Songs aus zehn Jahren Chor-Geschichte

Dinnerkonzerte von „Zeitlos“ in Ströhen ein voller Erfolg

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Die „Zeitlos“-Stimmen wurden am vergangenen Wochenende ordentlich beansprucht. Der Chor präsentierte seinen Zuhörern im Rahmen von drei Konzerten jeweils 28 Lieder.

Ströhen - Das Ensemble „Zeitlos“ hatte auch in diesem Jahr wieder zu seinen an drei aufeinander folgenden Tagen stattfindenden Konzerten geladen. „Die sind inzwischen ein Selbstläufer“, erläutert Chorleiterin Petra Thiesing-Jöres am Samstagabend.

Die drei Konzerte der Konzertreihe für 2017 im Tierparkrestaurant in Ströhen waren gut besucht. Insgesamt wollten rund 360 Zuhörer das musikalisch und kulinarisch kombinierte Event nicht verpassen. Für gute Unterhaltung, ohne weit fahren zu müssen, ist „Zeitlos“ weit über die Grenzen von Ströhen und Wagenfeld bekannt. Beim Nachrechnen und Revue passieren lassen, beim Realisieren, welche Sänger ausschieden, pausierten oder neu hinzukamen seit Gründung im März 2008, kam der fidele Chor zum Schluss, dass es sich eigentlich um die zehnte Konzertreihe handelte. Und entschloss sich, in einer Art Ranking, die besten Songs aus zehn Jahren zu filtern.

Das geschah aber nicht einfach mit einer Anmoderation und anschließendem Gesangsvorträgen, wer „Zeitlos“ kennt, weiß, dass immer ein Gag zu erwarten ist. Dieses Mal kam die Moderation quasi aus dem Radio. Mit Namen Radio E.T.S. (Essen, Trinken, Singen). „Die Auswahl der rund 28 Songs war gar nicht so einfach, denn im Chor sind viele Leitwölfe, gute Leute“, so Thiesing-Jöres. Aber es hatte geklappt und herausgekommen war ein echt abwechslungsreiches Radioprogramm zum Dinner. „Eigentlich sollte der anfängliche Projektchor „Chor auf Zeit“ heißen“, erinnern sich Thiesing-Jöres und Co-Chorleiterin Claudia Kiens. Schnell hieß es aber: „Wir hören aber nicht wieder auf“ und daraus entstand „Zeitlos“. Zum Chorleitertrio gehört auch Kristin Harlaß und musikalische Beraterin ist Karin Harms.

Während die vorhergehenden Konzerte immer Mottos hatten wie zum Beispiel „Fish and Chips“ oder „Die wilden Wirtschaftswunderjahre“ als Beispiele, hörten die Fans und Besucher diese dreimal quasi ein „Best of Zeitlos“. Dabei war Thiesing-Jöres wichtig: „Wieder einstudieren ist echt schwer, gerade weil man meint: ,Och, das geht ja flott‘.“

Thiesing-Jöres gibt Leitung ab

Wie eng die Bande in Ströhen sind, zeigte die Geste von Ludger Hartz, der eigentlich seit längerem in Hüde wohnt, und sein Kommen für drei Auftritte im „Männerquartett“. Sonst hätte nämlich ein Mann beim Song „Männer mag man eben“ gefehlt. Der ebenso mögliche fünfte Mann saß am Samstag im Publikum: Ströhens früherer Pastor Dirk Brandt war mit Lebenspartnerin extra rund 500 Kilometer von seiner aktuellen Dienststelle angereist, um sein Geschenk der Ströher Bürger beim Verlassen der Gemeinde einzulösen: Eine Übernachtung in Ströhen nach einem der Konzerte. Er war da, hatte sein Versprechen gehalten, lauschte und genoss. Vom Madrigal – „April“, Soul – „Someone like you“ (Solo Vera Summann), den „Earthsong“ von Michael Jackson (Claudia Kiens) oder dem im Publikum gesungenen französischen „Tourdion“, ein Marktgesang aus der Renaissance bis hin zu Schlagern, Evergreens und Popsongs reichte das Repertoire.

Beim Katzenduett von Gioacchino Rossini, dem legendären „Duetto buffo di due gatti“, zeigt sich die ganze Bandbreite des Gesangs. Heide und Kristin Harlaß zeigen nicht nur gesangliche Qualität, sondern vor allem auch Spiel. Um den Ehrgeizdurst zu löschen, singt das Ensemble Englisch, Schwedisch, Spanisch und Französisch. Darf nach rund 14 Songs die verdiente Pause machen, damit das Dinner mit dem Hauptgang „Elchroulade“ weitergeht. Nach Part zwei mit weiteren tollen Blockbuster-Songs gibt Thiesing-Jöres ihren Ausstieg bekannt: „Man soll aufhören, wenn es am schönsten ist“, übergibt sie den Staffelstab an Claudia Kiens und Kristin Harlaß. „Meine Jungs leite ich noch“, und meinte damit den MGV Wagenfeld-Barver. Und mitsingen möchte die Chorinitiatorin bei „Zeitlos“ solange sie kann.

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