Dela Lohaus: Freiwilliges Soziales Jahr beim TuS Wagenfeld

„Auf so etwas habe ich gewartet“

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Grundschulleiter Wolfgang Korte, Oberschulrektor Hartmut Bublitz, TuS-Vorsitzender Andreas Siebrecht und Frank Klausing (von rechts) aus dem Leitungsteam der Wagenfelder Oberschule begrüßten die 19-jährige Wagenfelderin Dela Lohaus, die zum ersten Mal in der Geschichte im TuS Wagenfeld ein Freiwilliges Soziales Jahr im Sport absolviert.

Wagenfeld - Zur Begrüßung durfte sich Dela Lohaus über zwei Rosen freuen. Eine leuchtend-gelbe hatte TuS-Vorsitzender Andreas Siebrecht zum „Amtsantritt“ der 19-jährigen Wagenfelderin mitgebracht, die andere, eine pastellfarbene, überreichte Oberschulrektor Hartmut Bublitz. Der Grund: Dela Lohaus absolviert im TuS Wagenfeld ein Freiwilliges Soziales Jahr im Sport.

Mit der Verpflichtung der ersten FSJ-lerin in der mehr als hundertjährigen TuS-Geschichte haben die Verantwortlichen des Sportvereins Neuland betreten und die beiden Wagenfelder Bildungseinrichtungen als Kooperationspartner mit ins Boot geholt. Daher leistet Dela Lohaus einen Teil ihrer wöchentlichen Stunden in den Schulen. Die Oberschule am Branntweinsweg hat auch einen Büroraum für die 19-Jährige zur Verfügung gestellt

Neben Andreas Siebrecht und Hartmut Bublitz hießen auch Grundschulleiter Wolfgang Korte und Frank Klausing aus dem Schulleitungsteam und Fachbereichsleiter Sport in der Oberschule die junge Wagenfelderin willkommen und sagten ihr in allen Belangen Unterstützung zu. „Wir wünschen uns, dass die Zusammenarbeit zu einer Win-Win-Geschichte wird“, betonten der TuS-Vorsitzende und die Schulverantwortlichen unisono.

In der Grundschule wird die FSJ-lerin als zusätzliche Schwimmbegleitung für Viertklässler und als Verstärkung während der Betreuungszeiten eingesetzt. In der Oberschule übernimmt die FSJ-lerin insbesondere Aufgaben bei der Schülerbetreuung in der Mittagszeit. Zudem ist sie bei sportaktiven Angeboten der Schule dabei.

Dela Lohaus war vor etwa zwei Monaten eine von drei Bewerberinnen für das vom TuS ausgeschriebene Freiwillige Soziale Jahr im Sport. Ursprünglich wollte die sportlich interessierte Wagenfelderin nach dem Abitur am Gymnasium Rahden noch in diesem Jahr ein Studium in Wirtschaftswissenschaften und Psychologie beginnen. „So richtig glücklich war ich mit der Entscheidung aber nicht“, gibt die 19-Jährige zu. „Als ich dann die Ausschreibung gelesen habe, war ich gleich Feuer und Flamme. Auf so etwas habe ich gewartet“, freut sie sich auf ihre Aufgabe.

„Auf der Suche nach neuen Übungsleiterinnen bin ich auf das Angebot der Sportjugend Niedersachsen und der Deutschen Sportjugend gestoßen, Einsatzstelle für ein Freiwilliges Soziales Jahr zu werden“, berichtet Sieglinde Wemmel, Geschäftsführerin im TuS und langjährige Leiterin der Turnsparte, über die Idee, im TuS neue Wege zu gehen. „Schulzeiten bis in die Nachmittagsstunden und ganztags berufstätige Eltern sind veränderte Alltagsstrukturen, die dazu führen, dass immer weniger Kinder den Weg in den Sportverein finden“, weiß die qualifizierte Trainerin. „Vor diesem Hintergrund können junge FSJ-ler im Sport Motor sein für neue Ideen und frischen Wind in den Sportverein bringen“, ist sie sich sicher.

Die umfangreichen Vorarbeiten endeten mit der Unterzeichnung einer Vereinbarung, in der „die pädagogischen und organisatorischen Aufgaben sowie die gesetzlich vorgeschriebene Gesamtverantwortung nach dem Jugendfreiwilligendienstgesetz geregelt ist“. Dabei bedient sich der TuS Wagenfeld der Dienstleistungen des ASC Göttingen. Dieser ist der Träger des Jugendfreiwilligendienstes.

Dela Lohaus hat ihren freiwilligen Dienst in der vergangenen Woche an der Auburg-Grundschule begonnen, ist mittags an die Oberschule Wagenfeld gewechselt und hat inzwischen auch die ersten Trainingseinheiten in verschiedenen TuS-Sparten mitgemacht.

ges

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