INTERVIEW Leni Rempe schildert auf 124 Seiten ihre Erlebnisse in Rio

Aufregende Tage in Brasilien

Die gebürtige Wagenfelderin Leni Rempe hat etwa zwei Monate in Brasilien verbracht. Über ihre Erlebnisse berichtet sie in ihrem neuen Buch.
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Die gebürtige Wagenfelderin Leni Rempe hat etwa zwei Monate in Brasilien verbracht. Über ihre Erlebnisse berichtet sie in ihrem neuen Buch.

Wagenfeld – 65 aufregende Tage voller Eindrücke und Emotionen hat Leni Rempe Ende vergangenen Jahres in Brasilien verbracht. Ihre Erlebnisse schildert die 27-jährige gebürtige Wagenfelderin nun in einem Reisetagebuch mit vielen Bildern. Ihre Reise begann turbulent mit verpasstem Flug, betrügerischem Taxifahrer und Hörsturz und führte sie über Kurzaufenthalte in Lissabon und Miami in die Metropole Rio de Janeiro. „Aufbruch! Die beste Lücke meines Lebenslaufs“ ist bereits das dritte Buch der Wahlberlinerin. Zuletzt hatte sie 2018 eine Biografie über die Profi-Fußballerin Patricia Hanebeck veröffentlicht. Im Interview schildert Leni Rempe, warum sie nach Brasilien gereist ist und was sie dort erlebt hat.

Warum wollten Sie Brasilien besuchen?

Ich wollte Brasilien beziehungsweise Rio besuchen, weil mich das Land und die Kultur sehr interessieren und ich während der Oberstufe in verschiedenen Unterrichtsfächern Vorträge über das Land gehalten habe. Aber einen richtigen Eindruck bekommt man erst, wenn man dort vor Ort ist, finde ich.

Sie sind alleine nach Brasilien geflogen, ohne portugiesisch zu sprechen. Hatten Sie Bedenken, ob Sie dort zurechtkommen?

Die Verständigung war schwierig, weil viele Brasilianer kein Englisch sprechen. Aber die Menschen waren sehr freundlich und geduldig. Ich habe dort auch ein paar Freunde gefunden.

Wie haben Sie Ihre Zeit in Brasilien verbracht?

Ich war hauptsächlich in Rio. Dort habe ich bei einer Gastfamilie gewohnt. Ich habe aber auch viele Tagesausflüge gemacht und bin zum Beispiel viel gewandert. Außerdem habe ich zwei Wochen lang eine Sprachschule besucht, um portugiesisch zu lernen, und ein Zehn-Tages-Praktikum in einer deutsch-brasilianischen Privatschule absolviert.

Sie waren auch in den Favelas von Rio. Wie haben Sie die Armenviertel und die Menschen dort erlebt?

Die Armut in Brasilien beschreibe ich so: Die Menschen haben wirklich nichts. Sie fragen nach Essen und Trinken und nicht konkret nach Geld, anders als zum Beispiel in Berlin. Zumindest habe ich es nicht anders erlebt. Sie waren sehr freundlich und aufgeschlossen. Die Menschen, die in den Favelas wohnen, kommen mir „trotzdem“ zufrieden vor, und viele entscheiden sich auch freiwillig, dort zu wohnen, weil die Mieten der Blechhütten sehr günstig sind, um mehr Geld für Essen, Trinken und Freizeitaktivitäten zu haben.

Was waren Ihre schönsten Erlebnisse in Brasilien?

Der Besuch im Maracana-Stadion war toll. Es war unglaublich, als großer Fußballfan dort zu sein, wo Deutschland Weltmeister geworden ist. Und ich interessiere mich allgemein für die Stadien in anderen Städten und Ländern. Außerdem bin ich auf den Corcovado gewandert (auf ihm steht die weltbekannte Christusstatue, Anm. d. Red.). Von dort oben hat man einen grandiosen Blick über die ganze Stadt. Sehr gefreut hat mich auch der Besuch von meiner Freundin und ihrem Sohn.

Was nehmen Sie aus Brasilien mit? Hat die Erfahrung Sie verändert?

Ich bin ein Stück offener geworden. Die Reise hat auf jeden Fall meinen Horizont erweitert.

Werden Sie noch mal nach Brasilien zurückkehren?

Ich werde definitiv noch mal nach Brasilien fliegen, um meine Gastmutter Terese zu besuchen, und dann auch andere Städte zu bereisen. Die Hauptstadt Brasilia, Bahia und Belo Horizonte würden mich sehr interessieren.

Lesen

Leni Rempe. Aufbruch! Die beste Lücke meines Lebenslaufs. 124 Seiten. Verlag: Tredition. Hardcover: 17,99 Euro, Taschenbuch: 10,99 Euro, E-Book: 5 Euro.

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