„Tag der offenen Tür“ in der Kindertagesstätte „Pusteblume“

„Ein tolles Umfeld für die Kleinsten in Wagenfeld“

Der Run auf die süßen Genüsse am Nachmittag in geselliger Runde wurde zur Herausforderung für die samstäglichen „Dienstleister“ beim „Tag der offenen Tür“ der „Pusteblume“ in Wagenfeld. - Foto: Brauns-Bömermann

WAGENFELD - Der „Tag der offenen Tür“ in der evangelisch-lutherischen integrativen Kindertagesstätte „Pusteblume“ in Wagenfeld verzeichnete am Samstagnachmittag einen Besucherrekord. Eine Tafel mit Hinweis „Herzlich Willkommen“ mit Wegweiser „Hier geht es zur Krippe“ mit Pfeil nach links und rechts in den Kindergarten empfing die zahlreichen Gäste, überwiegend Familien.

Was die Interessierten nicht nur inhaltlich, sondern beeindruckend an Gebäudesubstanz, Fläche und Ausstattung empfing, erinnerte an einen Campus für „Kinder vor der Grundschule“. Unter der Leitung von Katharina Wedler, 18 Erzieherinnen, drei pädagogischen Ergänzungskräften, zwei Heilpädagoginnen, Bundesfreiwilligendienstleistende, einer Vertretungskraft und externen Fachkräften wuchs die „Pusteblume” an zu einem Kinderbetreuungs- und Schulungszentrum. Das Betreuungsangebot umfasst zwei Integrationskindergartengruppen, eine Vormittags-Kindergartengruppe, eine Waldkindergartengruppe „Waldmäuse“, eine Ganztags-Kindergartengruppe, zwei Ganztagskrippengruppen, eine Vormittagskrippengruppe und eine Nachmittagskindergartengruppe.

In den Kindergartengruppen werden Kinder von drei Jahren bis zur Einschulung betreut, die Krippengruppen bieten Kindern ab einem Jahr eine fachgerechte Betreuung.

Trotz der Massen, die ab 15 Uhr die Räumlichkeiten belagerten, erklärte Leiterin Wedler ruhig: „Ein Grund für die insgesamt neun Gruppen, die wir vorhalten, ist ein grundsätzlich verändertes Betreuungsverhalten junger Eltern im Vergleich zur Vergangenheit.“ Mit der noch relativ neuen Krippe mit zwei Gruppen à 15 Kindern und der Gruppe, die es schon vor dem Neubau in der Kita gab, sind alle 45 Krippenplätze ausgebucht. Stellvertretende Krippenleiterin Saskya Murza freute sich über das Interesse der Eltern: „Das Angebot wird gut angenommen und wir haben hier ein tolles Umfeld für „die Kleinsten bekommen.“ Am „Tag der offenen Tür“ gab es natürlich Spiel und Spaß für die Kita- und Krippenkinder. Mit Rasierschaum-Malen, Sand sieben und Kinderschminken, einfach nur im Garten spielen oder mit Heiner Rusche im Sportraum „Bewegungslieder“ singen und tanzen.

Das große Eingangsfoyer der Kita wurde mit Hilfe der Eltern, Erzieher und Mitarbeiter zur Familien-Cafeteria. Der Run auf die süßen Genüsse am Nachmittag in geselliger Runde wurde zur Herausforderung für die samstäglichen „Dienstleister“. In den Gruppen offerierten die Erzieher Rollenspiel, Bastel- und Malaktionen und Mitmach-Action.

Natürlich hatten auch die Kitakinder etwas für die Eltern vorbereitet. Ihr Auftritt zeigte, wie gut die Arbeit in der Kindertagesstätte jeden Tag von der Hand geht, wieviel Spaß die Kinder in der Einrichtung haben. Für langjährige Leiterin Katharina Wedler war es das letzte große Fest: „Ich gehe in den Ruhestand ab Sommer, ein paar Wochen noch und dann quittiere ich mit den Gedanken: Es war alles sehr gut.“

Sie gab zu, dass trotz der Freude auf die viel mehr freiere Zeit für sich, gerade dieses Fest mit ambivalenten Gefühlen ablief für sie. Auch sei die Größenordnung der Kita mit Krippenplätzen und dem Mitarbeiterumfang ein durchaus anspruchsvolles Unternehmen, das die Grenzen heraus kitzele.

Davon merkten die Kinder allerdings nichts. Was ihnen Spaß bereitet, war vor Ort: Tolle Location, Mitspieler, Spielgerät und nette Erzieher. Und auch für den Muffin zwischendurch fanden die Kleinen immer noch ein Plätzchen, waren die kleinen Tische und Stühle von den Eltern belegt: Es gab ja noch die Bänke vor den Garderoben, Kästen, Treppenstufen, die Kletterhäuser in den Gruppenräumen, Schaukeln und mehr.

Die Kita in Wagenfeld heißt „Pusteblume“, weil sie symbolisch für das pädagogische Konzept offener Kindergarten steht: „Offener Kindergarten heißt eigenständig in Beziehung zu sein … zu sich selbst, zu anderen Menschen, zu Gott, zur Natur und Umwelt.“ J sbb

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