L345: Standortbedingungen nicht optimal

Zwischen Wagenfeld und Lembruch: Landesbehörde lässt 200 Linden fällen

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Einige Sommerlinden an der L 345 sind bereits abgestorben. Sie müssen gefällt werden. 

Die Landesbehörde für Straßenbau lässt ab Dienstag 200 Linden entlang der L345 fällen. Die Landesstraße wir für die Dauer einer Woche halbseitig gesperrt.

Wagenfeld/Lembruch – Jetzt wird es ernst. Am Dienstag kommender Woche beginnt die Fällung von etwa 200 der insgesamt rund 900 Linden entlang der Burlager Straße / Düversbrucher Straße zwischen Wagenfeld und Lembruch. 

Wie berichtet, haben die Bäume extrem unter der Trockenheit der vergangenen Sommer gelitten. Ein im vergangenen Jahr erstelltes Gutachten hatte bestätigt, was einigen der mehr als 50 Jahre alten Bäume schon anzusehen war: Sie sind krank und in großen Teilen trocken.

Behörde verweist auf Verkehrssicherungspflicht

Die Standortbedingungen an der Landesstraße 345 seien für die Sommerlinden nicht optimal. Die Trockenheit habe die ohnehin schon schwierige Wasserversorgung der Bäume auf dem sandigen Straßendamm noch verstärkt, teilt die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Nienburg mit. Einzelne Sommerlinden seien abgestorben und viele andere so stark zurückgetrocknet, dass nach Entnahme des Totholzes nur noch ein sogenannter Stämmling verbliebe, der weiter bruchgefährdet sei.

Insbesondere aus Gründen der Verkehrssicherungspflicht ist deshalb die Entnahme von etwa 200 Linden unumgänglich, wie die Behörde weiter mitteilt.

Landesstraße wird halbseitig gesperrt

Die Fällungen werden ab Dienstag, 7. Januar, von einer Fachfirma ausgeführt. Für die Dauer von voraussichtlich einer Woche wird die Landstraße im Bereich der Baumfällungen eingeengt und der Verkehr halbseitig mit einer Ampelregelung vorbeigeführt. Bei besonders gefährlicher Fällarbeiten werden beide Seiten der Ampel kurzzeitig auf Rot geschaltet. Ortskundige Fahrer werden gebeten, die Landesstraße im genannten Bereich weiträumig zu umfahren. Die Straßenbauverwaltung bittet alle Verkehrsteilnehmer um erhöhte Aufmerksamkeit.

Die landschaftsprägende Allee mit einer Länge von circa 8,6 Kilometern soll durch Nachpflanzungen auch in Zukunft erhalten bleiben. Um den Standortbedingungen besser gerecht zu werden, sollen Stiel-Eichen, die sich bereits in Einzelexemplaren in der Allee befinden, nachgepflanzt werden. Die Baumstandorte werden durch Fachleute festgelegt.

Nachpflanzungen im Herbst

Da nach dem Fällen der Bäume die nachlaufenden Räumarbeiten bis Ende April andauern, wird das Nachpflanzen für die witterungsgünstigen Herbstmonate geplant.

Eindrucksvoller Tunneleffekt

Der Niedersächsische Heimatbund hatte die Allee aus Sommerlinden 2018 zur Allee des Monats Juni gekürt. Dadurch, dass die Linden wechselständig angeordnet seien, entstehe nahezu im gesamten Verlauf ein sehr eindrucksvoller Tunneleffekt, hieß es in der Begründung. Das Besondere an dieser Allee seien ihre Länge und ihre Dichte. „Über vier Kilometer ziehen sich die Linden Baum an Baum von Wagenfeld Richtung Lembruch. Erst im weiteren Verlauf dünnt die Allee etwas aus“, so der Heimatbund. Von Bedeutung sei auch, dass viele Lindenarten dann blühten, wenn wesentliche Futterpflanzen der Bienen in der Feldflur bereits verblüht seien. „So sind die Bäume nicht nur Lebensraum für viele Insekten, sondern tragen erheblich zur Sicherung der Bienenernährung bei.“

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