Drei schwergewichtige Damen beziehen Quartier in Ströhen

Tierparkbesitzer Nils Ismer (rechts) und die Familie Errani aus Italien freuen sich darüber, dass die drei betagten Elefantendamen in Ströhen zur Attraktivität der Einrichtung beitragen und gut versorgt sind. - Foto: Habermann

Ströhen - „Das ist ein tolles Gefühl“, beschreibt Tierparkleiter Nils Ismer. „Endlich wieder Elefanten im Tierpark Ströhen, das hat uns echt gefehlt.“ Nachdem der Tierpark vor drei Jahren von seinen drei afrikanischen Elefantenkühen Abschied nehmen musste, ist dem Tierpark jetzt ein echter Coup gelungen. Am Dienstagabend sind die drei asiatischen Elefanten der Familie Errani aus Italien in Ströhen angekommen und haben in der Elefantenanlage des Tierparks Quartier bezogen.

Die drei schwergewichtigen Damen namens „Baby“, „Mala“ und „Yumba“ – alle um die 40 Jahre alt – sind erfahrene Zirkuselefanten und haben ohne Probleme das neue Zuhause akzeptiert. Dies geht aus einer Pressemitteilung des Tierparks hervor. Begleitet werden die Dickhäuter von ihrem Trainer Elvis Errani und seiner Familie. Elvis ist für seine besondere Beziehung zu seinen drei Elefanten bekannt und hat unter anderem zweimal den „bronzenen Clown“ beim weltbekannten Zirkusfestival in Monte Carlo bekommen.

„Elefanten sind ganz besondere Tiere, die viel Aufmerksamkeit, Beschäftigung und Liebe brauchen, um sich in unseren Breiten wohl zu fühlen“, so der gebürtige Italiener, der für seine Tiere nicht nur Lehrer und Chef, sondern auch „bester Freund“ ist.

„Elefanten ziehen jeden in ihren Bann. Sie sind so intelligent und mächtig und doch so sanft“, so Nils Ismer, der betont, dass besonders die gute Ausbildung und das liebe Wesen der drei Elefanten in das Konzept des Tierparks passen. „Bei uns stehen die Nähe zu den Tieren und der artgerechte Umgang immer im Vordergrund. Daher können wir den Besuchern nicht nur bei den Pferden und auf der Streichelwiese einmalige Erlebnisse mit den Tieren bieten. Aufgrund der guten Schule der drei Elefanten können diese jeden Tag durch den Tierpark geführt werden und dabei den Besuchern ganz nah kommen“, ergänzt Ismer.

Für den Tierpark und die Familie Errani sei die neue Konstellation eine Win-win-Situation.

Die täglichen Führungen durch den Park sind Teil des Beschäftigungsprogrammes für die Tiere, die nicht nur die Bewegung, sondern auch die geistige Beschäftigung brauchen. Hierbei geht es laut Ismer eher um das Wohl der Tiere, denn um die Unterhaltung der Besucher.

„Unsere Elefanten kennen den Umgang mit Menschen und sind tägliche Beschäftigung gewohnt, daher wäre ein Leben ohne diese Elemente nicht gut und würde den Tieren eher schaden“, sagt Elvis Erani. Der 28-Jährige hat sein ganzes Leben mit den Tieren verbracht.

An warmen Tagen werden „Baby“, „Mala“ und „Yumba“ auch regelmäßig baden gehen, da der alte Arm der Ströher Aue ein ideales Naturbad ist und auch diese asiatischen Dickhäuter das Spielen im Wasser lieben. Auch hier können die Besucher live dabei sein und sich an dem Anblick der „Wassernixen“ in den „Fluten“ erfreuen.

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