Wagenfelder Großmarkt wird endgültig abgesagt

Einige Investitionen erst 2021

Auch der Wagenfelder Großmarkt gehört laut Verordnung des Landes Niedersachsen zu den Großveranstaltungen und wird in diesem Jahr nicht stattfinden. Archivfoto: Russ

Wagenfeld – Bei der jüngsten Sitzung des Wagenfelder Verwaltungsausschusses wurden Beschlüsse im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie und den einhergehenden Folgen getroffen. Neben Entscheidungen zu Freizeitangeboten beziehungsweise Festen in diesem Jahr wurde auch über finanzielle Auswirkungen und geplante Investitionen gesprochen.

Der Verwaltungsausschuss sprach sich unter anderem dafür aus, den für Ende August geplanten Großmarkt ersatzlos aus dem Veranstaltungskalender des laufenden Jahres zu streichen. Außerdem wird die vom 25. bis 28. September vorgesehene Fahrt zum Freundschaftstreffen in den Canton de Vibraye abgesagt und ins nächste Jahr verschoben. Auch müssen die Kinder in Wagenfeld auf die Ferienspaßaktionen im Sommer dieses Jahres verzichten. Die diesjährige Eröffnung des Hallen-Freibades Wagenfeld steht noch in den Sternen.

Der jährlich veranstaltete Wagenfelder Großmarkt fällt aufgrund der hohen Besucherzahl laut Verordnung des Landes Niedersachsens, unter die Kategorie der Großveranstaltung. Deshalb wird, nach Absprache mit den Entscheidungsträgern, der diesjährige Wagenfelder Großmarkt nicht wie zunächst angedacht verschoben, sondern gänzlich abgesagt. Mit dieser Entscheidung wolle man die Ausbreitung des Coronavirus eindämmen, erklärte Gemeindebürgermeister Matthias Kreye.

Auch die geplante Eröffnung des Hallen- und Freibades Wagenfeld verzögert sich aufgrund der Corona-Beschränkungen noch auf unbestimmte Zeit. „Wir dachten schon, dass wir diese Saison das Hallen-Freibad gar nicht mehr öffnen dürfen. Nun müssen wir Vorkehrungen treffen, da laut vorläufiger Verordnung eine Öffnung von Freibädern unter strengen Auflagen möglich wäre“, sagte der Gemeindebürgermeister. Abzuwägen sei allerdings, inwiefern sich eine Öffnung noch finanziell lohnt, wenn der Termin zur Eröffnung sich immer weiter verzögert. „Die Öffnung des Freibades und später des Hallenbades wäre eine wichtige Botschaft für die Bürger, dass es doch noch weitergeht dieses Jahr. Wir arbeiten nun mit Hochdruck daran, den Rahmen zu schaffen“, so Kreye weiter. Laut dem Niedersächsischen Weg dürfen Freibäder ab dem 1. Juni öffnen. Ob dies auch in Wagenfeld der Fall sei, müsse man abwarten.

Bisher habe die Gemeinde Wagenfeld acht Angebote für die Ferienspaß-Aktion 2020 erhalten. Nun steht allerdings fest, dass alle öffentlichen Veranstaltungen zur Eindämmung der Verbreitung des Coronavirus abgesagt werden. „Sollte sich die Lage entspannen, steht es den Vereinen und Verbänden frei, Aktivitäten in den Sommerferien anzubieten“, so Kreye.

Auch auf den Haushalt hat die Krise Einfluss: Die Gemeinde Wagenfeld muss aufgrund von finanziellen Einbuße einige für dieses Jahr geplante Investitionsmaßnahmen in das Jahr 2021 verschieben. Die baulichen Vorhaben hätten ein Volumen von 245 000 Euro und würden aufgrund der Folgen durch die anhaltende Corona-Pandemie erst im Folgejahr realisiert. Die Corona-Pandemie habe auf Gemeinden finanzielle Auswirkungen, erklärte Bürgermeister Matthias Kreye dazu: „Wir haben in diesem Jahr bereits 40 angepasste Gewerbesteuer-Bescheide ausstellen müssen. Außerdem sind mehrere Anträge auf Stundung für Steuern bei uns eingegangen“. Im Verwaltungssausschuss wurde daraufhin die zeitliche Umsetzung der für das Jahr 2020 geplanten Investitionsmaßnahmen nochmals geprüft. Das Ergebnis: Die Gemeinde sah sich gezwungen, fünf bauliche Maßnahmen in das kommende Jahr zu verschieben. Dazu gehören zum einen die Heizungsanlage für eine Obdachlosenwohnung, die Anbringung von Gossenwürfeln an der Friedrich-Lütvogt-Straße, eine neue Straßenbeleuchtung für die Varreler Straße, wie auch bei den Meierhöfen, der zweite Bauabschnitt und somit der Endausbau des Storchenweges, wie auch die Erneuerung abgängiger Sirenenanlagen. Allen Maßnahmen werde man im kommenden Jahr nachgehen.

Wagenfelds Gemeindebürgermeister Kreye erwartet weitere Einnahmeausfälle in nächster Zeit, die sich durch die Corona-Maßnahmen, wie Kurzarbeit in vielen Betrieben, ergeben werden.

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