CDU stürzt auf 31,07 Prozent ab

SPD in Wagenfeld „bärenstark“

Das Ergebnis der Bundestagswahl 2021 in Wagenfeld
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Das Ergebnis der Bundestagswahl 2021 in Wagenfeld

Bei der Bundestagswahl ist die CDU in Wagenfeld regelrecht abgestürzt. Sie fiel um 12,54 Prozentpunkte auf 31,07. Große Gewinnerin ist die SPD, die mit 30,11 Prozent nur knapp hinter der Union liegt.

Wagenfeld – Von ihrem aktuellen Wahlkreis-Vertreter im Bundestag ist die Mehrheit der Wagenfelder weiterhin überzeugt. CDU-Direktkandidat Axel Knoerig muss zwar wie seine Partei einen hohen Stimmenverlust (-7,15 Prozentpunkte) verkraften, erzielte mit 46,39 Prozent der Stimmen aber dennoch das beste Ergebnis. Bei den Zweitstimmen ist die CDU auch in Wagenfeld die klare Verliererin, die SPD die große Gewinnerin.

Die SPD-Direktkandidatin Peggy Schierenbeck blieb gegen den Mandatsinhaber chancenlos, strich mit 25,46 Prozent aber ein etwas besseres Ergebnis (+2,02 Prozentpunkte) ein als der SPD-Kandidat vor vier Jahren.

Bei den Zweitstimmen erlebte die CDU mit einem Minus von 12,54 Prozentpunkten einen regelrechten Absturz, bleibt aber mit einem Stimmenanteil von 31,07 Prozent über dem Bundesergebnis. Die geringsten Verluste – im einstelligen Bereich – verzeichnete die Union in den Wahlbezirken Förlingen und Haßlingen I. Eine regelrechte Klatsche gab’s in Oberauerort (-17,14 Punkte) und in Ströhen-Mitte (-19,32 Punkte).

Der CDU-Ortsverbandsvorsitzende Stephan Kawemeyer hatte etwas Ähnliches schon geahnt. „Es war zu erwarten, dass es für uns kein schönes Ergebnis wird.“ Dass die CDU in Wagenfeld so deutlich verlor, überraschte ihn dann aber doch. „Ich vermute, die CDU soll eine Denkpause bekommen.“ Zufrieden ist Kawemeyer, dass Knoerig wieder das Direktmandat geholt hat, wenn auch nur knapp. „Ich sehe das auch als Zeugnis für seine Arbeit im Landkreis und in Wagenfeld.“

Völlig sprachlos war Hartmut Striek, stellvertretender Vorsitzender des SPD-Ortsverbands, angesichts des guten Abschneidens der Sozialdemokraten. „Das finde ich für Wagenfeld bärenstark“, kommentierte er die 30,11 Prozent (+6,57 Punkte) seiner Partei. „Dass die SPD in Wagenfeld den Bundestrend geschlagen hat, das ist top“, so Striek. Denn in Wagenfeld habe sich die SPD immer schwergetan. Die Sozialdemokraten gewannen in allen Wahlbezirken hinzu, am stärksten in Ströhen-Mitte (+10,31 Punkte) und in Haßlingen II (+12,47 Punkte).

„Offensichtlich sind viele Leute der Meinung, dass es einen Wandel in der Politik geben muss“, vermutet Striek. Zudem habe die SPD mit Olaf Scholz einen starken Mann an der Spitze. Die Kanzlerkandidaten von CDU und Grünen haben aus seiner Sicht nicht überzeugt.

Hans-Walter Scheland, Vorsitzender des FDP-Ortsverbands, ist mit dem Ergebnis seiner Liberalen in Wagenfeld und auf Bundesebene ebenfalls sehr zufrieden, auch wenn er sich im Bund nach eigener Aussage einen etwas höhren Zugewinn erhofft hatte. In Wagenfeld habe die FDP ihr hohes Niveau halten können. „Ich denke, wir können uns nicht beklagen“, bewertete Scheland die 15,51 Prozent (+0,96 Punkte) auf kommunaler Ebene. Das größte Plus erzielte sie in Neustadt (+4,13 Punkte), die größten Verluste in Förlingen (-6,98 Punkte).

Die Grünen gewannen in Wagenfeld nicht ganz so stark wie im Bund und erreichten 9,63 Prozent (+4,16 Punkte). Sie legten vor allem in den Bezirken Haßlingen I und II und in Butzendorf zu.

Die AfD hat entgegen dem Bundestrend in Wagenfeld leicht um 0,58 Punkte auf 7,07 Prozent gewonnen. Den größten Zuwachs (+5,29 Punkte) verzeichneten sie in Förlingen.

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