Flohmarkt für „Weihnachten im Schuhkarton“

Bunte Päckchen für bedürftige Kinder

Ein Teil der Ströher „Weihnachtsfeen“ war beim Flohmarkt in Ströhen im Einsatz. - Foto: Brauns-Bömermann

Ströhen - Schon im Vorbeifahren sieht man das Anwachsen der Stapel der Weihnachtspäckchen in den Fenstern des Gemeindehauses in Ströhen. Bunt mit weihnachtlichen Motiven und der Message: Mehr als einen Glücksmoment auf die Reise schicken, teils weit bis nach Asien. Der Erlös aus dem Verkauf von Torten und Kaffee zum Flohmarkt für Kinderartikel am Samstag wird erneut für Einkäufe und Reisegeld für die Aktion „Weihnachten im Schuhkarton“ verwendet.

Bereits seit dem 1. Oktober treffen sich acht Frauen regelmäßig einmal wöchentlich für jeweils zwei Stunden, um die Päckchen zu packen, nach Geschlecht und Alter zu sortieren und zu etikettieren.

Das evangelisch-lutherische Pfarramt Wagenfeld-Ströhen ist Sammel- und Annahmestelle Margitta Köster, Gunda Lorch, Sabine Beckmeyer, Marion Imgarten, Tanja Schmetz, Manuela Winkelmann, Ulrike Renzelmann und neu dabei Tanja Kording sehen die Zeit als gut investiert, denn wenn bedürftige Kinder solch bunten Karton unerwartet erhalten, sei das mehr als eine Überraschung, sondern würde nachhaltig prägen und die Hoffnung in die Menschenliebe stärken.

„Im letzten Jahr erhielten wir einen Dankesbrief vom zehnjährigen Mike aus der Mongolei“, freut sich Tanja Schmetz immer noch. „So weit reisen unsere Pakete.“ Tatsächlich gehen die Päckchen mit Inhalten und Geschenkideen wie Kleidung, Hygieneartikel, Spielzeug, Süßigkeiten und Schulsachen, alles neuwertig, in Länder wie Bulgarien, Mongolei, Polen, Republik Moldau, Rumänien, Slowakei, Ukraine oder Weißrussland auf die Reise.

Die Aktion der Organisation „Geschenke der Hoffnung“ aus Berlin packt seit 1996 jedes Jahr hunderttausende Päckchen und sieben Millionen Kinder wurden bereits beschenkt. Und die Spende sei einfach berichtet Tanja Schmetz: „Man kann in Ströhen und Wagenfeld im Pfarramt oder bei Uwe´s Laden in Wagenfeld selbst gepackte Päckchen abgeben oder wir packen sie ein“. Die „Weihnachtsfeen“ aus Ströhen haben auch schon lange im Vorfeld der Aktion mitgedacht. Frühe Einkäufe sparten Geld, Sachspenden werden mit eingeplant und selbstgestrickte Schals, Mützen, Socken und Kuscheltiere finden sich in den Weihnachtskartons wieder.

Am 15. November geht die Reise der vielen Pakete weiter über Westrup, der Sammelstelle von Elisabeth Stammeier, in die ausgewählten Länder. Und da die Deutschen Meister im Organisieren sind, findet sich im Flyer von „Weihnachten im Schuhkarton“ neben den Etiketten nach Unterscheidung von Geschlecht und Alter, einer Päckchenmarke und Spendenüberweisung auch der Hinweis: „Keinen Schuhkarton zur Hand? Bestellen Sie jetzt online die „Box to go“ unter: www.jetzt-mitpacken.de“.

„Wenn eingereichte bereits gepackte Pakete nicht vollständig mit den Geschenkideen sind, füllen wir nach“, erläutert Schmetz das Einpackprozedere. Außerdem kontrollieren die Damen die bereits gepackten Pakete. Die Gleichung ist einfach: Acht Euro Spende plus ein Karton mit Geschenken, als persönlichen Gruß mit Bild wer mag und am anderen Ende der Welt erstrahlt ein Kindergesicht.

Den Transport von Ströhen und Wagenfeld nach Westrup organisieren die Damen auch selbst mit einem kleinen Lkw.

sbb

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