Feuerwehr Wagenfeld wird die ganze Bandbreite der Feuerwehr abverlangt/2067 Einsatzstunden/72 Einsatzkräfte

Allein 22 Sturmschäden halten die Ortswehr auf Trab

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Darius Hodde (2.v.l.), Stephan Rehburg, (3.v.l.), Chantal Drescher, Lukas Bülker (3.v.r.) und Thomas Bödecker (2.v.r.) freuten sich mit Ortsbrandmeister Amon Windhorst (r.) und Gemeindebrandmeister Reinhold Summann (l.) über ihre Beförderungen.

Wagenfeld - Mit satten drei Stunden war es schon ein kleiner Sitzungsmarathon, den die Kameradinnen und Kameraden der Wagenfelder Ortsfeuerwehr am Samstagabend absolvierten. Neben der obligatorischen Jahresrückschau standen geheime Wahlen zum Gerätewart, Atemschutzgerätewart sowie deren Stellvertreter an. Doch nach Absolvieren der „Pflicht“ wurde zusammen mit Ehefrauen und Partnerinnen am späteren Abend der Geselligkeitspflege gebührend Rechnung getragen.

Amon Windhorst freute sich neben vielen Aktiven und Mitgliedern der Ehrenabteilung auch zahlreiche Ehrengäste in der gut gefüllten Kaiserhalle begrüßen zu können. Der Ortsbrandmeister konnte auf ein einsatzreiches Jahr zurückblicken. Denn mit 73 Einsätzen gegenüber 52 im Vorjahr hieß es 21 Mal mehr „ausrücken“. Insbesondere die technischen Hilfeleistungen waren mit 38 Alarmierungen stark gestiegen. „Davon waren alleine 22 Sturmschäden“, so der Ortsbrandmeister. Ansonsten wurde mit Technischer Hilfe bei oder nach Verkehrsunfällen, Ölschäden, Personenrettung und -suche ebenso die ganze Bandbreite der Feuerwehrarbeit abverlangt wie auch bei den 35 Brandeinsätzen, die sich auf sieben Kleinbrände, einen Entstehungs- und einen Mittelbrand sowie zwei Großbrände, elf Fehlalarme Brandmeldeanlagen und 13 Brandsicherheitswachen verteilten. Insgesamt waren die Wehrleute 2067 Stunden im Einsatz. Hinzu kamen neben den regulären Diensten Orts- und Gemeindekommandositzungen, zwei Mitgliederversammlungen und die Brandschutzerziehung in Kindergarten und Grundschule. Für die seit Jahren geplante Pflasterung des Areals hinter dem Feuerwehrgerätehaus opferten 26 Wehrleute zwölf Tage lang ihre Freizeit. Hinzu kam die Teilnahme an Wettbewerben und zahlreichen Veranstaltungen.

In 21 Ausbildungsdiensten wurden 1443 Stunden geleistet. Es erfolgte in Zusammenarbeit mit den Ortsfeuerwehren der Samtgemeinde Rehden und der Gemeinde Wagenfeld eine Teilnahme an der TM2-Ausbildung in Rehden sowie eine Sonderschulung zum Thema „BMA-Pläne“ in der Leitstelle. In der FTZ Wehrbleck wurden 28 Lehrgangsplätze belegt und auch an der Niedersächsischen Akademie für Brand- und Katastrophenschutz in Loy (Celle) absolvierten Kameraden Führungslehrgänge. Das Engagement der Wehrleute spiegelte sich auch im Bericht des Ortkommandos wider.

Die Neubeschaffung ausgemusterter Ausrüstungsgegenstände verlief in Zusammenarbeit mit der Gemeinde reibungslos. „Wir sind in weiten Teilen auf dem neuesten Stand“, vermeldete Windhorst. Die Abholung und Inbetriebnahme des neuen Einsatzleitwagens war nur ein Highlight im Wagenfelder Feuerwehrleben.

Von den 197 Mitgliedern versahen 72 Einsatzkräfte ihren Dienst in den Reihen der Aktiven, 40 Mädchen und Jungen in der Jugendfeuerwehr, 13 Mitglieder in der Altersabteilung und 31 Kinder bei den Feuerwehr-Minis. Hinzukommen elf passive/beurlaubte und 30 fördernde Mitglieder. Windhorst sprach allen für ihren Einsatz seinen Dank aus.

„Es ist ein beruhigendes Gefühl, zu wissen, dass ihr rund um die Uhr bereit steht, wenn anderen Menschen Gefahr droht und beeindruckend wie viel Engagement ihr mit der Jugendfeuerwehr und den Feuerwehr-Minis in die Zukunft investiert“, lobte Bürgermeister Matthias Kreye. „Die Zahl der Einsätze zeigt: Ihr werdet gebraucht. Euer Engagement verdient höchste Anerkennung, das wir seitens der Gemeinde mit nicht unbeachtlichen Mitteln auch in 2016 honorieren.“ Insgesamt seien für 2016 580000 Euro für den Brandschutz in Wagenfeld und Ströhen im Haushalt veranschlagt. „Denn die Rahmenbedingungen und das Handwerkszeug müssen stimmen“, sagte Kreye.

Diesen Worten des Lobes und des Dankes für die gute Zusammenarbeit konnten sich Ströhens Ortsbrandmeister Wilhelm Hilgemeier, Gemeindebrandmeister Reinhold Summann, Horst Hoffschneider für die Kreisfeuerwehr und Andreas Siebrecht für die Polizei nur anschließen.

Auch Beförderungen und Wahlen bestimmten am Samstagabend das Bild der Jahreshauptversammlung der Wagenfelder Ortswehr. Zur Feuerwehrfrau/zum Feuerwehrmann befördert wurden Chantal Drescher, Janin Finkenstädt, Darius Hodde und Lukas Bülker, zum Hauptfeuerwehrmann (in Abwesenheit) Florian Meyer und Kai Kaufmann-Grote sowie Thomas Bödecker zum 1. Hauptlöschmeister und Stephan Rehburg zum Löschmeister.

Wilhelm Winkelmann wurde zum Atemschutzgerätewart, Raphael Schäfer zu seinem Stellvertreter gewählt. Neuer Gerätewart ist Kevin Kleinhans mit Julian Pieper als Stellvertreter.

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