Einjährige Vakanz beendet

Pastorin Kerstin Wackerbarth in Ströhen ordiniert

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Bisherige Weggefährten und neue Kollegen begleiteten Pastorin Kerstin Wackerbarth (Mitte) im feierlichen Ordinationsgottesdienst in Ströhen.

Ströhen - Von Gerhard Scheland. Kurz vor 15 Uhr luden die Glocken der Ströher Kirche am Sonntag zu einem besonderen Ereignis ein: Im Rahmen eines feierlichen Ordinationsgottesdienstes wurde Pastorin Kerstin Wackerbarth in der bis auf den letzten Platz besetzten Kirche von Landessuperintendentin Dr. Birgit Klostermeier offiziell in den Dienst der Kirche eingeführt und anschließend mit der Übernahme ihrer ersten Pfarrstelle in Ströhen und Wagenfeld betraut.

Die junge Theologin, die in Marburg, Berlin und Heidelberg Theologie studiert und ihr Vikariat in Wunstorf-Kolenfeld absolviert hat, tritt die Nachfolge von Pastor Dirk Brandt an, der die Kirchengemeinde Ströhen im vergangenen Jahr verlassen hatte. Mit dem Amtsantritt endet eine etwa einjährige Vakanz. Kerstin Wackerbarth ist die erste Pastorin in der Geschichte der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Ströhen.

Während der Gestaltung des Ordinationsgottesdienstes wurde die Landessuperintendentin von drei Assistenten unterstützt, die die neue Ströher Pastorin auf ihrem bisherigen Lebensweg begleitet haben und auch künftig begleiten werden. Eine der Assistentinnen war Heide Husmann aus Ströhen, die dem örtlichen Kirchenvorstand vorsteht. Der Posaunenchor und der Chor „Zeitlos“ gestalteten den musikalischen Teil des Gottesdienstes. Die Mitglieder des Kirchenvorstandes trugen mit Fürbitten zur Liturgie bei.

Nach dem feierlichen Einzug ins Ströher Gotteshaus wartete auf die junge Pastorin zunächst ein Kurzinterview. „Wo ist eigentlich das Dorf, hier sind ja nur Straßen?“, beantwortete die gebürtige Einbeckerin die Frage nach ihrem ersten Eindruck von Ströhen. Inzwischen habe sie aber einen viel tieferen Einblick in das örtliche Leben erhalten und bereits die ersten netten Kontakte geknüpft.

Reigen von Grußworten

Als das Geklapper des Kaffeegeschirrs beim anschließenden Empfang im Gemeindehaus etwas ruhiger wurde, setzte ein Reigen von Grußworten ein. Brigitte Hagedorn übermittelte gute Wünsche des Kirchenvorstandes, seitens der politischen Gemeinde Wagenfeld betonte Bürgermeister Matthias Kreye, dass alle Bürger die neue Pastorin mit offenen Armen empfangen würden. „Wir sind froh und glücklich, wieder eine Seelsorgerin zu haben.“ 

Als Besonderheiten der Gemeinde stellte Kreye unter anderem ein reges Vereinsleben und eine intakte Dorfgemeinschaft heraus. Eher schmunzelnd wies er darauf hin, dass gerade rechtzeitig zur Ordination und zum Amtsantritt die neue Sporthalle fertig geworden sei und auch die neuen Räume des Kindergartens genutzt werden könnten. Abschließend bat Kreye die Geistliche um einen Besuch im Wagenfelder Rathaus. „Meine Tür steht immer offen.“

Ortsvorsteher Holger Kuhlmann riet der neuen Pastorin, nicht zu versuchen, in die großen Fußstapfen ihres Vorgängers zu treten. Sie möge an Bewährtem festhalten und ihrem künftigen Wirken den eigenen Stempel aufdrücken, wünschte sich Kuhlmann und forderte die Pastorin und ihren Ehemann Jan auf, sich aktiv in die Dorfgemeinschaft einzubringen.

Ströher Vereine und Verbände präsentieren sich

Pastor Dimitri Schweitz gratulierte seitens der Nachbarkirchengemeinden Barver und Rehden-Hemsloh, Petra Thiesing-Jöres freute sich seitens des Chores „Zeitlos“ über die stimmliche Unterstützung des Ehepaares Wackerbarth, Andreas Lorch wünschte für den Posaunenchor alles Gute für das Wirken in Ströhen, und Inge Thielemann-Rewald stellte die Verbundenheit zwischen DRK-Kindergarten und der Kirchengemeinde heraus. 

Gerald Hilgemeier hieß Kerstin und Jan Wackerbarth seitens der Ströher Vereine und Verbände willkommen, Linda Puppe freute sich im Namen des Vereins „Dorfleben“ über die erste Pastorin in Ströhen, und Kreisjugendpastorin Edith Steinmeyer kündigte an, dass im April die Jugendkirche „Churchville“ in Ströhen Station mache.

Das Schlusswort gehörte der Hauptdarstellerin des Tages: „Wer ein gutes Team und viele nette Menschen um sich hat, der braucht sich vor nichts zu fürchten.“

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