Im Stundentakt in die Kreisstadt

Buslinie 170 fährt künftig alle 60 Minuten zwischen Ströhen, Rehden und Diepholz

Freuen sich auf die Linie 170 im Stundentakt (v.l.): Claudia Immoor, Bürgermeister Matthias Kreye, Landrat Cord Bockhop, Samtgemeindebürgermeister Magnus Kiene, Thorsten Abeling (Landkreis), Bürgermeister Florian Marré, Busunternehmer Bernd Rittmeyer, Christof Herr (ZVBN) und Katja Rittmeyer.
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Freuen sich auf die Linie 170 im Stundentakt (v.l.): Claudia Immoor, Bürgermeister Matthias Kreye, Landrat Cord Bockhop, Samtgemeindebürgermeister Magnus Kiene, Thorsten Abeling (Landkreis), Bürgermeister Florian Marré, Busunternehmer Bernd Rittmeyer, Christof Herr (ZVBN) und Katja Rittmeyer.

Die Buslinie 170 fährt ab dem 12. Dezember im Stundentakt zwischen Ströhen, Wagenfeld, Rehden und Diepholz ‒ auch in den Ferien.

Wagenfeld/Rehden – In aller Herrgottsfrühe los zum Ausflug in die große Stadt oder an die See und am späten Abend zurück, tagsüber mal schnell einen Behördengang in Diepholz erledigen, ohne lange auf den Bus zu warten, oder ein Restaurantbesuch am Abend – das war aus Wagenfeld mit ÖPNV bislang nicht zu machen. Ab dem 12. Dezember ändert sich das. Denn dann gilt: Die Linie 170 zwischen Ströhen, Wagenfeld, Rehden und Diepholz fährt von morgens bis abends im Stundentakt, egal ob Ferien oder nicht. Klar ist aber auch: Das Angebot kann dauerhaft nur Bestand haben, wenn es genutzt wird. Landrat Cord Bockhop und Wagenfelds Bürgermeister Matthias Kreye appellieren darum an die Bürger, genau das zu tun. „Es ist eine Chance, mal etwas auszuprobieren, wo man sonst nicht hinfährt“, so Bockhop.

Ab Sonntag fährt die Linie 170 montags bis freitags von 6 bis 19 Uhr im Stundenstakt. Freitags werden darüber hinaus bis etwa 21.30 Uhr Fahrten ab Diepholz angeboten. Für den Samstag werden die Fahrten ab 8 Uhr verdoppelt und ab Diepholz ebenfalls bis etwa 21.30 Uhr ausgeweitet.

Alle Fahrten haben Anschluss an die Regionalbahnen von und nach Bremen und Osnabrück am Diepholzer Bahnhof sowie in Rehden an die Landesbuslinie 137 Diepholz – Sulingen, die in Sulingen wiederum Anschluss an die Landesbuslinie 138 nach Nienburg hat.

„Wir freuen uns, dass der ZVBN und der Landkreis die Lücken schließen“, sagte Wagenfelds Bürgermeister Matthias Kreye gestern bei einem Pressetermin. „Für uns ist die Anbindung an die Kreisstadt sehr wichtig“, sagte er mit Blick auf Behörden, Firmen und den Bahnhof. Auch Freizeitangebote könnten durch den Stundentakt besser genutzt werden. „Ich bin fest davon überzeugt, dass die Ströher und Wagenfelder dieses attraktive Angebot erkennen und nutzen werden.“ Das sieht sein Amtskollege Magnus Kiene aus der Samtgemeinde Rehden ähnlich. Das Angebot bringe auch für die Samtgemeinde einen deutlichen Mehrwert.

Florian Marré, Bürgermeister der Stadt Diepholz, zeigte sich sehr zuversichtlich, dass das Angebot gut genutzt wird. Er merke oft, dass Einwohner aus Wagenfeld und Rehden mit dem Auto zum Bahnhof kommen. „Ich glaube, dass das neue Angebot den ein oder anderen motivieren kann, das Auto mal stehenzulassen oder auf den Kauf eines Zweitwagens zu verzichten“, so Marré.

Die Kosten für die Ausweitung der Linie 170 in Höhe von 100 000 Euro jährlich teilen sich der Landkreis Diepholz und der Zweckverband Verkehrsverbund Bremen/Niedersachsen (ZVBN). Sie ist ein nächstes Puzzleteil in der Verbesserung des ÖPNV. Ein weiteres sind die 50 000 Euro pro Jahr und Kommune, die der Landkreis zunächst bis 2026 als Förderung zur Verfügung stellt, um seine Städte und Gemeinden bei der Verbesserung des innerörtlichen ÖPNV zu unterstützen. Denn der ist ein wichtiger Baustein, um die Menschen an das überörtliche Linien-Netz heranzubringen.

Christof Herr vom ZVBN zeigte sich von dem, was im Landkreis Diepholz bisher in Sachen ÖPNV gemacht wurde, beeindruckt. Im Verbundgebiet sei der Landkreis an erster Stelle. Allein vier der ab Sonntag acht überregionalen Landesbuslinien befänden sich im Landkreis Diepholz. Auch das Förderprogramm des Landkreises suche seinesgleichen.

Für Landrat Cord Bockhop ist mit dem bisher geschafften noch nicht Schluss. In zwei, drei Jahren müsse man schauen, welche Angebote wie angenommen würden und wo man nachjustieren müsse. Dabei denkt er nicht zuerst an mögliche Kürzungen, sondern ganz selbstbewusst an eine Ausweitung. So wäre für ihn eine 20-Minuten-Taktung das Optimalziel. Außerdem wirbt er für eine bessere Abstimmung über Kreis- und Verbundgrenzen hinweg, um die Nutzung des ÖPNV für die Menschen einfacher und damit attraktiver zu machen.

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