Berufswahl-Orientierung für die achten Klassen der Oberschule Wagenfeld

„Ich habe mich für den Kfz-Bereich entschieden“

Technische Berufe gehörten gestern bei der Berufswahl-Orientierung in Wagenfeld zu den Favoriten. - Foto: Benker

Wagenfeld - „Ich habe erfahren, dass die Gemeinde viel anbietet. Aber für mich ist das eher nichts, ich habe mich für den Kfz-Bereich entschieden. Ich werde dort erst ein Praktikum machen. Irgendwann möchte ich meine eigene Werkstatt eröffnen.“ Selbstbewusst erläuterte der Achtklässler Isaja gestern, welchen beruflichen Werdegang er einschlagen möchte.

Soeben hatte er von Claudia Immoor von der Gemeindeverwaltung im Rahmen der Berufswahl-Orientierung im Feuerwehrgerätehaus erfahren, welche Möglichkeiten ihm bei einer Ausbildung in der Verwaltung offen stehen.

Jan war überrascht über die vielfältigen Aufgaben, die in einer Verwaltung anfallen. Interesse habe er schon, wenn die Voraussetzungen erfüllt seien.

Neben den Genannten nahmen weitere 50 Mädchen und Jungen der achten Klassen der Oberschule Wagenfeld an der Veranstaltung teil. Sie ist bereits seit einigen Jahren fester Bestandteil an der Schule.

„Es ist für die Schüler des achten Jahrgangs der erste Kontakt mit der Wirtschaft in der Region“, erläuterte Peter Schneekönig, der gemeinsam mit seinem Kollegen Bernd Riechmann sowie Schulsozialarbeiterin Lena Schröder das Projekt von Seiten der Oberschule betreute. Planung und Organisation im Vorfeld und am gestrigen Tag lagen in den Händen von Gerhard Friedrichs vom Bildungswerk Niedersächsischer Volkshochschulen.

Gestern waren 14 Teilnehmer dabei. Sie informierten über ihre Betriebe, die angebotenen Berufe und die Ausbildung. Drei Betriebe wurden außerhalb besucht, zum Beispiel das Unternehmen Lütvogt und die Kläranlage. Enttäuscht war Gerhard Friedrichs darüber, dass drei Unternehmen nicht erschienen waren, ohne sich vorher abzumelden. Die Schüler, die diese hätten kennenlernen wollen, gingen somit leer aus, was den Bereich betreffe.

Im Vorfeld hatten die achten Klassen mit ihren Lehrern einen Fragebogen entwickelt, jeder Schüler hatte die Möglichkeit, sechs Betriebe kennen zu lernen. Die beiden Hauptwünsche seien nach Möglichkeit berücksichtigt worden, betonte Peter Schneekönig.

„Viele haben aber noch keine Vorstellung, welche Richtung sie einmal einschlagen wollen“, fügte er hinzu. Hierzu sollten die drei anstehenden Praktika in den folgenden Jahren Orientierungshilfe geben. Ziel sei es, dass die Schüler im zehnten Jahrgang in der Lage seien, sich für einen beruflichen Werdegang oder eine weiterführende Schule zu entscheiden.

Vorlieben bei der jetzigen Berufswahl-Orientierung seien die Sparten EDV, die technischen Berufe und die Polizei, merkte Schneekönig an. Einige Betriebe hätten Auszubildende dabei, da sei der Kontakt zu den Schülern eher auf Augenhöhe.

„Das Interesse der Schüler hängt heute in erster Linie davon ab, ob sie schon Ziele haben“, stellte Claudia Immoor von der Gemeindeverwaltung Wagenfeld fest. Erfreut zeigte sie sich darüber, dass die Achtklässler auch vieles hinterfragt hätten, unabhängig vom vorgefertigten Fragebogen. „Was ist der Unterschied zwischen einer Gemeinde und einer Samtgemeinde, wollte jemand wissen, und, ob wir mit anderen Betrieben zusammenarbeiten“, nannte Heuer Beispiele.

Oberschulleiter Hartmut Bublitz und Wagenfelds Bürgermeister Matthias Kreye hatten zu Beginn der Veranstaltung in kurzen Statements auf die Bedeutung dieser Berufswahl-Orientierung verwiesen und den beteiligten Unternehmen für ihr Mitwirken gedankt. 

hwb

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