„Black & White“ mit dem Popchor Wagenfeld

Deborah Woodson rockt die Kirche

Vor dem Popchor Wagenfeld: Deborah Woodson (Mitte) und die Gospelmates am Mittwochabend in der voll besetzten St.-Antonius-Kirche. Foto: Brauns-Bömermann
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Vor dem Popchor Wagenfeld: Deborah Woodson (Mitte) und die Gospelmates am Mittwochabend in der voll besetzten St.-Antonius-Kirche.

Wagenfeld - Von Simone Brauns-Bömermann. Schon lange waren die Zusatzbänke in der St.-Antonius-Kirche in Wagenfeld nicht mehr herausgezogen, war die Treppe besetzt und viele Besucher standen. Am Mittwochabend schon. Etwa 300 Menschen waren ins Gospelkonzert „Black & White“ mit Deborah Woodson und ihren Gospelmates gepilgert, die Karten waren lange vorher ausverkauft. Den Abend gestaltete der Popchor Wagenfeld unter der Leitung von Leta Henderson mit.

Das Konzept und der Titel der Gospeltournee 2019 mit 30 Konzerten „Black & White“ ist Programm: Die Sängerin Deborah Woodson wird unterstützt von Claudine Abusu und Sänger Honoré Haase, am Keyboard Bodry Johnson Koke – alle schwarz. Manager und Keyboarder Günter Heck, der Popchor Wagenfeld und die Besucher des Konzertes bildeten die „weiße“ Komponente.

„Wir sind alle Gottes Kinder und werden von ihm geliebt“, meißelt Deborah Woodson direkt nach ihrem ersten Song „Amazing Grace“ in Stein. Da hatte der Popchor Wagenfeld bereits sechs Songs präsentiert.

Pastorin Edith Steinmeyer moderierte: „War die Kirche jemals Weihnachten so voll“?, war ihr klitzekleiner Seitenhieb. Ihre Freude über die mindestens 300 Besucher überwog: „Unser Chor aus Wagenfeld und die Gospelsängerin Woodson, die schon beim Präsidenten der Vereinigten Staaten auftrat – hoffentlich beim Vorgänger des jetzigen…, wie toll ist das denn?“

Steinmeyer lieferte Erläuterungen zu den Songs des Popchores, Inhalt und Interpretation der Texte. Bei „Don´t stop me now“ von Queen las sie den in Deutsche übersetzten Text vor. „Komm näher“ (Albert Frey) und „I´ve got a feeling“ (Lorenz Maierhofer) waren in der Auswahl der Lieder, die im Part eins für den Popchor vorgesehen waren – trostspendend menschlich und aus dem Portfolio der christlichen Popular-Musik.

Danach hieß es: „Stage“ frei für Deborah Woodson und ihre Gospelmates. „Einen Riesenapplaus für den Popchor, das haben sie toll gemacht“, so die Lorbeeren des Profis für die Wagenfelder Laiensänger.

„Christsein ist keine Religion, es ist Beziehung zu Jesus“ meint Woodson und drückt das mit Präsenz und Stimmumfang zu Gospel-Klassikern aus – darunter „Kumbaya“ zum Mitsingen, „Amen“ und „Halleluja“ von Leonard Cohen. Die in Köln wohnende Sängerin begeistert nicht nur mit Stimmvolumen und Gospel-Timbre, sie ist humorvoll, hat eine wunderbare prägnante Lache und ist eine echte „Bühnendiva“.

Pastorin Steinmeyer hatte die Gospel-Queen als die angekündigt, die von sich sagt „Mein Herz schlägt für Gospel – ich singe von dem, was ich glaube, und glaube, was ich singe.“

Deborah Woodson schafft ordentlich Gospel-Feeling, die „weiße“ Mentalität des Publikums lässt Aufstehen, Klatschen, Schnipsen zu. Mit „I will follow him“ hat Deborah Woodson ihr Publikum vollends.

„Jetzt ist Jam Session, bitte der Popchor“, leitet sie Part drei ein. Der Chor aus Wagenfeld hatte am Nachmittag eine Bühnenprobe mit Woodson und vorher Musikwünsche eingereicht, zu denen er für die Sängerin als Background-Chor fungierte.

Längst hat sie ihren Chor im Hintergrund und es sind wieder die Klassiker zum Mitsingen: „Down by the riverside“ und der Gospel aller Gospel „Oh happy day“. Heraussticht Marvin Gayes und Tammi Terrells „Ain´t no mountain high enough“ den Honoré Haase brillant funkig interpretiert, während Woodson den Popchor dirigiert.

Mit der Zugabe „We are the world” von Michael Jackson gingen zweieinhalb Stunden mit Musik zum christlichen Glauben und „Have a good time“ zu Ende. Ein Erlebnis für Wagenfelder und viele Besucher aus der Region.

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