Einsatzübung der Wagenfelder Ortswehr auf Molkereigelände verläuft reibungslos/Höhenrettung durch Drehleiter

Ein herausforderndes Szenario

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Schwerer Atemschutz war erforderlich, als ein Trupp Einsatzkräfte in das Innere des völlig verqualmten Verpackungslagers vordrang, um zwei vermisste Personen zu retten.

Wagenfeld - Als um 18.19 Uhr am Donnerstagabend die Brandmeldeanlage der Wagenfelder Molkerei auslöste, ahnten weder die zu der Zeit arbeitenden Mitarbeiter noch die Kameraden der Wagenfelder Ortswehr, dass es sich um eine Übung handelte, die einiges abverlangte (wir berichteten).

Die Rettung zweier vermisster Personen unter Atemschutz aus einem völlig verrauchten Gebäude, Brandbekämpfung von außen sowie die Rettung einer verletzten Person auf der Verdampferanlage des Unternehmens standen im Mittelpunkt des Übungsszenarios, das das Leitungsteam um Ortsbrandmeister Amon Windhorst im Vorfeld ausgearbeitet hatte.

Bereits vier Minuten nach der Alarmierung über die Diepholzer Leitstelle, die per Sirene und Meldeempfänger erfolgte, war der Einsatzleitwagen, gefolgt von weiteren Löschfahrzeugen vor Ort. Noch vor Eintreffen der Wehrleute hatten die rund 15 Molkerei-Mitarbeiter ihre Arbeitsplätze verlassen und sich vorschriftsmäßig auf den zu diesem Zweck ausgewiesenen Sammelplatz begeben. „Wir haben in letzter Zeit viel in Sicherheit und Brandschutz investiert. Da ist es gut, solch einen Ernstfall einmal authentisch zu proben“, unterstrich Produktionsleiter Claus Auer, der mit Betriebsleiter Gerold Harms die Evakuierung überwachte. Auch Geschäftsführer Thorsten Niemann zeigte sich vom reibungslosen Ablauf der Einsatzübung beeindruckt.

Vor Beginn war das Verpackungslager des Betriebes vom Organisationsteam völlig vernebelt worden. Während ein Teil der Einsatzkräfte nach Sondierung der Lage zügig mit dem Aufbau des Löschangriffs von außen begann, ging ein weiterer Trupp unter schwerem Atemschutz in der völlig verqualmten Halle auf die Suche nach zwei vermisst gemeldeten Mitarbeitern. Zwecks Höhenrettung der verletzten Person auf dem Turm der Verdampferanlage war bei Alarmierung umgehend die Drehleiter der Diepholzer Feuerwehr zusätzlich angefordert, die mit drei Einsatzkräften binnen kürzester Zeit bereits um 18.39 Uhr vor Ort war.

Der Verletzte auf dem Verdampferturm – ebenso wie die beiden vermissten Personen im Gebäude ein Dummy – wurde bis zum Eintreffen der Drehleiter von einem gut gesicherten Feuerwehrmann betreut.

Binnen weniger als einer Stunde waren die drei Personen gerettet und alle Aufgaben abgearbeitet. Ortsbrandmeister Amon Windhorst zeigte sich mit dem Verlauf der Übung ebenso sichtlich zufrieden wie Gemeindebrandmeister Reinhold Summann und sein Stellvertreter Horst Fahrenkamp. Insgesamt waren rund 30 Wagenfelder Kameraden mit vier Fahrzeugen sowie die Drehleiter der Feuerwehr Diepholz mit drei Einsatzkräften vor Ort.

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