"Die damalige Entscheidung nicht bereut"

Karin Then engagiert sich seit Jahrzehnten beim TuS Wagenfeld

Kinder und Eltern der Jüngsten-Turngruppe im TuS Wagenfeld nutzten den 70. Geburtstag von Karin Then (vordere Reihe), um ihr für das jahrzehntelange Engagement im Verein zu danken. - Foto: Scheland

Wagenfeld - Eine Kinderturngruppe im TuS Wagenfeld ist ohne Karin Then nur schwer vorstellbar. Sie hält der Turnsparte des Vereins bereits seit 36 Jahren die Treue. Mit großem Elan führt sie die jüngsten TuS-Mitglieder an den Sport heran und vermittelt den Kindern während der wöchentlichen Übungsnachmittage Spaß an der Bewegung.

Den 70. Geburtstag der verdienten Übungsleiterin nahmen Spartenleiterin Sieglinde Wemmel und ihre Stellvertreterin Marion Tatgenhorst jetzt zum Anlass, um sich bei „Tante Karin“, wie sie von den Mädchen und Jungen der Mutter-/Vater-/Oma-/Opa-Kind-Gruppe liebevoll genannt wird, für ihr langjähriges Engagement zu bedanken und einen prächtigen Blumenstrauß zu überreichen. Zudem gratulierten alle Kinder, und von den Muttis gab es ebenfalls „blumige Grüße“.

In ihrer Laudatio blickte Sieglinde Wemmel weit zurück. „Als Karin und ich vor 36 Jahren von Annelies Marr gefragt wurden, ob wir nicht Lust hätten, eine Kindergruppe im TuS zu leiten, haben wir beide nach kurzer Überlegung zugesagt“, betonte die Spartenleiterin, „und haben die damalige Entscheidung bis heute nicht bereut.“

Karin Then habe damals die Kinderturngruppe für Mädchen und Jungen bis sieben Jahre übernommen, erinnerte sich Wemmel. „Zur ersten Vorführung während der Weihnachtsfeier in der Grundschulaula sind Karin und ich vom damaligen zweiten Vorsitzenden Reinhard Kawemeyer mit einem Blumenstrauß begrüßt worden. Erster Vorsitzender war zu der Zeit der viel zu früh verstorbene Friedrich Paulussen“.

Viele Vorführungen und Unternehmungen seien im Laufe der Jahre gefolgt. 1983 hätten die Kindergruppen beispielsweise mit geschmückten Wagen und farbenfrohen Fahrrädern am großen Festumzug anlässlich der 400. Wiederkehr der Verleihung der Marktrechte teilgenommen. Ein weiteres Großereignis sei das dreitägige Jugend- und Kinderturnfest in Wagenfeld gewesen. Die mehr als 1 000 Kinder hätten für die Organisatoren eine große Herausforderung dargestellt.

In der Folge sei die heute 70-Jährige zu einer richtigen „Turnmutti“ geworden. Ihrem Engagement sei es zu verdanken, dass viele Kinder nach dem Einstieg in den Bewegungssport dem TuS Wagenfeld treu geblieben sind und sich auf andere Sparten im Verein verteilt hätten. Weil Karin Then inzwischen tatkräftige Unterstützung im Kinderturnbereich erhalten habe, könne sie sich heute auf die Übungsarbeit mit den jüngsten TuS-Mitgliedern konzentrieren. Die einstige Mutter-Kind-Gruppe sei so beliebt, dass sich auch einige Väter, Omas und Opas dazugesellt hätten, „weil bei Karin nicht nur die Kinder, sondern auch deren Angehörige mitmachen können und sollen“.

„Unsere Karin ist immer zur Stelle, wenn man sie braucht“, fasste Sieglinde Wemmel das ehrenamtliche Wirken der Geehrten zusammen. Sie sei nämlich nicht nur im Turnbereich, sondern auch in der Handballsparte aktiv. Unvergessen seien zudem die Auftritte des Handball-Festausschusses während der jährlichen Turnerbälle.

„Eine Veranstaltung mit Karins Ideen wurde und wird immer zu einem rauschenden Fest“, bescheinigte Sieglinde Wemmel der vielseitig einsetzbaren Übungsleiterin.

ges

Mehr zum Thema:

Einzelkritik: Wiedwald wieder ein sicherer Rückhalt

Einzelkritik: Wiedwald wieder ein sicherer Rückhalt

Zittern bis zur letzten Sekunde

Zittern bis zur letzten Sekunde

"TANZ Bremen" der letzten Jahre

"TANZ Bremen" der letzten Jahre

Türkische Konsulate widersprechen Spitzel-Vorwürfen

Türkische Konsulate widersprechen Spitzel-Vorwürfen

Meistgelesene Artikel

GTS 2001: Jeder dritte Lehrer krank

GTS 2001: Jeder dritte Lehrer krank

Mundgemachter Pop trifft auf Donald Trump

Mundgemachter Pop trifft auf Donald Trump

Theaterabend wird zum Stehempfang

Theaterabend wird zum Stehempfang

„In freiem Fall stürzte der Pilot aus 6 000 Metern Höhe herab“ – ohne Fallschirm

„In freiem Fall stürzte der Pilot aus 6 000 Metern Höhe herab“ – ohne Fallschirm

Kommentare