis am Dienstagabend in der Auburg in Wagenfeld: Erstmalig tagte der Finanzausschuss der Gemeinde öffentlich. Und bei dieser Premiere wurde deutlich, dass für die Wagenfelder Verwaltung und Kommunalpolitiker in den kommenden Jahren einige anspruchsvolle Projekte anstehen. Das geht aus dem geänderten Investitionsprogramm für die Jahre 2015 bis 2018 hervor, das das Gremium einstimmig verabschiedete.

„Seit dem Beschluss des Programms mit dem Haushaltsplan haben sich einige sehr gravierende Änderungen und neue Sachen ergeben. Wir haben die Investitionen aktualisiert“, sagte Bürgermeister Matthias Kreye.

Investiert werden laut dem neuen Plan: In 2015 2670300 Euro (anstatt 1027900 Euro), im Jahr 2016 3482900 Euro (anstatt 769900 Euro), 2017 1656600 Euro (anstelle 403600 Euro) sowie 2018 1807600 (anstatt 364600 Euro). Insgesamt werden in diesen vier Jahren knapp über sieben Millionen Euro mehr investiert als zunächst geplant.

Bürgermeister Kreye ging auf einzelne Posten näher ein. So schlagen die Sporthallenneubauten in Ströhen (2015/2016) und Wagenfeld (2017/2018) jeweils mit zwei Millionen Euro zu Buche. Hinzu kommen der Ausbau der Schulstraße (2017/350000 Euro), die Marktplatzbefestigung (2015/100000 Euro) und der für 2016 geplante Bau einer Krippe (650000 Euro). „Ob es ein Neubau wird, steht noch in den Sternen“, sagte Kreye. Er erwähnte ferner den Ankauf von Wohngrundstücken (1010000 Euro) und den Ausbau des Kanalnetzes im neuen Wohngebiet (336000 Euro).

Ausschussmitglied Thorsten Weghorst (CDU) lobte den Bürgermeister für seine erfolgreichen Grundstücksverhandlungen. „Uns steht einiges vor den Füßen. Wir müssen mit Augenmaß investieren“, sagte Weghorst.

Hartmut Striek (SPD) äußerte: „Unsere Investitionsausgaben sind sprunghaft gestiegen. Wir hatten einen Stau in den vergangenen Jahren.“ Die Gemeinde habe möglicherweise zuletzt zu wenig investiert. Ein Fehler, der der Kommune nun vor die Füße falle. Striek merkte an, dass die hohen Investitionen auch Abschreibungen in erheblichem Maße und Auswirkungen auf den Haushalt nach sieh ziehen würden. Es müsse überlegt werden, wie der Haushalt ausgeglichen gestaltet werden könne. Die Ausgaben bis 2018 seien eine starke Belastung. Striek äußerte die Vermutung, dass sie zu einer Kreditaufnahme führen würden. Darauf antwortete Kreye: „Daran wird wohl kaum ein Weg vorbeiführen.“

Das sei kein Problem und die Investitionen notwendig, erklärte Striek. Es müsse allerdings geschaut werden, in welcher Größe ein Sporthallenneubau nötig sei.

Hans-Walter Scheland (FDP) drückte seine Zustimmung zum Investitionsplan aus. Von den Investitionen in das Baugebiet würde ein Großteil an die Gemeinde zurückfließen. Allerdings dürfe die Sporthalle keine zwei Millionen Euro kosten und für den Marktplatz favorisiere er eine kleinere Lösung, meinte Scheland.

Für die Kreditaufnahme sei jetzt ein günstiger Zeitpunkt, sagte Margarete Summann (UWG) angesichts des niedrigen Zinsniveaus. „Es ist gut, dass wir jetzt investieren und nicht vor drei Jahren“, sagte sie. Für den Marktplatz müsse jedoch eine günstigere und einfachere Lösung gefunden werden.

„Uns wird bewusst, wo wir stehen. Über das ‚Wie‘ müssen wir uns jetzt unterhalten“, sagte Bürgermeister Matthias Kreye.

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