Finanzausschuss der Gemeinde Wagenfeld beschäftigt sich mit dem Programm bis 2019/Grundlage für Haushaltsplan 2016

Kredite für Investitionen sind unausweichlich

+
Mediengruppe Kreiszeitung

Wagenfeld - Der Finanzausschuss der Gemeinde Wagenfeld hat sich in seiner jüngsten Sitzung mit dem Entwurf des Investitionsprogramms für die Jahre 2016 bis 2019 beschäftigt. Auf dessen Grundlage soll der Haushaltsplan nebst Haushaltssatzung für das Jahr 2016 erstellt werden. Der Fachausschuss sprach eine entsprechende Empfehlung aus.

Laut Verwaltung stehen den Auszahlungen für Investitionen, Zuweisungen und Zuschüssen von knapp 3,5 Millionen Euro Einzahlungen von 723000 Euro gegenüber. Der Saldo von knapp 2,8 Millionen Euro muss aus Überschüssen aus laufender Verwaltungstätigkeit, Rücklagen und Krediten finanziert werden.

Aktuell ist laut Bürgermeister Matthias Kreye davon auszugehen, dass zur Finanzierung der Vorhaben in nicht unerheblichem Maße Kredite veranschlagt werden müssen. Konkrete Beträge könnten erst nach Vorlage der Mittelmeldungen 2016 genannt werden. „Es könnten eine Million Euro werden, aber das ist eine vage Aussage“, antwortete Kreye auf eine entsprechende Nachfrage von Ausschussmitglied Hartmut Striek (SPD).

„Im Rahmen der weiteren Haushaltsberatungen werden sich Veränderungen und Ergänzungen ergeben“, machte der Bürgermeister deutlich. Es ist vorgesehen, dass die Haushaltssatzung nebst Haushaltsplan vom Rat in der Dezembersitzung beschlossen wird.

Matthias Kreye gab Erläuterungen zu den Investitionen und begründete deren Notwendigkeit. Im Folgenden einige Beispiele: Für die Anschaffung neuer PCs nebst Inventar für die Verwaltung werden 18000 Euro veranschlagt. Für ein Unterstellgebäude am Ströher Bahnhof werden 75000 Euro eingesetzt, an Zuschussmitteln fließen dafür 30000 Euro. Einen dicken Brocken nimmt die Anschaffung eines neuen Feuerwehrfahrzeuges für die Ortswehr Ströhen mit 255000 Euro ein.

Da die Stromversorgung auf dem Marktplatz nicht mehr dem Stand der Technik entspricht, sollen hier 10000 Euro investiert werden. Bei der Sanierung der Straßenbeleuchtung soll im kommenden Jahr einmal ausgesetzt und ein neues Konzept erstellt werden. Bislang waren dort 50000 Euro jährlich eingesetzt, die ab 2017 fortgeschrieben werden sollen.

Für den Neubau der Sporthalle in Ströhen sind für das kommende Jahr 1,2 Millionen Euro eingestellt. „Hier sind allerdings noch einige Fragen bezüglich der Förderung offen“, räumte Kreye ein. Erfreuliches konnte er dagegen zum Krippenneubau verkünden. „Die Zusage für die Zuwendung des Landes in Höhe von 360000 Euro ist da.“ Kosten wird der Bau 650000 Euro.

Wenn entsprechende Mittel in Höhe von 430000 Euro für den Ausbau von Wirtschaftswegen fließen – der Bürgermeister ist diesbezüglich zuversichtlich – sollen insgesamt 820000 Euro eingesetzt werden.

Im kommenden Jahr wird es keine Sanierungsmaßnahmen am Hallenfreibad geben. Erneuert werden muss allerdings der Schlammwasserbehälter mit Filter für 30000 Euro. „Der Förderverein will uns dabei unterstützen, eine Summe steht allerdings noch nicht fest“, führte Bürgermeister Kreye aus. Saniert werden muss seiner Meinung nach auch die Filteranlage für 80000 Euro. „Die Technik gehört zum Handwerkszeug, sie muss gemacht werden“, sagte der Verwaltungschef.

Im Bereich der Abwasserbeseitigung sind für die Sanierung des Kanalnetzes 150000 Euro vorgesehen.

„Wieviel Spielraum nach oben haben wir bei der Unterbringung von Flüchtlingen?“, wollte Thorsten Weghorst (CDU) wissen. Die Gemeinde habe gute Erfahrungen mit deren dezentraler Unterbringung in Mietwohnungen gemacht, erwiderte Kreye. Ein großer finanzieller Brocken werde aber im Ergebnishaushalt auftauchen, der im Dezember verabschiedet werde.

„Was wir in Wagenfeld vorhaben, kann sich sehen lassen“, so Hartmut Striek zu dem Investitionsprogramm. Wichtig sei aber die Finanzierung und da gelte es, das Gesamtpaket im Auge zu behalten. Für die Erschließung des Baugebietes Jettsfeld-Ost seien 1,8 Millionen Euro vorgesehen, was zu einem Grundstückspreis von 47 Euro pro Quadratmeter führe. Er schlug vor, diesen Preis um zwei bis drei Euro zu senken. Familien, die eine entsprechende Förderung in Anspruch nähmen, lägen dann bei einem Grundstückspreis unter 40 Euro. „Das könnte eine Sogwirkung haben“, meinte Striek mit Blick auf die Vermarktung.

Es spreche sicherlich nichts dagegen, darüber zu reden, meinte Ausschussvorsitzender Otto Schilling. Im gleichen Atemzug erinnerte er Striek aber daran, dass die SPD-Fraktion dem vorgeschlagenen Preis von 47 Euro im Bau-, Wege-, Verkehrs- und Umweltausschuss mit zugestimmt habe.

hwb

Mehr zum Thema:

Onigiri: die japanische Pausenstulle für unterwegs

Onigiri: die japanische Pausenstulle für unterwegs

Niederlande verlieren erneut - Schweden dreht Spiel: 3:2

Niederlande verlieren erneut - Schweden dreht Spiel: 3:2

Kunstdiebstahl im Bode-Museum: Keine Spur von 100-Kilo-Münze

Kunstdiebstahl im Bode-Museum: Keine Spur von 100-Kilo-Münze

Christine Kaufmann (†): Bilder aus ihrem Leben

Christine Kaufmann (†): Bilder aus ihrem Leben

Meistgelesene Artikel

Appletree: Zeltplatz wird mit Zaun gesichert

Appletree: Zeltplatz wird mit Zaun gesichert

Große Resonanz auf den Infotag der Kreismusikschule

Große Resonanz auf den Infotag der Kreismusikschule

24-Jähriger bei Unfall schwer verletzt

24-Jähriger bei Unfall schwer verletzt

Problem Brandschutz: Barrier Grundschule muss auf größten Raum verzichten

Problem Brandschutz: Barrier Grundschule muss auf größten Raum verzichten

Kommentare