Erfreuliche Neuigkeiten bei Jahreshauptversammlung des DRK-Ortsvereins Wagenfeld / Neues Boot für die Wasserwacht

„Wir beobachten einen Generationenwechsel“

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Roland Bonk informierte über die Anschaffung des Bootes.

Wagenfeld - Die Wasserwacht des DRK-Ortsvereins Wagenfeld hat ein neues, gebrauchtes Boot. Das war eine der guten Nachrichten bei der Jahreshauptversammlung des Vereins im DRK-Haus.

Roland Bonk, Bereitschafts-Leiter der Wagenfelder Wasserwacht, erläuterte die lang geplante Anschaffung eines sicheren, funktionstüchtigen und guten Bootes mit einem leistungsstarken 40-PS-Außenbordmotor, die Finanzierung und Unterbringung des Wasserfahrzeugs. „Das Boot war lange fällig für die Taucher und Rettungsschwimmer, die ehrenamtlich die Wasserrettung am Dümmer unterstützen. Nun können wir Hilfeanfragen an großen Flüssen wie Elbe und Weser mit starker Strömung annehmen, ohne später in die Nordsee abgetrieben selbst in Not zu geraten“, erläuterte Bonk.

Untergestellt ist das neue Boot mit Trailer und Motor in einer angemieteten Garage, die Kosten trägt der DRK-Kreisverband. Um die Investition in Höhe von 5000 Euro (O-Ton Erwin Wohlking, Vorsitzender des Ortsvereins: „Das ist quasi geschenkt.“) unter Dach und Fach zu bekommen, verhandelten Bonk und Wohlking mit dem Kreisverband hart. Mit Erfolg.

Christian Kappe, Jugendrotkreuzleiter im Ortsverein, schloss mit einer ebenso guten Erfolgsstory an. „Wir beobachten einen Generationenwechsel in unserem Ortsverein, das freut uns sehr.“ In Wagenfeld sei von je her die Jugendarbeit gut gewesen, konkret fragten die Jugendlichen die Ausbildungen zum Schnorcheln und anschließendem Tauchen oder zum Sanitäter rege nach. „2013 haben wir unser gesamtes Tauch-Equipment erneuert“, sagte Kappe.

Sowohl bei der Wasserwacht als auch im allgemeinen DRK-Betrieb rückten die Jugendlichen mit Interesse nach. Sie waren es, die die sieben Grundsätze des DRK (Menschlichkeit, Unparteilichkeit, Neutralität, Unabhängigkeit, Freiwilligkeit, Einheit, Universalität) öffentlich in der Versammlung vorlasen. Das JRK (Jungendrotkreuz) stelle im Kreisverband eine starke Gruppe dar, die nach und nach in die Arbeit des DRK eingeführt würde, erklärte Kappe. Vom 17. bis 19. April sind in Wagenfeld die JRK-Wettkämpfe, wo sich an 16 Stationen im Ort die Jugendlichen an 16 Aufgaben messen.

Der Ortsverein Wagenfeld zählt derzeit 321 Mitglieder, ist für den „Second-Hand-Laden“ und die Altenstube in Wagenfeld zuständig, organisiert die Blutspendetermine am Ort, regelmäßig ein Frauenfrühstück und gemeinsame Tagesfahrten. Im vergangenen Jahr waren es gleich drei: Es ging in die Blutspendezentrale Springe mit den langjährigen Spendern, nach Hameln und Hamburg. Für 2015 sind in Diskussion die Ziele Bremerhaven und Holland.

Aus den Berichten ging hervor: Der „Laden“ wird gut angenommen. Bedauern herrschte über den ausgefallenen Altkleidersammeltermin, da dieser immer Zuschüsse für die Bereitschaft generierte. Die Anzahl an Blutspenden sei allgemein rückläufig. Das JRK sei überaus rege und fleißig. „Hier sehe ich ein riesiges Potenzial an Verantwortung“, freute sich Wohlking.

Eine Neuigkeit offerierte der Vorsitzende: „Wir haben in diesem Jahr fünf Blutspendetermine, der nächste ist Pfingstsamstag, da möchte ich, dass das Haus voll wird“, animierte er.

Hilde Tegeler ist neue Kassenprüferin, für 25 Jahre Treue im DRK wurden Alice Spreen und Herta Woch, für 40 Jahre Waltraud Schröder in Abwesenheit geehrt.

In einen Vortrag informierte Sebastian Ostermann aus dem Seniorenzentrum „Meritus“ in Wagenfeld zum Thema „Demenz“ und appellierte, sich frühzeitig mit dem Themenkomplex zu beschäftigen, um nicht unvorbereitet in Familie und Freundeskreis bei Auftreten der Krankheit zu sein.

sbb

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