Figuren in Bewegung 

Malerin und Zeichnerin Ulrike Kömpe zeigt Werke auf Leinwand und Papier

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Kulturkreis-Vorsitzende Marita Kleemeyer, ihre Stellvertreterin Monika Jahnke und Carmen Finkenstädt (v.l.) haben ein neues Konzept für Kunstausstellungen erarbeitet.

Wagenfeld - Eigentlich kommt Ulrike Kömpe aus einem musikalischen Haushalt. Ihre Leidenschaft für die Malerei hat die 39-Jährige nach eigener Aussage erst während ihres Kunststudiums entwickelt. „Nach einem Jahr Studium habe ich erst verstanden, was künstlerisch arbeiten wirklich bedeutet. Aber dann hat es mich richtig gepackt“, berichtet die Künstlerin aus Stralsund, die inzwischen in Osnabrück lebt. Ein kleiner Ausschnitt ihrer Werke – Bilder in Acryl und Leporello-Zeichnungen – ist ab Donnerstag, 16. Januar, in der Wagenfelder Auburg zu sehen. Die Vernissage beginnt um 19 Uhr mit einer Einführung von Carmen Finkenstädt. Der Eintritt ist frei.

Das Thema der Ausstellung – „In Bewegung“ – ist das verbindende Element der ansonsten recht unterschiedlichen Werke. Es stellt für Kömpe ein unerschöpfliches Thema dar, das ihren Bildern Lebendigkeit und Kraft verleiht. Zumeist sind es Figuren in Bewegung, die in der Auburg zu sehen sind. Zum Beispiel aus der Reihe „Musikus“, die abstrahierte Menschen mit Fantasie-Instrumenten zeigt. Eine weitere Serie stellt „Rückenfiguren“ dar. „Ich mag es, Figuren von der Rückansicht zu zeichnen. Diese Unbestimmtheit gefällt mir sehr“, so Kömpe. Die Figur sei ein weiteres Grundthema ihres Schaffens. Zwar male und zeichne sie auch andere Motive, „aber ich komme immer wieder zur Figur zurück“.

Inspiration findet die 39-Jährige in den Werken anderer Künstler, in Büchern und Ähnlichem. So sind eigene Skizzen nach Rembrandts Grafiken „Joseph, seine Träume erzählend“ und „Christus im Tempel vor den hohen Priestern“ Grundlage der in Acryl gemalten Bilder.

Ulrike Kömpe zeigt im Konzertraum der Wagenfelder Auburg Acrylbilder aus ihrer Serie „Musikus“.

Die Leporellos auf Papier seien aus dem Frust heraus entstanden, auf kleinem Raum arbeiten zu müssen, erklärt Kömpe. Dabei wird eine recht offene Idee über mehrere Seiten weiterentwickelt. Die einzelnen Zeichnungen stehen für sich selbst, sind zugleich aber auch Teil einer kleinen Geschichte. Die Künstlerin vereint dabei verschiedene Techniken wie Zeichnung, Malerei und Collage. So fanden beispielsweise Elemente aus einem Buch über Afrika Eingang in einige Leporellos.

Darüber hinaus hat Ulrike Kömpe jüngst ein Buch von Nicole Hördler und Sigrid Jacobeit illustriert, das Kindern ab zehn Jahren die Nazi-Zeit erklärt. „Warum Jungs heute nicht mehr Adolf heißen“ erscheint im Metropol Verlag und ist ab zehn Euro (E-Book) erhältlich.

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