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Planung für Bürgerradweg an Mindener Straße wird konkret

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Von: Melanie Russ

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An der Abfahrt „Rothe Riede“ an der L343 in Ströhen ist Schluss mit dem Radweg. Ortsvorsteher Reinhard Heider, Verwaltung und viele Mitstreiter arbeiten derzeit daran, ihn bis zur Gemeindegrenze weiterzuführen.
An der Abfahrt „Rothe Riede“ an der L343 in Ströhen ist Schluss mit dem Radweg. Ortsvorsteher Reinhard Heider, Verwaltung und viele Mitstreiter arbeiten derzeit daran, ihn bis zur Gemeindegrenze weiterzuführen. © Russ

Die Planung für den Bürgerradweg an der Mindener Straße (L343) in Ströhen schreitet gut voran. Baubeginn könnte im Oktober 2023 sein. Anschließend ist der Radweg an der Varreler Straße dran.

Wagenfeld/Ströhen – Schmale Landstraße, keine Geschwindigkeitsbegrenzung – das bedeutet für Radfahrer im wahrsten Sinne des Wortes ein gefährliches Pflaster. Die Gemeinde Wagenfeld arbeitet darum in Kooperation mit dem Verein „Ströher Dorfleben“ derzeit an der Planung von Bürgerradwegen entlang der Mindener Straße (L343) in Richtung Steinbrink bis zum Ortsausgang und an der Varreler Straße (L347) in Richtung Sulingen. Für den 2,3 Kilometer langen Abschnitt an der L343 stellte Sabine Möller vom Planungsbüro Sweco in der Sitzung des Bauausschusses am Donnerstagabend den Vorentwurf vor.

Eine erfreuliche Nachricht gab es bezüglich des 3,3 Kilometer langen Radwegs an der L347. Einem Antrag der Gemeinde auf Erweiterung des Abschnitts um weitere zwei Kilometer bis zur Gemeindegrenze hat die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr zugestimmt, wie Bauamtsleiter Dennis Härtel berichtete. Die Planungen für diesen Radweg will Sweco aber erst nach Fertigstellung der L343-Planungen vorantreiben. „Es können sowieso nicht beide Radwege gleichzeitig gebaut werden“, argumentierte Möller.

Darum konzentriert sich das Büro zunächst auf die Mindener Straße. Hier soll der Radweg östlich der Fahrbahn verlaufen. Zum Teil wird er direkt an der Straße entlanggeführt, zum Teil hinter Gräben und Bäumen – je nach örtlicher Gegebenheit.

Direkt an der Straße wird der Radweg nach jetziger Planung 2,50 Meter breit werden und ein 50 Zentimeter breites Bankett bekommen. Getrennt werden Straße und Radweg durch einen 50 Zentimeter breiten Sicherheitsstreifen. Die Planerin schlug vor, ihn rot zu pflastern, damit er sich besser abhebt. Dort, wo er hinter Bäumen und Gräben herumgeführt wird, ist der Radweg in zwei Meter Breite mit 50 Zentimeter Bankett geplant.

Benjamin Kappe (UWG), der als zweiter Vorsitzender des Vereins „Unser Bruch“ maßgeblich an der Planung des Bürgerradwegs entlang der Burlager Straße in der Samtgemeinde Rehden beteiligt war, bewertete es als bedenklich, dass der Radweg teilweise zwischen landwirtschaftlichen Flächen und einem Graben geführt werden soll. Schließlich diene der Graben zur Entwässerung der Felder. An der Burlager Straße werde das vermieden.

Sabine Möller argumentierte, dass in der Regel versucht werde, vorhandene Grabensysteme zu erhalten, weil ein Umsetzen enorme Erdarbeiten bedeute, die in keinem Verhältnis zum Nutzen ständen. Und ein Versetzen wäre notwendig, um genügend Platz für den Radweg direkt an der Straße zu erhalten. Um ein Ablaufen des Wassers auf den Radweg zu verhindern, könne man eine kleine Versickerungsmulde am Ackerrand anlegen, so Möller. In Senken könne bei Bedarf ein kleiner Durchlass zum Graben geschaffen werden. Diese Punkte werden in der anstehenden Detailplanung geprüft.

Die aktuelle Kostenschätzung für diesen Abschnitt beläuft sich auf rund 1,7 Millionen Euro. Der Zeitplan sieht vor, dass der fertige Bauentwurf im Juni 2023 vorliegt. Bis September könnten dann die Ausschreibungen abgeschlossen sein. Der Baustart ist für Oktober anvisiert.

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