Tierkindertaufe in Ströhen

Elvis, Otto und Zeus meckern jetzt um die Wette

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Für ihre Namensvorschläge erhielten Kevin, Aileen und Elias am Sonntag jeweils ein Stofftier von den Tierpflegern Jan Hoberg (l.) und Hauke Meyer.

Ströhen - Frühling und Sommer sind in Ströhens Naturtierpark Geburten starke Zeiten. So auch in diesem Jahr wieder. Zur traditionellen Tierkindertaufe lud der Tierpark am Sonntag vor allem Kinder und Familien ein, um die Hilfe der kleinen Gäste bei der Namensfindung in Anspruch zu nehmen.

Für die Zwergziegen-Drillinge stand die Entscheidung schon am Sonntagnachmittag fest: Die kleinen Zicklein, alles Böcke, werden nach Wahl der jungen Jury der Besucher die Namen „Otto“, „Elvis“ und „Zeus“ tragen. Es war die letzte Station am Streichelzoo mit den Tierpflegern Jan Hoberg und Hauke Meyer des Tierparks, an der die Taufe sofort vonstatten ging. „Darf ich Euch präsentieren, drei kleine Zicklein“, hatte Jan die kreative Namensfindung angefangen. 

Und schon fanden die Vorschläge für die jungen Ziegen fast kein Ende. Tommi, Tobi, Zacki, Rocky, Bob und Marvin konnten nicht mit dem Gewinnernamen „Otto“ konkurrieren. Den hatte Kevin aus Bramsche vorgeschlagen und erhielt dafür ein Stofftier. „Zeus“ schlug Lasse, Linus, Timmi, Peterchen, Franky und Simba. Aileen aus Herford hatte der Name „Zeus“ so gut gefallen, dass sie ihn vorschlug. Und „Elvis“ lag ganz vorne für den dritten Drilling vor Benny, Joshi, Jerry, John, Carlos, Milan und Felix. Namensgeber und Zicklein „Elvis“ einen der gleiche Anfangsbuchstabe: Elias aus Minden ist Namenspate von „Elvis“.

Zu allen Tierkinder gibt es eine Geschichte

Für die weiteren 18 Tierkinder hatten die Besucher einen Vorschlagzettel beim Rundgang durch die Gehege in der Hand parat. Jan Hoberg erläuterte zu jedem Stopp wie viele Babys einen Namen suchen, wann sie geboren wurden und welche Eigenschaften die Tiere haben. Manche Tierarten interessierte das Geraschel der Tierfutterboxen so sehr, dass sie sofort die Nasen durch den Zaun steckten, um an das Leckerli zu gelangen. Wie die Axishirsche, die Bantengrinder, Esel und Zebras. Andere versteckten sich lieber hinter Gehölz und Hügel, die Lamas blieben gelassen und die Zwergotter tauchten ab.

Herzlich willkommen begrüßten die streng geschützten Trompeterschwäne mit ihrem noch grauen Nachwuchs Schwanensohn die Gäste an der Holzbrücke. „Die Schwäne kommen aus Nordamerika und sind die größten und seltensten Schwäne der Erde“, so Hoberg.

Am Axishirsch-Gehege konnten Jung und Alt nicht an sich halten: „Die sehen aus wie Bambi.“ Zu ähnlich sahen die Tiere dem Rehkitz aus Walt Disneys Kultbuch. Mit Punkten auch das Servalbaby der afrikanischen Wildkatze, elegant wie eine Mischung aus Luchs und Gepard. Nach Überlieferung stammt die Bezeichnung Serval vermutlich von dem portugiesischen Wort Lobo-Cerval ab. Das bedeutet Luchs.

Manchen Tiere blieben lieber auf Abstand

Die Litschi-Antilope oder Wasserbockpopulation blieb lieber auf Abstand: „Mit dem Rascheln werdet ihr hier keinen Erfolg haben“, erläuterte Jan Hoberg, der seine Tiere bestens kennt. Auch die Kängurus bestanden auf Abstand. Es waren dann auch weniger die als Raubtiere geltenden Rassen, vor denen ein Schild warnte: „Vorsicht, Kranich pickt“, stand da am Zaun mit Strom versehen. Die Esel luden zum Streicheln des weichen Felles ein, die Kattas aus der Gattung der Lemuren boten mit vier Babys Namenideen-Gesuch an. 

Überall auf den Bänken im Rundgang beratschlagten Eltern oder Großeltern mit dem Nachwuchs Namen. Final ausgefüllt sollte das Formular abgegeben werden mit Angabe der Anschrift, damit nach der zeitnahen Verlosung im Tierpark, der Gewinner des Taufnamens informiert werden kann. Ein Gewinn wartet. Wie nun also Tiger, Serval & Co. demnächst heißen, entscheidet das Los.

sbb

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