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Oliver und Franziska Keese führen Central-Hotel in Wagenfeld weiter

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Von: Melanie Russ

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Das Central-Hotel in Wagenfeld soll im kommenden Jahr komplett saniert werden. Wo sich aktuell das Restaurant befindet, entsteht ein Café.
Das Central-Hotel in Wagenfeld soll im kommenden Jahr komplett saniert werden. Wo sich aktuell das Restaurant befindet, entsteht ein Café. © Keese

Das Central-Hotel in Wagenfeld wird nach dem Rückzug von Betreiberin Brigitte Friesecke im kommenden Frühjahr weiterbestehen ‒ allerdings mit verändertem Konzept. Nach einer Sanierung werden Oliver und Franziska Keese Hotel und Saal weiterführen, aus dem Restaurant wird ein Café.

Wagenfeld – Es ist eines der markantesten Gebäude im Wagenfelder Ortskern, und das soll es auch bleiben, wenn Brigitte Friesecke den Betrieb des Central-Hotels zum 30. April nächsten Jahres aufgibt. „Unser Ziel ist, das Central-Hotel zu altem Glanz zu bringen und den Charakter zu erhalten“, erklärt Oliver Keese, der das gesamte Grundstück gemeinsam mit seiner Frau Franziska im Sommer dieses Jahres gekauft hat. Das Konzept wird sich allerdings etwas ändern. Hotel und Saal wird das Ehepaar selbst weiter betreiben, aus dem Restaurant wird ein Café mit Backshop.

Direkt neben dem Hotel entsteht derzeit bereits ein Wohnhaus mit zwei rund 67 Quadratmeter großen Mietwohnungen im Obergeschoss und einer Drei-Zimmer-Wohnung im Erdgeschoss, die Brigitte Friesecke beziehen wird. Die Fertigstellung ist laut Keese für Frühjahr/Sommer 2021 geplant.

Oliver und Franziska Keese werden das Central-Hotel im Wagenfelder Ortskern grundlegend sanieren und Hotel und Saal weiter betreiben.
Oliver und Franziska Keese werden das Central-Hotel im Wagenfelder Ortskern grundlegend sanieren und Hotel und Saal weiter betreiben. © Russ

Der Umbau des Restaurants soll beginnen, nachdem sich Brigitte Friesecke in den Ruhestand zurückgezogen hat. Die Räume werden komplett entkernt und umgestaltet, die Außenwände werden mit großen Fenstern versehen, die viel Licht in die Räume lassen und es den Gästen ermöglichen, das bunte Treiben auf der Straße zu verfolgen, während sie Kaffee und Kuchen genießen.

Bäckerei Overmeyer betreibt Café

Betreiber des Cafés wird die Bäckerei Overmeyer aus Steinfeld sein, mit der Keeses nach eigener Aussage einen langfristigen Mietvertrag abgeschlossen haben. „Wir freuen uns sehr, dass wir einen starken Partner gewinnen konnten, der von der Philosophie, langfristig und nachhaltig zu denken und das Gesamtobjekt zu erhalten und zu entwickeln, sehr gut zu uns passt“, erklärt Oliver Keese.

„Der Standort hat uns von Anfang überzeugt“, sagt Maria Overmeyer auf Nachfrage. Die zentrale Lage direkt an der Hauptstraße sei optimal, und ein Café in der geplanten Form gebe es in Wagenfeld noch nicht.

Die Ausstattung des Cafés wird den zuletzt eröffneten Standorten in Wetschen und Hüde ähneln. Allerdings soll der Glanz vergangener Tage nicht ganz verschwinden. „Wir werden auf jeden Fall vor dem Umbau ein paar Fotos vom Saal und der Gaststätte machen und sie als Erinnerungsbilder im Café aufhängen“, sagt Overmeyer, die von deren Charme sehr angetan ist.

Die Eröffnung des Cafés ist laut Oliver Keese für Oktober nächsten Jahres geplant, das Hotel soll nach Möglichkeit schon im Spätsommer wieder in Betrieb gehen. Vollpension wird dort nicht angeboten, aber auf Wunsch gibt‘s ein Frühstück im Café.

Im Obergeschoss des Hotels werden vier Appartements mit Küchenzeile errichtet. Im Gästehaus sollen die acht vorhandenen Zimmer renoviert und nach heutigen Standards eingerichtet werden. Drei bis vier weitere Zimmer sind darüber hinaus im Bereich der Kegelbahn geplant. „Zwischen Saal und Kegelbahn werden wir einen Durchgang geschaffen, damit das Gästehaus direkt vom Parkplatz zu sehen ist“, erläutert Keese.

Weiterhin Versammlungen und Feiern im Saal

Die Renovierung des Saals ist vor allem optischer Natur. Unter anderem werden eine neue Decke eingezogen und Fußboden aufgefrischt. Außerdem wird der Raum mit moderner Medientechnik ausgestattet. Er soll der Öffentlichkeit auch künftig für Veranstaltungen, Seminare und Feierlichkeiten aller Art zur Verfügung stehen. „Hierfür werden jetzt weitere Konzepte erarbeitet“, berichtet Keese. Geplant sei unter anderem eine Zusammenarbeit mit einem Caterer, der extern hinzugebucht werden könne. Die Verpflegung für Kleingruppen und Veranstaltungen wie Vereinsversammlungen könne sichergestellt werden.

„Wir freuen uns, dass wir nun ein tragfähiges Konzept für die Weiternutzung entwickelt haben und dieses traditionsträchtige Gebäude in Wagenfeld weiter für alle nutzbar erhalten können“, so Oliver Keese.

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